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      Update: Es handelt sich um einen Bereich östlich von Palekastro.

      Nähere Infos dazu gibt’s auf der Homepage unseres Forummitglieds Kapitan Michalis: http://www.palekastro.de/ostkreta.html (runterscrollen bis "Cavo Plako")

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        als Antwort auf: flüge selber suchen #19541

        Siehst du: alles wird gut … 😉

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          als Antwort auf: flüge selber suchen #19232

          Normalerweise sollte das kein Problem sein … >:(

          Bist du dir sicher, dass du keinen Fehler beim Eintippen der Daten gemacht hast? Wo wolltest du denn buchen? Ansonsten ruf doch mal direkt dort an …

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            als Antwort auf: Kennt Jemand Pitsidia? #15714

            juergenk wrote:
            Ich sage nur Tiefkühlpizza und Mikrowelle.

            Aber da geht man doch auch nicht zum Essen hin … [smiley=geschockt.gif]

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              Sobald ich was weiß bzw. die Infos bekomme, werde ich es natürlich bekannt geben.

              Schließlich lauerst du nicht nur alleine … 😉

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                "Schwarzes Wochenende" für die Kreta-Clubs am 2. Spieltag:

                AO Xanthi – Asteras Tripolis 2:0
                PAOK Saloniki – Iraklis Saloniki 3:0
                Panionios Athen – APO Levadiakos 2:0
                AE Larisa – AE Veria 1:1
                Apollon Kalamaria – Aris Saloniki 0:0
                AEK Athen – Atromitos Halkidona 2:0
                Olympiakos Piräus – OFI Heraklion 6:2
                Ergotelis – Panathinaikos Athen 0:3

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                  Industrie statt Idylle – Teil 2
                  Regierung plant Containerhafen an Kretas Südküste

                  Von Petra Wilhelm – Griechenland Zeitung

                  Fortsetzung des vorherigen Postings …

                  Fest steht: die im Mai vorgelegte Machbarkeitsstudie der TU Athen verlangt, dass eine weitere, sehr viel umfangreichere, wissenschaftliche Umweltstudie gemacht wird, um vor allem die ökologischen Auswirkungen eines Containerhafens zu prüfen. Denn die küstennahe Region der Messara ist schützenswertes Gebiet und unterliegt den Richtlinien NATURA 2000 und CORINE. Der Komos-Strand bei Kalamaki ist einer der größten und wichtigsten Nistplätze der Loggerhead-Schildkröte (Caretta caretta), außerdem leben seltene Raub- und Seevögel in der Gegend. Diese vertiefende Studie, für die nach Expertenaussagen mindestens 6 bis 12 Monate notwendig sind, will Kefalogiannis demnächst veröffentlichen, im Oktober erwarte er eine Entscheidung der Südkreter, heißt es.

                  Ökologische und soziale Folgen

                  Wenn die Menschen in der Messara den Containerhafen nicht wollten, komme er auch nicht, versichert der Minister. Doch die Betrtroffenen sehen das anders. „Die in Athen machen doch sowieso, was sie wollen", hört man immer wieder in den Dörfern rund um Tymbaki, und so tröstet die Skeptiker auch nicht die Aussicht auf eine – ohnehin nicht rechtswirksame – Volksbefragung. Was die betrifft, hat Bürgermeister Charalambakis eine klare Haltung: eine Abstimmung seiner Bürgerinnen und Bürger gibt’s nur, wenn tatsächlich Container-, Handels- und Passagierhafen parallel entstehen sollen. Ansonsten steht für ihn fest: „Nein" zum Containerhafen, „Ja" zur kleineren Variante für Kreuzfahrt- und Handelsschiffe, die allerdings bislang nicht geplant ist. Die Nachbargemeinde Agia Galini, die zum Regierungsbezirk Rethymno gehört, hat das übrigens schon getan. Ein klares „Nein" zum Containerhafen kam von dort, nicht unwichtig angesichts der Tatsache, dass der Hafen in den Plänen des Ministeriums neuerdings näher an Agia Galini gerückt ist.

