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Anonym
Dezember 15, 2008 um 7:32 a.m. UhrBeitragsanzahl: 5352Gegen die Zustände im staatlichen Bildungssystem haben Schüler friedlich demonstriert. Private Nachhilfeinstitute verdienen prächtig an der Misere. 60 Prozent der Griechen halten die Proteste für eine soziale Erhebung.
ATHEN – Auf der Hermes-Straße, Athens traditioneller Einkaufsmeile, schneidet ein Clown Grimassen und verteilt Luftballons an die Kinder. Weihnachtseinkäufer schlendern an den Schaufenstern entlang. Die Straßencafes sind gut besucht, das Thermometer zeigt fast 20 Grad. Oberflächlich ist Normalität eingekehrt an diesem Wochenende. In Rekordzeit haben viele Geschäftsinhaber die zertrümmerten Schaufenster reparieren lassen und die geplünderten Auslagen hergerichtet, um wenigstens den Rest des Weihnachtsgeschäfts mitzunehmen.
Aufräumarbeiten
Während Arbeiter der städtischen Straßenreinigung auf dem Syntagmaplatz dabei sind, die Trümmer des verwüsteten Weihnachtsmarkts und die traurigen Reste des Christbaumes zu beseitigen, den Autonome vergangene Woche abfackelten, versammeln sich vor dem Parlamentsgebäude tausende Schüler und Studenten. Viele tragen weiße T-Shirts und Jacken – um sich von den schwarz gekleideten Anarchisten abzugrenzen, die während der vergangenen Woche in Athen gewütet haben. Viele haben Kerzen und Blumen mitgebracht.
Gruss Haui
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