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als Antwort auf: Fussball-WM #29119
Ich glaube eher, dass die Tröten nach der Fussball WM ganz günstig auf den Flohmärkten zu haben sind, zumindestens die, die vorher nicht schon aus Wut kaputt gemacht wurden? Das alles nach dem "Einlauf"?
Ja und die ehemaligen DDR-Bürger werden sich noch an die Qualitätswerbung "Plaste und Elaste aus Sckopau" erinnern.als Antwort auf: Fussball-WM #28520Hallo Brigitte
Naja ich wundere mich, dass die Fussballfans sich hier noch nicht zu Wort gemeldet haben? Wo doch Griechenland spielte? Offensichtlich ist die Spielweise der Griechen keinen Jauchzer wert? Aber ich bin kein Experte.
Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende
und sende Dir herzliche Grüsse (hoffentlich hast du Deine Wunden gut gesäubert)
Udoals Antwort auf: Chersonissos Hersonissos wir kommen #28521Hallo Fredi
Schaue mal jetzt links oben sind die Stichworte aufgelistet.
Einfach anklicken und dann auch im weiteren die roten Punkte auswählen und anklicken.herzlichst
Udoals Antwort auf: Fussball-WM #28063Hallo Brigitte
Du greifst da ein heikles Thema auf. Aber als halber Nichtfussballfan traue ich mich zu diesem Thema nicht zu äussern. Auf jeden Fall bist Du mutig.
Liebe Grüsse
Udoals Antwort auf: US-Präsident Obama für Ferien nach Kreta eingeladen #28518Es sind Nachrichten, aber wer weiss schon was wirklich stimmt????
als Antwort auf: China investiert Milliarden in Griechenland #28308Griechenland und China unterzeichnen 14 bilaterale Abkommen
Griechenland / Athen. Griechenland und China unterzeichneten am Dienstag im Rahmen eines dreitägigen Besuchs des chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Zhang Dejiang 14 bilaterale Abkommen. Sieben dieser Abkommen betreffen den Bau von Schiffen im Auftrag griechischer Reeder in chinesischen Werften, vier den Export griechischen Olivenöls. Ein Abkommen betrifft die Kooperation zwischen den Telekom-Unternehmen OTE und Huawei sowie eines ein Großbauprojekt in Piräus.
Die chinesische Firma Cosco betreibt bereits seit einigen Monaten und für die kommenden 35 Jahre den größten Containerterminal im Hafen von Piräus (Foto). Für den Ausbau des Terminals soll in den kommenden Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro investiert werden. Für 2010 rechnet man mit der Abfertigung von 800.000 Containern, bis 2015 soll diese Anzahl auf 3,7 Millionen erhöht werden. Im ersten Quartal des laufenden Jahres wurde gegenüber 2009 bereits ein Anstieg um 43 % registriert. Die amerikanische „Washington Post“ hatte jüngst davon gesprochen, dass Cosco den Piräus-Hafen zu einem „Rotterdam des Südens“ machen wolle.
Griechenlands Premierminister Jorgos Papandreou betonte nach den Gesprächen mit dem Gast aus Peking, dass die Beziehungen zwischen den beiden Staaten ausgezeichnet seien und die Zusammenarbeit aufgrund der neuen Verträge international und regional vertieft würde. In den Abkommen spiegle sich der Wunsch Chinas nach einem Ausbau der Zusammenarbeit mit Griechenland wider, betonte Zhang Dejiang. Er gab sich auch überzeugt, dass unter der „starken Führung“ Papandreous die vorüber gehende Finanzkrise Griechenlands überwunden werde.als Antwort auf: Eure Lieblingstaverne #30031Liebe Brigitte aus dem schönen Bayern
Es ist irgendwie traurig dass gute Tavernen plötzlich verschwinden. Es gibt aber noch einige davon auf Kreta, obwohl die meisten Tavernen nur griechische Durchschnittskost und Touristenmenüs anbieten.