                  Jetzt im September, das hat der Schifffahrtsminister seinem Ministerpräsidenten Kostas Karamanlis angekündigt, beginne die erste Phase der Entwicklung eines Hafens in Tymbaki – eines Containerhafens wohlgemerkt. Was Kefalogiannis damit genau meint, ist unklar. Auf konkrete Fragen antwortet das Ministerium nicht oder viel zu spät. Auch die Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur) wartet vergeblich. Drei Briefe hat deren Präsident, Claus-Peter Hutter, dem Minister geschrieben und eindringlich vor den ökologischen und sozialen Auswirkungen eines Containerhafens gewarnt – ohne jede Resonanz. Nur ein paar wenige, allen voran die „Bürgerbewegung der Messara für die Umwelt", kämpfen gegen den geplanten Container-Umschlagplatz. Sie fürchten nicht nur um die (Meeres-) Fauna und Flora, sondern warnen vor einer viel umfassenderen Umweltzerstörung. Durch das ständige Ausbaggern der Fahrrinnen sei Wasserverschmutzung programmiert, glauben sie, auch Teer, Öl und Abwässer könnten ins Meer gelangen und Fischen und Baden unmöglich machen. Außerdem verschmutzten die Containerschiffe mit ihren Abgasen die Luft, eine Gefahr nicht nur für die Menschen, sondern auch fürs Olivenöl und – durch den sauren Regen – sogar für die empfindlichen, weltberühmten Ausgrabungen.

                  Flutlicht und Lärm rund um die Uhr

                  Flutlicht die ganze Nacht hindurch und Lärm rund um die Uhr, kurz gesagt sehr viel weniger Lebensqualität, damit rechnen die Hafengegner, und fordern stattdessen, den Tourismus in der Region qualitativ zu verbessern. Die Zahlenspiele des Ministers halten denn auch einige für eine Milchmädchenrechnung: von 700 bis 800 neuen Arbeitsplätzen in der Region, spricht Kefalogiannis – falls der Containerhafen kommt. Im Tourismus, den eben der zunichte machen könnte, gibt es heute schon mehr Stellen. Und der Blick über Kreta hinaus, zu anderen Containerhäfen, z.B.. dem in Hamburg, zerstört hochfliegende Hoffnungen ohnehin ganz schnell: halbautomatische Containerhäfen brauchen in der Regel rund 300 Arbeitskräfte, vollautomatische grade mal 80.

                  >> Quelle: Griechenland Zeitung

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                    Industrie statt Idylle
                    Regierung plant Containerhafen an Kretas Südküste

                    Von Petra Wilhelm

                    Olivenhaine so weit das Auge reicht, dazwischen ein paar Gewächshäuser und im Hintergrund das gewaltige Ida-Massiv, dessen Gipfel sich in der untergehenden Sonne rosa färben. Wo die Messara-Ebene, einer der Obst- und Geimüsegärten Griechenlands, sanft ins Libysche Meer ausläuft, eröffnet sie einen grandiosen Ausblick- die blau-strahlende, riesige Bucht von Tymbaki, eingerahmt von kargen Bergen und kilometerlangem Sandstrand, kurz vor der geschwungenen Küstenlinie die Paximadia-Inseln, einziger Ruhepunkt fürs Auge inmitten der glitzernden Wasserfläche.

                    Statt der zwei felsigen Inselchen könnten sich künftig stählerne Containerschiffe, bis zu 400 Meter lang, ins Blickfeld schieben. Das Bergpanorama könnte empfindlich gestört sein durch Riesenkräne und Flutlichtscheinwerfer. Denn Griechenlands Regierung der Nea Dimokratia, genauer gesagt Handelsschifffahrtsminister Manolis Kefalojannis (seine Bestätigung im Amt nach den Parlamentswahlen vom 16. September stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest; Anm.. d. Red.), plant einen Containerumschlaghafen in der ländlichen Idylle. In einer Gegend, die zwar einige Anstöße für ihre weitere Entwicklung gebrauchen kann, deren Reichtum bislang aber ganz andere Dinge sind: eine vielerorts noch – fast unberührte Natur mit seltenen Tier- und Pflanzenarten, archäologische Schätze wie die Ausgrabungen in Phaistos, Agia Triada und am Komos-Strand, eine individuelle und familiäre Form von Tourismus und landschaftliche Schönheit im Übermaß.

