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  • Diktiana
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      Hallo Knossos

      Da bist du aber schlecht informiert. Die Golddeckung hat auch schon zu DM-Zeiten nicht mehr existiert. Viel zu viel Geld war im Umlauf. Es gibt schon lange keine Währung mehr die mit Gold gedeckt ist.
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      Liebe Grüsse
      Udo

      Diktiana
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        China fürchtet um seine Milliarden in Europa

        Die Pigs-Krise bereitet den Chinesen grosse Sorgen. Denn sie haben in Europa eine riesige Summe investiert.

        Fallender Euro verkleinert sein Vermögen: China.

        China überprüft seine Euro-Anlagen. Hintergrund sind die wachsenden Sorgen über die marode Haushaltslage einiger europäischer Länder, wie die «Financial Times» am Mittwoch berichtete. Vertreter von Chinas Behörde für ausländische Währungen (Safe) haben sich demnach in den vergangenen Tagen mit Bankern aus Übersee getroffen, um mit ihnen über den Verschuldungsgrad von Euro-Zonen- Staaten zu sprechen.

        Dabei hätten sie Bedenken über ihre Investitionen in Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien ausgedrückt. China verwaltet mit 2,4 Billionen Dollar die weltweit grössten Währungsreserven, davon schätzungsweise 630 Milliarden Dollar in Euro-Zonen-Anleihen. Ein fallender Euro mindert den Wert des Portfolios. Experten gehen davon aus, dass die Volksrepublik derzeit davon absieht, ihre Euro-Investitionen zurückzufahren, um die Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten nicht zu verschlimmern.

        Vertreter des Handelsministeriums in Peking hatten die Sorge geäussert, dass die Abwertung des Euro die eigene Exportwirtschaft trifft. Ministerpräsident Wen Jiabao erklärte, China stehe bereit, die EU und den Internationalen Währungsfonds (IWF) bei ihren Plänen zur Stabilisierung der Euro-Zone zu unterstützen.

        >> Quelle

        Diktiana
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          Liebe westi

          Jetzt gehts rund. Nur die USA kann es sich noch leisten auf Kosten der ganzen Welt und wegen der Nochleitwährung des Dollar Billionen von Schulden zu machen (Allein China hat 860 Millionen Dollar Staatsanleihen der USA, die Nationalbank der Schweiz hat 200 Milliarden Fr. in Euro, Dollar und in japanischer Währung)).

          Italien folgt mit drastischem Sparpaket

          Nach Griechenland und Spanien beschliesst nun auch die italienische Regierung ein Milliarden-Sparprogramm. Noch vor zwei Monaten hatte Ministerpräsident Silvio Berlusconi das ausgeschlossen.

          Dem Beispiel anderer europäischer Länder folgend plant nun auch Italien ein drastisches Sparpaket. Bis 2012 sollen 24 Milliarden Euro eingespart werden. Damit soll das Defizit auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gesenkt werden. Im vergangenen Jahr lag es noch bei 5,3 Prozent.

          Offenbar sind Einschnitte beim Gesundheitssystem, Nullrunden bei Staatsbediensteten sowie Gehaltskürzungen für hohe Regierungsbeamte vorgesehen. Das Kabinett von Ministerpräsident Silvio Berlusconi wollte die Sparmassnahmen am Dienstag beschliessen.

          Italien hat mit 115 Prozent des BIP die höchste Gesamtschuldenlast unter den 16 Ländern der Eurozone. Noch Anfang April hatte Berlusconi versichert, dass Italien auch ohne Einsparungen aus der Krise kommen würde. Nun zieht Rom mit anderen Ländern gleich. Man müsse sehr grosse Opfer bringen, um Italien vor dem Griechenland-Risiko zu schützen, wurde ein enger Berater Berlusconis zitiert. Spanien will Milliarden im Beamtenapparat einsparen, Frankreich erhöht das Rentenalter und Portugal die Steuern. Deutschland wird im Juni über Einsparungen entscheiden.

          http://bazonline.ch/ausland/europa/Italien-folgt-mit-drastischem-Sparpaket/story/16995728

          Diktiana
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            Beitragsanzahl: 1535

            Und hier noch etwas zu Griechenland:

            «Griechenland muss wie eine Firma saniert werden»

            Privatbankier Konrad Hummler rechnet damit, dass Griechenland teilweise einen Schuldenerlass benötigen wird. Er empfiehlt dem Land einen vorübergehenden Austritt aus der Euro-Zone.