Sofias Taverne in Sivas gehört sicher zu den sehr guten Tavernen, auch mit Atmosphäre und Kultur.
http://www.sactouris-sivas.com/index.htmlServus
Udoals Antwort auf: Mittleres Erdbeben auf Kreta #28516http://www.zamg.ac.at/geophysik/bebenkarte/quakes/2010157_evid52353587/evid52353587.html.de.utf8
http://geofon.gfz-potsdam.de/db/eqpage.php?id=gfz2010kzudVieleicht war Herbert ja im Norden?
Schöne Restferien noch und herzliche Grüsseals Antwort auf: Wirtschaftspolitische Betrachtungen allgemein und zu Griechenland #30168«Europa ist auf einem gefährlichen Weg»
Mit der Rettung Griechenlands habe sich Europa in eine schwierige Situation manövriert, sagt der deutsche Starökonom Hans-Werner Sinn.
Hans-Werner Sinn am Swiss Economic Forum in Interlaken: Der deutsche Starökonom geht mit Deutschland und Europa hart ins Gericht.
Zur PersonHans-Werner Sinn (62) ist einer der wichtigsten Ökonomen Deutschlands. Er leitet das Münchner ifo Institut für Wirtschaftsforschung. Dieses Interview wurde am Swiss Economic Forum in Interlaken geführt.Herr Sinn, wie fühlen Sie sich im Moment als deutscher Staatsbürger?
Hans-Werner Sinn: Ich bin etwas entsetzt über die Politik meines Landes und die Massnahmen, denen die Bundesregierung auf europäischer Ebene in letzter Zeit zugestimmt hat.Sie sprechen das Rettungspaket an, das Deutschland geschnürt hat, um Griechenland zu stützen. Sie halten das offenbar für den falschen Weg.
Das Gewährleistungsgesetz, das nicht nur für Griechenland, sondern für alle Euroländer gedacht ist, bedeutet einen fundamentalen Paradigmenwechsel. Mit ihm wird Tür und Tor für die Fortsetzung einer ausufernden Schuldenpolitik geöffnet.Mit anderen Worten: Diese Hilfsaktion sendet ein falsches Signal an andere angeschlagene Staaten wie Portugal, die nun wissen, dass ihnen die EU schlimmstenfalls zu Hilfe eilt.
So ist es. Man muss zwar in der Tat retten und zu Hilfe eilen, aber erst müssen die Banken zur Kasse gebeten werden. Sonst verleihen sie ihr Geld auch in Zukunft ohne jede Sorgfalt. Zu viel Geld fliesst in die Länder der südwesteuropäischen Peripherie und geht so der Verwendung in Deutschland und der Schweiz verloren.Viele Länder haben in der Krise ihre Verschuldung erhöht. Nun wird Griechenland von denselben Ländern mit Milliarden unterstützt. Manövriert sich Europa in eine Schuldenspirale?
Europa ist auf einem äusserst gefährlichen Weg. Es war zwar richtig, in der akuten Krise Gegensteuer zu geben, indem man eine höhere Staatsverschuldung in Kauf genommen hat. Jetzt aber innerhalb Europas eine Transferunion zu errichten, indem die einen Länder die Schulden der anderen übernehmen, ist ein Schritt, den ich für unakzeptabel halte.Ist der Euro eine Fehlkonstruktion?
Ich halte den Euro für einen richtigen und wichtigen Schritt in der europäischen Geschichte.Aber?
Der Euro wird jetzt zu einer Haftungsgemeinschaft. Das ist gefährlich.Sie sagen, die Griechen müssen ihre Löhne massiv senken, um die Krise zu überwinden, befürchten aber gleichzeitig, dass dies zu einem Bürgerkrieg führen könnte. Was hat Griechenland für Alternativen?Erstens könnten wir den Griechen die Güter, die sie nicht bezahlen können, fortwährend schenken. Das will ich aber nicht und Sie wahrscheinlich auch nicht. Zweitens könnte Griechenland aus dem Euro austreten und ihn dann abwerten.
Ist dies die Variante, die Sie bevorzugen?