                    Besucher aus fernen Ländern

                    Allerdings sind es nicht diese Reize, die in den letzten beiden Jahren immer wieder Besucher aus fernen Ländern anlockten. Erst kamen Vertreter der China Shipping Company ins kleine Provinzstädtchen Tymbaki, dann reiste Minister Kefalojannis mit Herren aus Dubai an und schließlich brachte er Unternehmer und Regierungsabgeordnete aus Südkorea in die Messara. Sie alle zeigten großes Interesse am Bau eines Containerhafens, denn was die geographische Lage betrifft scheint Kreta dafür geradezu ideal. Waren aus Fernost könnten hier, mitten im Mittelmeer, von riesigen Containerschiffen innerhalb weniger Stunden auf kleinere, so genannte Feeder, umgeladen und von denen dann weitertransportiert werden nach West- oder Osteuropa. Für Investoren und Betreiber eines solchen Hafens ist das ein einträgliches Geschäft, bringt doch ein verladener Container bis zu 130 Euro ein. Mit den Südkoreanern, die den Hafen gern selbst bauen würden, hat der Schifffahrtsminister bereits eine Vereinbarung getroffen: Man will Wissen und Informationen bezüglich der Entwicklung eines solchen Hafens in Tymbaki austauschen. Für dessen Infrastruktur müsste allerdings Griechenland aufkommen, die Kosten dafür werden auf rund 500 Millionen Euro geschätzt.

                    Von all diesen Plänen erfuhren die, vor deren Haustür das Mammutprojekt möglicherweise entstehen soll, meist Gerüchte oder scheibchenweise. Selbst die politisch Verantwortlichen vor Ort sahen sich Ende 2005 gezwungen, eine Bezirkskommission zu gründen, deren einziges Ziel es war, an Informationen zu kommen. Zwar sind mittlerweile – seit den Kommunalwahlen im letzten Oktober – teilweise neue Politiker nachgerückt, ihr Problem ist jedoch das alte geblieben. Noch immer, klagt Tymbakis neu gewählter Bürgermeister Antonis Charalambakis, erfahre er das meiste aus der Zeitung. In der vergangenen Woche jedoch berichtete die kretische Tageszeitung „Patris", dass eine internationale Ausschreibung für den Hafen in die Wege geleitet und in der Zeitschrift der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht worden sei. Handelsschifffahrtsminister Kefalojannis soll sich aus diesem Anlass mit Bürgermeister Charalambakis getroffen haben.

                    Zweifel am Großprojekt

                    Bis heute ist aber nicht klar, wie groß der geplante Hafen werden soll. Mal ist von einer, mal von zwei Millionen Containern die Rede, die jährlich umgeschlagen werden sollen. Das Handelsschifffahrtsministerium spricht von einer Fläche von 850 Hektar. Dass es bei einem Container-Umschlaghafen um gigantische Ausmaße geht, wird den Menschen in Tymbaki und Umgebung langsam klar. Von zwei 4 Kilometer langen Molen ist die Rede und von einer 1,2 Kilometer langen Kaimauer; die notwendige Wassertiefe von rund 17 Metern würde umfangreiche Aushebungsarbeiten bedeuten.

                    Manch einem kommen da doch Zweifel am Großprojekt der Regierung, die offiziell immer von einem „geschlossenen Containerhafen" spricht, aber durchaus weiß, wovon die Menschen in der Messara seit vielen Jahren träumen: Sie wünschen sich einen kleinen Handels- und Passagierhafen, der beispielsweise durch die Vergrößerung des Hafenbeckens von Kokkinos Pyrgos entstehen könnte.