            Das Rettungspaket für Griechenland nützt nach Ansicht des Privatbankiers Konrad Hummler vor allem den Gläubigern, also den Banken. Griechenland komme aber mit den Hilfsmassnahmen allein nicht auf die Beine und werde zumindest teilweise einen Schuldenerlass benötigen.

            «Das Land müsste eigentlich saniert werden, wie eine Firma saniert wird», sagte der teilhabende Geschäftsführer der St. Galler Bank Wegelin im Gespräch mit dem Winterthurer «Landboten» (Freitagsausgabe). Er gehe davon aus, dass die Banken zumindest einen Teil ihrer Investitionen ans Bein streichen müssten.

            Risiko Italien

            Ein vorübergehender Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone wäre laut Hummler sinnvoll. Eine entwertete Drachme würde zum Beispiel den Tourismus ankurbeln: «Das Land wäre mit einer billigen Währung das ideale Reiseziel für den kommenden Sommer», sagte der bekannte Euro-Skeptiker.

            Überhaupt drohe die Eurozone kleiner zu werden: Schon in einem halben Jahr könnte das eine oder andere Land die Einheitswährung aufgeben. Ein Absturz Italiens, wo gemäss Hummler 250 Milliarden Euro Finanzierungsbedarf besteht, wäre ein Super-Schock wie die Pleite der US-Bank Lehman Brothers im September 2008: «Deutschland könnte Italien nicht retten», so Hummler.

            >> Quelle

            Diktiana
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              Liebe Ruth

              Und neben den Interessen der Finanz- und Wirtschaftswelt spielen auch noch nationale und patriotische, bewusste und unbewusste, Faktoren eine wichtige Rolle, siehe z.B. den Zeitungsartikel von heute:

              Europas Problem-Paar

              Ausgerechnet während der Euro-Krise geraten sich Nicolas Sarkozy und Angela Merkel in die Haare. Frankreich hat wieder mal diese alte Angst, Deutschland könne zu mächtig werden.

              Von Frankreich und Deutschland, einst die Sinnstifter der Währungsunion, erwartet Europa möglichst harmonische Führung. Nun überwerfen sie sich täglich. Zuletzt wieder zum Solo Berlins in Sachen Finanzmarktregulierungen, das in Paris als Affront empfunden wurde. Geht es etwa gerade um mehr als nur um Krisenbewältigung? Werden hier vielleicht gerade alte europäische Gesetzmässigkeiten neu verhandelt?

              Sarkozys Faustschlag

              Zunächst zum Klima. «Am Tag, als der Euro zu sterben drohte», wie die Zeitung «Le Monde» auf ihre erste Seite schrieb, am 7. Mai 2010, brauchte es offenbar eines Kraftaktes der Franzosen, um die Deutschen von der Notwendigkeit eines Rettungsmanövers zu überzeugen. «Le Figaro» beschrieb es so: «Sarkozy musste Merkel den Arm biegen.» Aus anderer Quelle hiess es, Frankreichs Präsident habe mit der Faust auf den Tisch geschlagen, als er die Geduld mit der zögernden Kanzlerin verloren hatte und europäische Solidarität mit Griechenland einforderte. Nun behauptet Sarkozy, die Rettung des Euro sei zu «95 Prozent» sein Verdienst. Da bleibt nicht viel für die Freunde jenseits des Rheins.