Ja. Die griechischen Banken gingen zwar in Konkurs, weil die Leute sofort ihre Konten leer räumen würden. Aber es ist besser, die Bücher der Banken werden neu aufgestellt, als dass die Bankgebäude niederbrennen.Sie sagten in Ihrem Referat, die Euro-Krise sei nur halb so schlimm, die eigentlichen Probleme für die Weltwirtschaft lägen in der enormen Überschuldung der USA. US-Starökonom Paul Krugman behauptet das Gegenteil. Wer von Ihnen beiden hat nun recht?
Ich will die europäischen Probleme keineswegs verharmlosen. Nur sind die amerikanischen Probleme noch grösser. Dort ist ja der gesamte private Verbriefungsmarkt für Immobilienkredite kollabiert, und der Staat organisiert heute 95 Prozent der Immobilienfinanzierung. Ausserdem hat Amerika, nicht Europa, ein gigantisches Leistungsbilanzdefizit. Die Geldgeber werden sich von den USA abwenden.Was bedeutet das für Europa?
Für Europa ist das gut, ohne schadenfreudig sein zu wollen. Denn jahrelang ist unglaublich viel Kapital nach Amerika geflossen. Wenn nun dieses Kapital teilweise in Europa investiert wird, ist das nur gut für uns.Es ist aber nicht zu befürchten, dass Amerika eine zweite weltweite Krise auslöst?
Es wäre schlimm, wenn das passieren würde. Aber ich vermute mehr, dass es nach dem derzeitigen Aufschwung stattdessen zu einer lang anhaltenden Flaute in den USA kommen wird.Wie beurteilen Sie die wirtschaftlichen Perspektiven der Schweiz?
Gut. Es wird weniger Kredit exportiert und stattdessen zur Finanzierung von Projekten in der Schweiz verwendet. Obwohl das den Franken aufwertet und die Exporte beeinträchtigt, bedeutet es per saldo mehr Wachstum. Die Schweiz bleibt der sichere Hafen, und hier wird wieder mehr investiert.als Antwort auf: Wirtschaftspolitische Betrachtungen allgemein und zu Griechenland #30164«Die Ratingagenturen vom hohen Ross holen»
Keine brauchbaren Informationen zur Früherkennung von Problemen: Der Schweizer Wirtschaftsprofessor Thomas Straubhaar wirft den Agenturen vor, in der Euro-Krise versagt zu haben.
(Amerikanische Staatsschulden: 13’050’826’000’000 Dollar)
Der Schweizer Ökonom Thomas Straubhaar ist Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI).
Finanzkrise Brüssel will den Ratingriesen auf den Leib rücken
Für die drei Giganten Fitch, Standard & Poor’s und Moody’s kommen härtere Zeiten. Die EU-Kommission will die Ratingagenturen europäischer Kontrolle unterstellen. Die künftige Börsenaufsicht Esma mit Sitz in Paris soll für Transparenz sorgen und Bussen verhängen oder Lizenzen entziehen können. (Stephan Israel, Brüssel)Sie gelten als neue Bösewichte der Finanzmärkte: Ratingagenturen verteilen Noten, beurteilen die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Banken und Staaten. Je schlechter die Note beziehungsweise die Bonität, desto teurer wird es für den Marktteilnehmer, sich Geld zu besorgen. So wurde Griechenland schrittweise herabgestuft, bis Panik ausbrach und Athen auf Hilfe angewiesen war.
Die Ratingagenturen sind nicht erst seit der Euro-Krise in der Kritik. Der Ruf nach Regeln für eine kleine, aber mächtige und bisher völlig unkontrollierte Branche kam bereits nach der Finanzkrise vor zwei Jahren. Erste Regeln sollten auf Ende Jahr in Kraft treten, erscheinen aber mit der Euro-Krise bereits als überholt. Deshalb schlug EU-Kommissar Michel Barnier gestern vor, dass die nationalen Behörden die Kontrolle über die Ratingagenturen an die europäische Börsenaufsicht abtreten sollen.