                    Das einzige, was bisher schwarz auf weiß gedruckt auf dem Tisch liegt, ist eine vorläufige Machbarkeitsstudie der Technischen Universität Athen. Dass sie vom Ministerium finanziell unterstützt wurde, ist etwa für die „Bürgerbewegung der Mesara für die Umwelt" nicht ihr einziger Schönheitsfehler. Eine Sprecherin der Initiatitive erzählt von einem Radio-Interview, in dem der Leiter der Studie, Prof. Moutsouris, kurz vor deren Übergabe ans Ministerium von vielen negativen Auswirkungen eines solchen Hafens gesprochen habe. Wenige Tage später habe Minister Kefalogiannis ebenfalls in der Presse erklärt, der Professor habe seine Äußerungen zur Studie widerrufen.

                    Fortsetzung folgt …

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                      als Antwort auf: Griechenland wählt … #16016

                      Vielleicht, dass dort niemals mehr ein Container-Hafen Thema wird … 😕

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                        als Antwort auf: Griechenland wählt … #15721

                        Silvia wrote: Kreta bleibt mehr heitlich Pasok treu, mit Ausnahme des Districts Rethymnon.

                        Und auf Gavdos gab’s einen erdrutschartigen 35:28-Stimmen-Sieg der Blauen, nachdem sich das Kräfteverhältnis 2004 mit 24:46 noch krass konträr darstellte … 😉

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                          als Antwort auf: Griechenland wählt … #15315

                          Karamanlis‘ Partei kann weiterhin alleine regieren
                          Sieg der Nea Dimokratia bei den Parlamentswahlen in Griechenland

                          Bei den Parlamentswahlen in Griechenland hat die Nea Dimokratia von Ministerpräsident Karamanlis gewonnen und kann weiterhin eine Mehrheit im Parlament aufweisen. Damit kam es nicht zu einer Abrechnung wegen der schlechten Bewältigung der Waldbrände. Sozialisten-Chef Papandreou hat die Niederlage eingestanden. …

                          (sda/dpa) Die konservative Regierungspartei Nea Dimokratia (ND) hat die Parlamentswahlen in Griechenland klar gewonnen. Ihr Präsident Kostas Karamanlis wird das Land daher weiter allein regieren können.

                          Knappe Mehrheit nach Sitzen

                          Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen erreichte der Partei von Regierungschef Karamanlis laut Innenministerium einen Stimmanteil von 42,12 Prozent (2004: 45,4) und gewann 153 der 300 Parlamentssitze. Die Panhellenische Sozialistische Bewegung (Pasok) von Oppositionsführer Giorgos Papandreou kommt auf 38,20 Prozent (2004: 40,6) und 103 Parlamentarier. Auch mehrere radikale Parteien schafften den Sprung in die Volksvertretung.

                          Reformen sollen vorangetrieben werden

                          Im Zentrum Athens feierten Tausende von Anhängern der Nea Dimokratia mit Hupkonzerten, Fahnen und Feuerwerk den Wahlsieg ihrer Partei. «Griechinnen und Griechen, ich bedanke mich, dass Sie mir vertrauten», sagte Karamanlis. Er versprach alle notwendigen Reformen voranzutreiben.

                          Wahlexperten sagten den unterlegenen Sozialisten schwierige Zeiten mit innerparteilichen Spannungen voraus. Papandreou gestand seine Niederlage ein. «Die Bürger zweifelten offenbar daran, ob wir die notwendigen Änderungen umsetzen können», sagte er und kündigte an, er werde nach dieser Niederlage das Verfahren zur Vertrauensabstimmung in seiner Partei einleiten.

                          Karamanlis hatte die Wahl vorgezogen, die regulär erst im März 2008 fällig gewesen wäre. Nach den verheerenden Waldbränden Ende August mit fast 70 Toten wurde das Krisenmanagement der Regierung zum bestimmenden Thema der letzten Phase des Wahlkampfs.