              Nicolas Sarkozy und Angela Merkel passten nie sonderlich gut zusammen. Es trennt sie allzu viel in Temperament und Politik. Ihre gemeinsamen Auftritte wirken oft künstlich herzlich. Hier stehen aber nicht nur zwei unterschiedliche Persönlichkeiten gegenüber, sondern zwei Modelle. In der Krise wird das deutlich. Die Franzosen sind stets in Sorge, dass Deutschland, sozusagen der Kern des Kerns Europas, allzu dominant werden könnte. Ihnen missfällt, dass sich die Nachbarn von innenpolitischen (und parteipolitischen) Überlegungen eher leiten lassen als vom gesamteuropäischen Wohl und unilateral entscheiden.

              Grosser Einsatz für den «Club Med»

              In der Presse war in den letzten Tagen die Rede davon, Deutschland gebärde sich neuerdings wie ein «kleines China» oder wie «eine grosse Schweiz». Die Franzosen dagegen sehen sich als Multilateralisten, als Machtbroker in einem grösseren Ganzen. In Paris sehnt man sich schon lange nach einer europäischen Wirtschaftsregierung, was die Deutschen immer abgelehnt haben. In dieser heiklen Phase setzte sich Sarkozy auffällig stark für die Länder ein, die Helmut Kohl einmal abschätzig «Club Med» nannte und an der Aufnahme in die Währungsunion hindern wollte: Griechenland, Spanien, Italien, Portugal. Paris versteht sich als Wortführer des Südens, des Mittelmeerraums, mit dem es bisher auch die budgetäre Laxheit teilte, was die Deutschen besonders nervte.

              Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gab nun drei Zeitungen aus dem «Club Med» ein Interview, um den Süden von ihrem europäischen Bekenntnis zu überzeugen. Das war wohl nötig. Sie forderte für die Zukunft viel mehr Disziplin in den Staatshaushalten – die Einhaltung der Maastrichter Stabilitätskriterien also, die einst zu den Gründungsmythen des Euro gehörten. Wie auch die Achse über den Rhein zu den Mythen gehörte: fest und scheinbar unverrückbar. Er leidet gerade stark.
              http://bazonline.ch/ausland/europa/Europas-ProblemPaar/story/13544339

              Dir auch schöne Pfingsten (Ich war übrigens letzte Woche in Franken)

              Diktiana
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                Beitragsanzahl: 1535

                Liebe Ruth

                Da kann man gespannt sein (oder befürchten) wo das noch hingeht.
                Die Waffenausfuhren explodieren (ja auch in Deutschland). Und irgendwo, an "geeigneten Orten", muss es dann wieder Kriege geben.

                Dass der Euro so unter Druck geraten kann, hat sicher etwas mit dem Widerspruch zu tun, dass keine Wirtschaftsunion geschaffen wurde, aber eine Währungsunion. Die USA will natürlich den Dollar als Leitwährung um jeden Preis erhalten, nur so kann sie auf Kosten der ganzen Welt weiterhin Billionen von Schulden machen.

                Übrigens habt ihr z.B. jemals über die Einführung des Euro abgestimmt, oder über die Wiedervereinigung, oder was immer das war? Da werden für 4 Jahre Personen gewählt, die das Blaue vom Himmel versprechen und dann tun was man ihnen sagt (Interessenvertretungen). Über wesentliche Dinge entscheidet nicht die Bevölkerung.
                Und das ganze nennt sich Demokratie (Volksherrschaft). Vielleicht eher eine Herrschaft über das Volk, oder?

                Liebe Grüsse

                Diktiana
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                  Hallo westi
                  Ich kann diese Einschätzungen, nachdem was ich gelesen habe, nur unterschreiben. Es ist unglaublich was sich allein die US-Regierung erlauben kann, weil der Dollar die weltweite Leitwährung ist. Eine astronomische Verschuldung, die jede Vorstellungskraft sprengt wird ignoriert und weiter Geld gedruckt, weil die anderen Staaten von den USA abhängig sind. Die USA leben heute auf Kosten der Welt recht gut. Zum Beispiel ist China ist mit US-Staatsanleihen von fast 860 Milliarden Dollar der grösste Gläubiger der USA und hat das Land wiederholt zur Konsolidierung ermahnt, um den Wert dieser Anleihen zu sichern. Aber so geht es vielen Staaten, die immer wieder den Dollar stützen mussten. Da ist Griechenland mit seinen Problemen ein kleines Fischchen.