Statt den nationalen Behörden sollen europäischen Aufseher das Register der lokalen Filialen der Ratingriesen führen. Sie sollen Bussen in der Höhe von bis zu 20 Prozent des Umsatzes einer Niederlassung verhängen und notfalls die Lizenz einer nationalen Agenturfiliale entziehen können. Fitch und Co. müssen Interessenskonflikte und Infos über Bewertungsmethoden offenlegen. Neu soll eine Ratingagentur der Konkurrenz ihre Berechnungsmodelle bei Neubewertungen zur Verfügung stellen.
Die EU-Kommission schlägt eine europäische Aufsicht für die Ratingagenturen vor. Geht der Vorschlag aus Brüssel weit genug?Die Richtung stimmt, aber die EU müsste noch weiter gehen. Entscheidend ist, die Finanzierungsgrundlage der Ratingagenturen zu ändern. Heute werden sie als Schiedsrichter von den Spielern auf den Finanzmärkten bezahlt. Dass hier Unabhängigkeit und Unparteilichkeit mehr als gefährdet sind, darf wirklich nicht erstaunen.
Was wäre aus Ihrer Sicht noch nötig?
Ein Ansatz könnte eine Pflichtabgabe auf den Aktienhandel sein. Da müssten alle einzahlen, die an Bewertungen durch unabhängige Ratingagenturen interessiert sind und davon profitieren. Eine Offenlegung der Bewertungsmodelle und eine strengere Aufsicht über die Interessenverflechtungen der Ratingagenturen wären weitere Schritte. Und bei nachweislichen Fehlern sollten die Ratingagenturen auch verklagt werden können, um Schadenersatzforderungen zu ermöglichen.Sind die Ratingagenturen die Sündenböcke für die Euro-Krise? Nein, natürlich nicht. Die Ursache sind und bleiben die Staatsschulden der Euroländer. Aber die Ratingagenturen haben sich ganz offensichtlich und ganz grundsätzlich als unfähig erwiesen, den von ihnen erwarteten Aufgaben gerecht zu werden. Sie liefern keine brauchbaren Informationen zur Früherkennung von Problemen. Sie sehen Krisen nicht im Voraus, und sie reagieren nur im Nachhinein.
Sind die schlechten Noten für die hoch verschuldeten Euroländer nicht gerechtfertigt? Werden die Ratingagenturen als Überbringer schlechter Nachrichten bestraft?
Ja, die schlechten Noten sind gerechtfertigt, aber sie hätten schon viel früher verteilt werden müssen, gerade von den Ratingagenturen. Diese haben mit ihren Bewertungsänderungen zur Krisenverschärfung statt zur Krisenverhinderung beigetragen. Das war bei Griechenland der Fall, es drohte bei Spanien und Portugal, und es droht in diesen Tagen auch bei Frankreich.Sie sagen, die Ratingagenturen hätten die Euro-Krise verschärft. Wird da nicht die Wirkung der Agenturen überschätzt?
Leider nicht. Die Ratingagenturen haben für private und staatliche Akteure am Kreditmarkt ein Gewicht, das sie in keiner Art und Weise verdienen. Ihr Urteil bestimmt über Gedeihen oder Verderben von Firmen, weil die von den Ratingagenturen festgelegte Bonität die Kreditzinsen bestimmt. Ratingagenturen haben in der Finanzmarktkrise eine so jämmerliche Rolle gespielt, dass es an der Zeit ist, sie von ihrem nahezu hochrichterlichen Ross der Unfehlbarkeit herunterzuholen und sie zu normalen Mitspielern auf dem Parkett der Finanzmärkte zu degradieren.Welche Rolle spielt die Tatsache, dass die drei Agenturen ihren Sitz im angelsächsischen Raum haben?…..
>> Quelle und ganzer Artikelals Antwort auf: Wirtschaftspolitische Betrachtungen allgemein und zu Griechenland #30152Vielleicht geht es bei den EURO-Verantwortlichen in dieser Misere so ähnlich zu wie bei den Banken. Siehe untige Untersuchung. Viel Geld vernebelt das Wesentliche.
Herzliche Grüsse
UdoWie hohe Boni die Leistung beeinflussen
Ein renommierter Verhaltensforscher hat die Behauptung der Banker getestet, wonach hohe Boni aussergewöhnliche Leistungen entschädigen. Seine Ergebnisse demontieren einen Mythos der Finanzwelt.