                          >> Quelle

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                            Beitragsanzahl: 3194

                            campona wrote: Meinst Du das Zafiria Hotel oder die Zafiria Bar gegenüber?

                            Die Zafiria Bar neben dem bookshop …

                            Im Juni ist es mir dort auch noch so ergangen >:(

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                              als Antwort auf: Griechenland wählt … #14758

                              … Fortsetzung …

                              Im Falle einer Pattsituation hat Karamanlis allerdings bereits mögliche Koalitionen ausgeschlossen und erklärt, dann werde er eben nochmals Neuwahlen verkünden. Die gesamte griechische Presse bezeichnet den Urnengang als den undurchsichtigsten aller Zeiten und das nicht zuletzt, weil die Veröffentlichung von Umfrageergebnissen in den letzten zwei Wochen vor dem Wahlgang verboten ist.

                              Stamatis Assimenios
                              DW-RADIO/Griechisch, 30.8.2007, Fokus Ost-Südost

                              >> Quelle

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                                als Antwort auf: Griechenland wählt … #14408

                                Griechenland: Konservativen droht Machtverlust

                                Unter dem Eindruck der verheerenden Waldbrände sind die Griechen am Sonntag (16.9.) zu Parlamentswahlen aufgerufen. Hauptthema des Wahlkampfes sind erwartungsgemäß die Waldbrände und das Krisenmanagement geworden.

                                Nur fünf der rund 20 Parteien und Gruppierungen haben eine reale Chance, die Drei-Prozent-Klausel zu überwinden und bei den vorzeitigen Wahlen ins Parlament einzuziehen: Die regierende konservative Partei, die Nea Dimokratia von Ministerpräsident Kostas Karamanlis, die oppositionelle Panhellenische Sozialistische Bewegung (PASOK) mit dem Spitzenkandidaten Georgios Papandreou, die Kommunistische Partei (KKE), die Linke Allianz (Synaspismos) und die rechtspopulistische Völkische Orthodoxe Sammlung (LA.O.S.). Nea Dimokratia und PASOK stellen seit dem Sturz der Militärdiktatur im Jahre 1974 wechselweise die Regierung.

                                Waldbrände schaffen Klima der Unsicherheit

                                Immerhin zwei Prozent betrug der Vorsprung der regierenden Nea Dimokratia von Ministerpräsident Kostas Karamanlis gegenüber den oppositionellen Sozialisten (PASOK). Das nährte die Hoffnung der Konservativen, die vorgezogenen Wahlen zu gewinnen. Doch es kam anders. Die verheerenden Waldbrände Ende August haben die Bürger zutiefst erschüttert und ein Klima der Unsicherheit verbreitet. Das Inferno ist zum Politikum geworden. Der siegessichere konservative Premier Kostas Karamanlis muss jetzt fürchten, dass der Urnengang am 16. September zu einer Protestwahl gegen ihn und seine Partei werden könnte.

                                Dem Politikexperten Georgios Sefertzis zufolge handelt es sich um eine Wahl mit manchen Besonderheiten, die sich in vielen Bereichen des Wahlkampfes manifestieren: "Es ist zunächst die kurze Wahlkampfdauer von 30 Tagen, die eine ausführliche programmatische Auseinandersetzung zwischen den Parteien nicht erlaubt. Aber das entscheidende Element ist die spektakuläre Änderung der politischen Agenda durch die katastrophalen Waldbrände. Die haben den politischen Dialog-Rahmen und die Bereitschaft der Bürger, sich daran zu beteiligen, verringert." Die Griechen sind enttäuscht und verunsichert, glaubt der Athener Politologe.