                  herzlichst
                  Udo

                  Diktiana
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                    Na immerhin ähnelt das griechische Gyros dem türkischen Döner.
                    (Gyros kommt von gyre, der Bezeichnung für eine Drehungsachse).
                    Es ist fast das Gleiche wie der Döner! Es hätte sich also wer im Namen irren können, ohne unseren Bezug zu Griechenland zu haben.

                    Liebe Grüsse
                    Udo

                    Diktiana
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                      Hallo Jürgen

                      Ich finde letztlich die meisten dieser Aussagen in dieser Rubrik sind ganz einfach Klischees. Es gibt ganz einfach nicht den Deutschen, Schweizer, Griechen etc. Da gebe ich Dir recht. Aber zu schubladisieren ist eben eine menschliche Eigenschaft.

                      Herzlichst
                      Udo

                      Diktiana
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                        «Tödliche Gewalt ist ein Schock auch für die Griechen»

                        Interview: Olivia Kühni
                        Athen brennt, drei Menschen kamen am Mittwoch ums Leben. Was wollen die Demonstranten? Wie geht es weiter? Korrespondent Kai Strittmatter im Gespräch mit bazonline.ch/Newsnetz.

                        Kai Strittmatter, Korrespondent für die Türkei und Griechenland.

                        Wer sind die Menschen, die in Athen auf die Strasse gehen?
                        Heute waren in Athen vor allem die Beamten und die Angestellten des öffentlichen Dienstes auf den Strassen. Also die, die bei den kommenden Sparmassnahmen am meisten bluten müssen. Allerdings haben gerade die Beamten nur wenig Rückhalt beim Rest der Bevölkerung – die Mehrheit der Griechen weiss, dass der aufgeblähte Staatsapparat ein Grundübel ist, und dass hier gekürzt werden muss.

                        Was wollen sie?
                        Die Gewerkschaften verlangen, dass nicht nur bei den einfachen Leuten und Angestellten gekürzt werden soll. «Es gibt schon Reichtum in Griechenland. Man muss ihn nur verteilen», sagte mir ein Funktionär: «Die Unternehmer, die Reichen, die Diebe von früher – bei denen soll man das Geld holen.» Und es stimmt, dass die Griechen mehr Gerechtigkeit sehen wollen. Man will auch mal einen der korrupten Politiker, einen der reichen Steuerhinterzieher hinter Gitter sehen. Bloss wäre eine solche Aktion mehr symbolisch – Das Geld «in den Schatzkammern der Plutokratie», wie es die kommunistische Partei hier nennt, wird schlicht nicht reichen. Es müssen alle Opfer bringen.

                        Die Proteste sind heute eskaliert, drei Menschen sind gestorben. Wie entwickelt sich die Situation nach aktueller Einschätzung?
                        Jetzt am Mittwochabend ist es ruhiger, die Lage entspannt. Aber Vorhersagen sind schwierig. In der Vergangenheit sind gerade die jugendlichen Vermummten und Autonomen – die meist aus dem Stadtteil Exarchia kommen – nachts wieder auf die Strasse gegangen und haben randaliert. Andererseits könnte der Schock der Regierung auch zugutekommen: Anders als im Dezember 2008 hat hier nicht die Polizei einen Jugendlichen umgebracht – sondern die Autonomen selbst haben nun vermutlich drei Leute auf dem Gewissen.

                        Sind Proteste in dieser Heftigkeit für Griechenland zur Gewohnheit geworden?
                        Tödliche Gewalt ist natürlich eine absolute Ausnahme und ein Schock auch für die Griechen. Demonstrationen und Streiks hingegen sind geradezu zum täglich Brot der Griechen geworden. Das sieht im Fernsehen in der Schweiz meist wilder aus als es hier ist – weil die Anzahl der Demonstranten gegen die Sparmassnahmen bislang erstaunlich niedrig war.