Je höher der Bonus, desto schlechter die Leistung: Bankmanager griffen auch dann noch üppig zu, wenn es mit ihren Instituten abwärts ging.
Hat die scheinbaren «Naturgesetze» zu den Boni untersucht: «Behavioural-Finance»-Professor Dan Ariery.
Exorbitante Boni werden von Bankern oft mit der aussergewöhnlichen Leistungsfähigkeit der Bezahlten begründet. Damit würden sie der Bank zu hohen Gewinnen verhelfen, weshalb auch die Aktionäre als Besitzer der Finanzinstitute an solchen Zahlungen interessiert sein müssten. Bisher wurde an solchen Boni vor allem kritisiert, dass sie die Banker dazu verleiten, höhere Risiken einzugehen, was der Bank zwar kurzfristig höhere Gewinne bringen könne, mittelfristig das Institut aber in Gefahr bringt.
Dan Ariely, ein in den USA bekannter Buchautor und Verhaltensforscher der Finanzmärkte («Behavoural Finance»), der am rennommierten MITin Boston lehrt, bringt noch viel fundamentalere Einwände gegen die Argumentation der Banken an «Wenn finanzielle Entschädigungen sehr hoch werden, kann das kontraproduktiv sein, denn sie schmälern die Leistung»
Tests in Indien und am MIT
Wie er in seinem am Dienstag in den USA erschienenen Buch «The Upside of Irrationality» beschreibt, hat er sowohl in Indien, wie am MIT Experimente durchgeführt. Dabei wurden Leute für das Lösen von vordefinierten Aufgaben verschieden entlöhnt. Die indischen Teilnehmer des Experiments mussten Aufgaben erfüllen, die ihre Aufmerksamkeit, ihr Erinnerungsvermögen, ihre Konzentration und ihre Kreativität erforderten. Sie wurden in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wurde bei guten Resultaten unterdurchschnittlich, die zweite mittelmässig und die dritte sehr hoch bezahlt. Die schlechte Bezahlung entsprach einem Tageslohn, die mittlere jenem für zwei Wochen und die sehr hohe einem Monatslohn.
Von Dan Ariely befragte Wirtschaftsstudenten prognostizierten klar, dass die bestbezahlte Gruppe auch die besten Leistungen erbringt. Das hat den Forscher nicht überrascht, denn in der Businesswelt habe diese Annahme die Bedeutung eines Naturgesetzes. Im Experiment wurde sie allerdings klar widerlegt. Bei sämtlichen Aufgaben hat die Gruppe mit der höchsten erreichbaren Bezahlung am schlechtesten abgeschnitten.
Nur mechanische Leistungen werden durch Boni gesteigert
Bei den anderen beiden Gruppen zeigten sich kaum Leistungsunterschiede. In seinen Versuchen am MIT – die mit Studierenden durchgeführt wurden – ging Ariely leicht anders vor. Hier mussten die Versuchspersonen zwei Arten von Aufgaben innerhalb von vier Minuten lösen: Beim einen Test mussten sie Additionsaufgaben lösen, womit rudimentäre kognitive Fähigkeiten abverlangt wurden, beim anderen möglichst schnell auf einer Tastatur tippen, was rein mechanische Fähigkeiten erfordert. Ariely hat diesmal zwei Gruppen gebildet: In einer konnten die Teilnehmer sehr hohe «Boni» von 600 Dollar für nur vier Minuten Einsatz verdienen, in einer zweiten bloss 60 Dollar.
Bei den einfachen rechnerischen Fähigkeiten zeigte sich dasselbe Resultat wie in Indien: Die Gruppe mit den sehr hohen erreichbaren Boni schnitt schlechter ab. Nur bei den rein mechanischen Aufgaben war diese Gruppe besser. Leistungen, wie sie von Bankmanagern erbracht werden müssen, sind eher kognitiver als mechanischer Art. Die Resultate lassen daher vermuten, dass hochbezahlte Bankmanager gerade wegen den hohen Boni schlechtere Arbeit liefern. «Ich würde wetten, dass für die meisten Banker ein Multimillionendollar-Bonus kontraproduktiv ist, weil er Stress und Ängste hervorruft, um den Bonus nicht zu verpassen. Der Gedanke daran lenkt von den eigentlichen Aufgaben ab», schreibt Ariely in einem Blogbeitrag zu seinem Buch. Als Praxisbeleg für seine These führt der Professor an, dass es die äusserst hoch bezahlten Banker waren, die der Welt in den vergangenen Jahren ein wirtschaftliches Fiasko beschert haben.