                                Geschenke und Kritik im Wahlkampf

                                Durch die Änderung des Wahlsystems ist es schwieriger, die absolute Mehrheit im Parlament zu erringen. Karamanlis reagiert auf die schlechte Stimmung mit Wahlgeschenken: Er schuf die Erbschaftssteuer ab und stellte weitere Steuersenkungen in Aussicht. Wahlversprechen, die mehr als 12 Milliarden Euro aus den knappen griechischen Kassen erfordern – und deren Wirkung auf die Bürger nach der Feuer-Katastrophe durchaus zweifelhaft ist. Ferner hebt Karamanlis hervor, er habe es geschafft, die defizitären Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen. Das Haushaltdefizit hat 2006 erstmals seit langer Zeit die im EU-Stabilitätspakt geforderte Drei-Prozent-Marke nicht überschritten. Das Wachstum liegt derzeit bei mehr als vier Prozent, und die Arbeitslosenquote ist von elf Prozent im Jahr 2004 auf 7,9 Prozent gefallen.

                                Die PASOK überzeuge die unentschlossenen und kritischen Wähler nicht, meinen Beobachter. Andreas Papandreou ist es bis jetzt nicht gelungen, den Wählern eine glaubwürdige Alternative zu bieten. Er beschränkt seine Kritik auf die – wie er betont – "Unfähigkeit der Nea Demokratia, das Land zu regieren". Und er wirft Karamanlis vor, geheime Pläne in punkto Rentenreform zu schmieden, mit dem Ziel, nach der Wahl die Lebensarbeitszeit der Erwerbstätigen zu verlängern. Karamanlis dementiert dies.

                                Skandal um Rentenkassen enttäuscht Wähler

                                Aber entgegen aller Wahlversprechen hat die Regierung Karamanlis den Staatsapparat nicht effizienter gestaltet, wie man bei den Waldbränden feststellte, als bei der Feuerwehr qualifiziertes Personal fehlte. Auch bei der Bekämpfung der Korruption sind die Wähler enttäuscht worden. Im Frühjahr flog auf, dass etwa 280 Millionen Euro aus Rentenkassen in Anleihen angelegt wurden, die dann über Zwischenhändler und Banken zu völlig überteuerten Kursen an die Rentenkassen zurückgingen. Kritiker vermuten, dass auch Regierungsbeamte in den Skandal verwickelt sind und abkassiert haben.

                                Ein vorläufiger Untersuchungsbericht über diese Vorgänge lieferte der Opposition noch einige Wahlkampfmunition. Papandreou wirft Karamanlis vor, versucht zu haben, den Skandal um die Rentenkassen zu vertuschen: "Er hat ihn nicht aufgedeckt. Wir wissen immer noch nicht, um welche Anleihen es sich handelt. Er hat sogar verhindert, dass ein vorläufiger Untersuchungsbericht über diese Vorgänge an die Öffentlichkeit gelangt." Mit diesem Argument dürften die Sozialisten aber nicht auftrumpfen können. Schließlich hatte es auch die PASOK in 18 Jahren Regierungszeit nicht geschafft, das Korruptions-Unwesen wirklich einzuschränken.

                                Wer gewinnt Stimmen der Protestwähler?

                                Werden die kleinen Parteien, die Kommunisten, die Linke Allianz oder die Rechtspopulisten die Nutznießer der Brandkatastrophe und der mangelnden Glaubwürdigkeit der großen Parteien sein? Georgios Sefertzis hält den Wahlausgang noch für offen: "Der Wahlausgang hängt zunächst von der Wahlbeteiligung ab, denn es wird vermutet, dass viele Wähler nicht zur Urne gehen werden. Anscheinend fließen die Proteststimmen in Richtung kleinerer Parteien. Es ist durchaus schwierig für die großen Parteien, zusammen 80 Prozent der Stimmen auf sich zu vereinigen."

                                … Fortsetzung im nächsten Beitrag …

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                                  als Antwort auf: Drachen steigen lassen #14404

                                  wester wrote: Bis jetzt habe ich nirgendwo eine Höhenbegrenzung für Griechenland gesehen.

                                  Ich auch nicht … – kann mir nicht vorstellen, dass dort jemand etwas gegen Drachen-steigen-lassen am Strand hat. Und der Flugplatz ist ganz schön weit weg …

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