                        >> Quelle

                        Diktiana
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                          Gewalttätige Proteste fordern erstes Todesopfer in Athen

                          Bei den Protesten gegen die Sparpläne der griechischen Regierung kommt es in Athen und Thessaloniki zu schwersten Ausschreitungen. Unterdessen legt ein 24-stündiger Ausstand das öffentliche Leben lahm.

                          Bei den gewaltsamen Protesten in Athen hat es am Mittwoch ein Todesopfer gegeben. Nach Angaben der Feuerwehr befand sich das Opfer in einer Bank, die zuvor von jugendlichen Demonstranten durch Molotowcocktails in Brand gesetzt wurde.

                          In Athen setzte die Polizei Tränengas gegen jugendliche Demonstranten ein, die versuchten, eine Absperrung der Polizei vor dem Parlamentsgebäude zu durchbrechen, wie AFP-Reporter berichteten. Polizisten und Demonstranten lieferten sich Kämpfe. Die Demonstranten schleuderten in der Innenstadt nicht nur Molotowcocktails gegen Banken und Geschäfte, sondern demolierten mit Eisenstangen Bushaltestellen und Schaufenster.

                          Im nördlichen Thessaloniki warfen mehrere junge Demonstranten nach Angaben der Polizei Steine gegen Einsatzbeamte und auf Schaufenster. Die Uniformierten seien auch dort mit Tränengas gegen Randalierer vorgegangen, hiess es.

                          Griechische Regierung unter Druck

                          Die beiden grossen griechischen Gewerkschaftsverbände, GSEE für die private Wirtschaft und ADEDY für den öffentlichen Dienst, hatten für heute zum Generalstreik aufgerufen. Die GSEE veröffentlichte am Mittag eine Erklärung, wonach es sich «um die bisher bedeutendste» Kundgebung in Griechenland handele.

                          Die Proteste richten sich gegen den strengen Sparplan der Regierung, den diese mit den Euroländern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Gegenzug für Kredithilfen in Höhe von 110 Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre aushandelte. Das griechische Parlament soll am Donnerstag über das Sanierungspaket abstimmen.

                          Keine Busse, Bahnen und Fähren

                          Der Streik, an dem sich nach Angaben verschiedener Gewerkschaften bis zu drei Millionen Griechen beteiligen könnten, legt mittlerweile weite Teile des öffentlichen Lebens lahmzulegen. Bereits um Mitternacht Ortszeit waren die Fluglotsen in den Ausstand getreten. Der griechische Luftraum wird bis Mittwochnacht geschlossen bleiben.

                          Am Mittwochmorgen schlossen sich die Bus- und U-Bahnfahrer dem Streik an. Aus dem Hafen von Piräus liefen keine Fähren mehr aus. Die Staatsbediensteten streiken bereits seit Dienstag für 48 Stunden. Ärzte behandeln nur Notfälle. Nachrichten im Radio und Fernsehen gibt es nicht, weil die Journalisten sich für 24 Stunden am Streik beteiligen.

                          Massenkundgebungen in Athen

                          Nach Schätzungen der Polizei gingen allein in Athen etwa 100’000 Menschen auf die Strasse; die Gewerkschaften sprachen sogar von mehr als 200’000 Teilnehmern. Nach Angaben von politischen Beobachtern war es eine der grössten Demonstrationen der vergangenen 20 Jahre in Griechenland. «Die Diebe sollen jetzt ins Gefängnis», skandierten Demonstranten.

                          Am Nachmittag werden weitere zehntausende Menschen im Stadtzentrum erwartet. Ihre Forderungen: «Den Preis für die Krise sollen nicht die kleinen Leute sondern diejenigen bezahlen, die das Geld geklaut haben.» Das Programm der Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts sieht unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte sowie erhebliche Einsparungen im Sozialbereich vor.

                          Viele Menschen befürchten, dass weitere Kürzungen bevorstehen. In dem Abkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) mit Griechenland ist nach Angaben griechischer Zeitungen die Rede von weiteren Einsparungen im Jahre 2013 und 2014 in Höhe von knapp elf Milliarden Euro.