Banker wollten sich nicht testen lassen
Der Verhaltensforscher hat seine Untersuchungen auch einer Gruppe von führenden Bankmanagern präsentiert. Diese erklärten ihm wenig überraschend, dass sich seine Resultate nicht auf ihr Business übertragen lasse. Ariely bat die Banker darauf, gleich selbst an einem Experiment teilzunehmen, das entsprechende Budget wollte er beschaffen. Die Banker gingen nicht auf das Angebot ein.
Ariely macht klar, dass sich aus seinen Resultaten nicht der Schluss ziehen lasse, tiefere Löhne würden die Leistung erhöhen: «Ich will nur einwenden, dass die Kompensation eine komplexe Angelegenheit ist, die komplexe ökonomische Anreize betrifft, aber auch Stress und weitere Aspekte der menschlichen Psychologie, die wir oft nicht verstehen und auch nicht in Betracht ziehen.»
als Antwort auf: Griechenland verkauft sein Tafelsilber #28053Griechenland verkauft sein Tafelsilber
Angesichts leerer Kassen will Griechenland Beteiligungen an diversen Staatsunternehmen verkaufen. Doch bei gewissen Konzernen wehrt sich der Staat.
Die Hellenische Staatsbahn (OSE) verliert nach Ministeriumsangaben jährlich eine Milliarde Euro. «Es liegt auf der Hand, dass das nicht so weitergehen kann», sagte der Minister für Infrastruktur, Transport und Netzwerke, Dimitris Reppas. Die verlustreichsten Geschäfte sollten daher veräussert werden. Dazu gehöre auch die OSE-Tochtergesellschaft Trenose. 49 Prozent des Anbieters von Transportleistungen im Schienengüterverkehr stehen zum Verkauf.
Zudem wolle man sich von Teilen der Wasserwerke in Saloniki (49 Prozent) und im Grossraum Athen (zehn Prozent) trennen. Der griechische Finanzminister Giorgos Papaconstantinou kündigte auch an, 39 Prozent an der staatlichen Post veräussern zu wollen. Die Regierung werde die Mehrheitskontrolle von mindestens 51 Prozent an allen genannten Unternehmen behalten.
Doch nicht überall gibt der Staat sein Okay zu einem Verkauf: Die Anteile am Telekomkonzern OTE und dem Versorger PPC sollen alle in Griechenland bleiben.
Wann mit dem Verkauf begonnen wird und welche Erlöse man sich erhofft, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Um Anspruch auf das milliardenschwere Hilfspaket zu haben, hatte Griechenland aber mit den Euro-Ländern und dem IWF vereinbart, in den nächsten drei Jahren Staatseigentum im Wert von einer Milliarde Euro jährlich zu verkaufen.
Auch Aufrüstung muss warten
Angesichts der massiven Finanzprobleme Griechenlands und der davon diktierten Sparpolitik schiebt die Regierung in Athen die Entscheidung über die Anschaffung neuer Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe auf. Das sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Panos Beglitis am Mittwoch in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. Athen verhandelt derzeit mit Frankreich über den Kauf von sechs Fregatten. Ausserdem laufen Gespräche mit Deutschland, Frankreich und den USA über die Lieferung von insgesamt 40 Kampfflugzeugen.
Deutschland möchte den Griechen Eurofighter verkaufen, während Frankreich Käufer für das Kampfflugzeug Rafaele des französischen Herstellers Dassault sucht. Die USA wiederum sind mit Kampfflugzeugen vom Typ F16, F18 und F35 auf dem Markt. Griechenland gibt – gemessen an der Wirtschaftsleistung – mehr Geld für Rüstung auf als jedes andere Land der EU. In der NATO rangieren die Griechen an zweiter Stelle hinter den USA.