                          IWF-Chef kritisiert hohe Zinsen

                          Unterstützung erhielten die Griechen von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn. Er kritisierte den Zinssatz von fünf Prozent, zu dem die Europäer Athen Geld leihen. «Ich denke, man hätte sich mehr anstrengen können, denn je billiger man Kredit gibt, desto besser hilft man den Griechen», sagte er dem «Parisien». Der IWF bietet sein Geld einen halben Prozentpunkt billiger an.

                          Trotz des hohen Zinses bleiben die Darlehen in den EU-Ländern umstritten. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sah sich zu Rechtfertigungen gezwungen. Vor dem Bundestag verwies sie erneut auf eine «Notsituation».

                          Regierungserklärung von Merkel

                          In einer Regierungserklärung hob Merkel hervor, dass Athen keinen Zugang mehr zu den Finanzmärkten habe. Auch Deutschland helfe deshalb wie die anderen Euro-Länder mit Krediten von 22,4 Milliarden Euro in drei Jahren, für die «in letzter Konsequenz» der Steuerzahler bürge. Es gehe um «nicht mehr, um nicht weniger als die Zukunft Europas».

                          Der IWF-Chef warnte vor einem Übergreifen der griechischen Finanzkrise auf andere EU-Staaten und plädierte für eine Wirtschaftsregierung der Euro-Zone. «Wir müssen es schaffen, eine Ansteckung zu verhindern», forderte Strauss-Kahn. Der Umfang des Griechenlandplans von 110 Milliarden Euro diene auch dazu.

                          Spanien bekräftigt seinen Sparkurs

                          Die spanische Regierung signalisierte derweil erneut ihren Willen zu einem konsequenten Sparkurs. Sie plant aber keine neuen Einschnitte. Zunächst müssten die bereits angekündigten Ziele zum Defizit-Abbau erreicht werden, sagte Wirtschaftsministerin Elena Salgado dem Radiosender «La SER».

                          Die Regierung in Madrid will die Neuverschuldung von mehr als elf Prozent der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr bis 2013 unter die EU-Obergrenze von drei Prozent drücken. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte am Dienstag Spekulationen über drohende finanzielle Schwierigkeiten des Landes vehement zurückgewiesen.

                          >> Quelle

                          Diktiana
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                            als Antwort auf: Urlaub sicher? #28500

                            Hallo Nikki

                            Wieso soll es nicht klappen?
                            Die Griechen in den unterschiedlichsten Landesteilen sind sehr gastfreundlich. Sie wissen sehr zu unterscheiden was die Regierungen tun und wo Einzelne stehn. Wie Uli schon erwähnte, auch die Besatzungszeit und die Greuel während der deutschfaschistischen Besatzung ist in ganz Griechenland nicht vergessen, aber die Menschen in Griechenland machen keine kollektiven Vorwürfe. Das ist mir schon ab 1970 in meinen Griechenlandreisen aufgefallen.
                            Genauso ist es doch jetzt mit der jetzigen Krise. Die Unterpriveligierten werden am meisten leiden, aber sie werden unterscheiden, wer profitiert hat und weiter profitiert – und wer dafür verantwortlich ist und wer nicht, für das Desaster.
                            Ob in dieser Zeit Streiks sein werden kann niemand sagen. Ob der Vulkan in Island wieder spukt, oder sein Nachbarvulkan ausbricht, wer weiss das schon? Es gibt immer Dinge, die man nicht voraussehen kann. Das ist das Leben.
                            Es gibt also keine restlose Sicherheit, auch für unser Leben nicht. Aber um die Haltung der Griechen würde ich mir am wenigsten Sorgen machen. Auch andere Länder haben im Moment zu kämpfen.