Hintergrund der hohen Militärausgaben ist die jahrhundertealte Feindschaft mit dem Nachbarn Türkei. Beide Länder hatten vor kurzem auf einer ersten gemeinsamen Kabinettsitzung beider Regierungen in Athen eine massive Kürzung der Verteidigungsausgaben und eine Verdoppelung des bilateralen Handels ins Auge gefasst.
Ratingagenturen kontrollieren
Weiter wurde heute bekannt, dass die EU-Kommission die einflussreichen Ratingagenturen unter die Kontrolle einer europäischen Behörde stellen will. Eine zentrale Aufsicht und empfindliche Strafen bei Regelverstössen sollen die Bonitätsprüfer zügeln, wie Regulierungskommissar Michel Barnier am Mittwoch erklärte. Zudem soll das Quasi-Monopol der drei marktführenden Agenturen durch mehr Wettbewerb gebrochen werden. Die nationalen Aufsichtsbehörden müssen nach Barniers Vorschlägen Schlüsselkompetenzen an die geplante Europäische Wertpapieraufsicht ESMA abtreten.
Denn Brüssel reklamiert eine Reihe von Befugnissen für die neue Agentur mit Sitz in Paris. So soll die Registrierung von Fitch, Moody’s und S&P, wenn diese in Europa aktiv werden, zentral erledigt werden. Bei Verdacht auf Regelverstösse sollen die Mitarbeiter Büros durchsuchen, Manager vernehmen und schliesslich Strafen fordern können. Diese sollten maximal 20 Prozent des Jahresgewinns der betroffenen Agenturen betragen, mindestens aber den durch die Regelverstösse erlangten Profit abdecken.
Die Agenturen gerieten in der Eurokrise massiv in die Kritik. Der Vorwurf: Trotz der europaweiten Rettungsnetze stuften sie die Bonität Griechenlands, Spaniens und Portugals zurück und verschärften so die Turbulenzen. Bereits im vergangenen September fasste die EU Beschlüsse zu ihrer Regulierung, die allerdings erst im Dezember in Kraft treten.
als Antwort auf: Rente erst nach 40 Berufsjahren und ab dem 60. Lebensjahr #28303Ich musste 50 Jahre arbeiten.
Ja so sind die Unterschiede in Europa. Da ist übrigens Griechenland nicht allein mit diesem Rentenalter.Liebe Grüsse
Udoals Antwort auf: Wirtschaftspolitische Betrachtungen allgemein und zu Griechenland #30140Hier auch noch ein interessanter Artikel
herzlichst
UdoEuro am Abgrund – Schweiz weist den Ausweg
Von Charles Wyplosz, Finanz+Wirtschaft.Der Euro steckt in einer kritischen Phase. Politische Fehlentscheide haben die Krise noch verschärft. Den Weg für eine mögliche Lösung zeigen die Schweiz und Deutschland.
Der Autor dieses Beitrags, Charles Wyplosz, ist Professor für Volkswirtschaft am Institut Universitaire de Hautes Etudes Internationales der Universität Genf und forscht am Centre for Economic Policy Research (CEPR) in London.
Die Schuldenkrise in Europa wächst sich zu einem Desaster aus. Politische Fehlentscheide haben die ohnehin heikle Situation noch verschlimmert. Zum ersten Mal ist der Euro in seiner Existenz bedroht. So hätte es nicht sein müssen. Nun gilt es für die Regierungen, ihr Vorgehen ernsthaft zu überdenken und ihr Urteilsvermögen zu schärfen.
Als Ende 2007 die Finanzmärkte die Staatsschulden Griechenlands, Portugals, Spaniens und Irlands immer tiefer zu bewerten begannen, ging einzig Irland entschlossen dagegen vor. Die anderen Länder blieben untätig. Der Lehman-Kollaps im September 2008 verschlimmerte die Situation für die Club-Med-Staaten erst recht. Doch auch da liess ihre Reaktion auf sich warten. Dann kam in Griechenland eine neue Regierung an die Macht. Die Märkte erwarteten, dass Athen rasch Massnahmen umsetzt. Als diese ausblieben, spitzte sich die Lage zu.