                            Liebe Grüsse
                            Udo

                            Diktiana
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                              als Antwort auf: Rätsel #28027

                              Liebe Brigitte

                              Retsinakanister kann man vorwärts wie rückwärts lesen: Das ist das Palindrom. [smiley=beer.gif]

                              Kalimera
                              Udo

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                                Alle Flüge von und nach Griechenland wegen Generalstreik gestrichen

                                In Griechenland hat ein Generalstreik gegen das massive Sparprogramm der Regierung begonnen. Der Streik, an dem sich nach Angaben verschiedener Gewerkschaften bis zu drei Millionen Griechen beteiligen könnten, droht weite Teile des öffentlichen Lebens lahmzulegen.

                                Kein Bus, keine U-Bahn und keine Fähre fährt mehr Bereits um Mitternacht Ortszeit waren die Fluglotsen in den Ausstand getreten. Der griechische Luftraum wird bis Mitternacht geschlossen bleiben. Am Morgen schlossen sich die Bus- und U-Bahnfahrer dem Streik an. Aus dem Hafen von Piräus liefen keine Fähren mehr aus.

                                Die Staatsbediensteten streiken bereits seit Dienstag für 48 Stunden. Ärzte behandeln nur Notfälle. Nachrichten im Radio und Fernsehen gibt es nicht, weil die Journalisten sich für 24 Stunden am Streik beteiligen.

                                Am Nachmittag werden zehntausende Demonstranten im Athener Stadtzentrum erwartet. Das Programm der Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts sieht unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte sowie erhebliche Einsparungen im Sozialbereich vor.

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                                Diktiana
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                                  Landesweiter Streik lähmt öffentliches Leben in Griechenland

                                  Die Griechen wollen gekürzte Löhne, massive Steuererhöhungen und Einstellungsstopps im Staatsdienst nicht so ohne weiteres hinnehmen. Ministerien, Steuerämter und alle anderen Behörden waren wegen Streiks und Protesten den ganzen Tag unterbesetzt.

                                  Viele Schulen blieben mangels arbeitender Lehrer geschlossen. Rund 100 aufgebrachte Lehrkräfte versuchten nach der zunächst friedlich verlaufenen Demonstration Absperrungen zu durchbrechen und bis zum Eingang des Parlamentsgebäudes vorzudringen.

                                  Sie bewarfen die Polizei mit Flaschen und Steinen. Die Beamten setzten Tränengas ein, um die Randalierer auseinander zu treiben, wie Augenzeugen berichteten. Die Lage beruhigte sich aber relativ rasch.

                                  Dutzende Mitglieder der kommunistischen Gewerkschaft PAME hängten Morgen auf der Akropolis – dem Wahrzeichen Athens – zwei grosse Transparente auf, auf denen auf griechisch und englisch stand: "Völker Europas erhebt Euch – Peoples of Europe rise up".

                                  Zudem forderten sie den Internationalen Währungsfonds, der das Sparprogramm mitausgearbeitet hat, dazu auf, "aus dem Land zu verschwinden". Das soll erst der Anfang sein – für Mittwoch sind Massenproteste geplant.

                                  Das Stadtzentrum Athens solle mit Demonstranten überflutet werden, hiess es bei den Gewerkschaften. Unter anderem wollen die Fluglotsen den Luftraum über Griechenland bis Mittwoch 23.00 Uhr komplett schliessen.

                                  Die Gewerkschaft der Staatsbediensteten bekräftigte, dass das Sparprogramm die Löhne ihrer Mitglieder bis zum Jahresende um 30 Prozent kürze. "Deswegen streiken wir", hiess es.

                                  Während die Demonstranten in Griechenland gegen die Sparmassnahmen Sturm liefen, setzte die EU ihre Bemühungen unbeirrt fort: Die EU-Kommission erwartet eine baldige Bereitstellung der Hilfen, wie es in Brüssel hiess.

                                  In den meisten Euro-Staaten müssen die jeweiligen Parlamente der beispiellosen Unterstützung zustimmen, die über drei Jahre hinweg insgesamt 80 Milliarden Euro erreichen soll.

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                                Ansicht von 15 Beiträgen – 331 bis 345 (von insgesamt 1,004)