Regeln missachtet
Was das Vorgehen in einer solchen Krise angeht, bietet das Regelwerk der Union eine simple Antwort: Die No-Bailout-Klausel des Eurovertrags verbietet es den Regierungen, der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB), für die Verbindlichkeiten eines anderen Landes der Eurozone einzustehen. Tritt ein Land der Währungsunion bei, gibt es seine eigenständige Geldpolitik auf, behält aber die vollumgängliche Souveränität in Haushaltsfragen. Für ihre Staatsschulden ist somit jede Regierung allein verantwortlich.
Das soll verhindern, dass Mitgliedstaaten fiskalische Disziplinlosigkeit walten lassen in der Hoffnung, die anderen würden im Notfall zur Stützung des Euros zu Hilfe eilen. Wie es scheint, fürchten die Regierungen die Folgen der Griechenlandkrise für die Gemeinschaftswährung tatsächlich: Sie haben kurzerhand beschlossen, die No-Bailout-Klausel zu ignorieren. Damit haben sie eine Verknüpfung hergestellt zwischen den griechischen Staatsschulden und dem Euro.
Sobald diese Verknüpfung etabliert war, hatten die Finanzmärkte allen Grund, mit einem Bailout zu rechnen. Für eine Rettungsaktion war allerdings kein Prozedere vorgesehen, denn das Gesetzeswerk schliesst eine solche ja eben aus. Dann begannen sich die Fehlentscheide zu häufen. Zuerst wollte Europa es «allein schaffen» und forderte Griechenland auf, sich nicht an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zu wenden. Im Gegenzug wurde ausreichend Hilfe zugesichert. Notkonferenzen wurden abgehalten und «Hilfspakete» angekündigt, allerdings ohne deren Einzelheiten zu nennen.
Die kolportierten Beträge – in der Grössenordnung von 10 Mrd. € – waren völlig unrealistisch. Schon bald wurde klar, dass von konkreten Rettungsplänen keine Rede sein konnte: Es mangelte sowohl an Knowhow als auch an Einigkeit zwischen den Mitgliedstaaten. Jede neue Meldung über einen Rettungsplan machte die Sache nur schlimmer, weil den Märkten mit jedem Mal die Ratlosigkeit der Regierungen vor Augen geführt wurde. Deutschland trug den Gruppengedanken anfänglich mit, merkte aber schon bald, dass das Vorhaben unglaublich viel komplexer und teurer werden würde als ursprünglich angenommen. Doch alle seine Versuche, die Notbremse zu ziehen, scheiterten. Dafür war es schon zu spät.
Schliesslich wurde der IWF trotzdem um Hilfe ersucht. Das von ihm erarbeitete harte Programm nannte endlich einen Betrag – 100 Mrd. € –, der sich in einer realistischen Grössenordnung bewegte. Die Glaubwürdigkeit war aber bereits dahin. Die Märkte nahmen auch die übrigen Sünder ins Visier. Als Spanien und Portugal die Krise ebenfalls zu spüren bekamen, wuchs die Problematik zu neuen Dimensionen, denn Spanien ist eine grosse Volkswirtschaft, und das nächste Opfer könnte Italien sein.
Auf Drängen der USA und mit reger Beteiligung des IWF wurde ein neuer Rettungsplan über 750 Mrd. € bekanntgegeben. Gleichzeitig sagte die EZB zu, gefährdete staatliche Schuldpapiere aufzukaufen, und stoppte so den Kursverfall, da sie die Kurse quasi gegen unten absicherte. Das brachte endlich die lang ersehnte Verschnaufpause. Jetzt hat Europa etwas Zeit, die Lage zu analysieren und, hoffentlich, das weitere Vorgehen zu planen. Die Situation ist allerdings alles andere als rosig.
Zunächst gilt es die nähere Zukunft zu betrachten. Das Griechenland auferlegte Sparprogramm ist äusserst ………
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