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Anonym
März 16, 2008 um 6:09 p.m. UhrBeitragsanzahl: 5352Streit um "Mazedonien": Skopje und Athen beraten in Wien
Vertreter Mazedoniens und Griechenlands sollen morgen in Wien zusammenkommen, um auf Vorschlag von UNO-Vermittler Matthew Nimetz einen weiteren Versuch zu unternehmen, ihren langjährigen Namensstreit noch vor dem NATO-Gipfel im April zu lösen.
Das berichtete der mazedonische TV-Sender A-1. Wie die APA erfuhr, soll die Gesprächsrunde in den Räumlichkeiten der Vereinten Nationen (UNO) in Wien stattfinden.
Griechenland hatte angedroht, die Aufnahme Mazedoniens in die NATO-Allianz blockieren zu wollen, sollte zuvor der Namensstreit nicht beigelegt werden.
"Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien"
UNO-Vermittler Nimetz hatte Anfang des Jahres vorgeschlagen, dass die "Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien", wie sie bisher offiziell genannt wird, in Zukunft als Neue Republik von Mazedonien, Konstitutionelle Republik Mazedonien, Demokratische Republik Mazedonien, Unabhängige Republik Mazedonien oder Republik-Ober-Mazedonien bezeichnet werden könnte.Bei einer Einigung auf einen dieser Namen sollte dieser dann auch als offizieller Name bei internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen und der NATO geführt werden.
Von 120 Staaten bereits anerkannt
Für Mazedonien wären die Bezeichnungen Unabhängige Republik Mazedonien oder Demokratische Republik Mazedonien in den bilateralen Beziehungen zu Griechenland annehmbar, allerdings nicht in Kontakten mit jenen 120 Staaten, die Mazedonien unter seinem Verfassungsnamen – Republik Mazedonien – bereits anerkannt haben, oder in Bezug auf internationale Organisationen.Griechenland widersetzt sich dem offiziellen Namen seines nördlichen Nachbarn und sieht darin einen Gebietsanspruch auf seine gleichnamige Nordprovinz.
Der Namensstreit datiert aus den frühen 90er Jahren. Mazedonien wurde 1992 wegen des Streites mit Griechenland unter der Bezeichnung Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien (FYROM) in die UNO aufgenommen.
Anonym
März 31, 2008 um 3:01 p.m. UhrBeitragsanzahl: 5352Griechenland / Athen. Die Lösung der Namensfrage der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien (UNO-Kurzbezeichnung: FYROM) ist vor dem NATO-Gipfel, der am Mittwoch in Bukarest stattfindet, in eine Sackgasse geraten. In Bukarest wollen die Staats- und Regierungschefs der 26 Mitgliedsstaaten der NATO über die Erweiterung des Verteidigungsbündnisses beraten. Sollte bis Mittwochabend keine Lösung in der Namensfrage gefunden worden sein, wird Griechenland – wie angekündigt – Veto gegen den geplanten Beitritt der FYROM einlegen.
Anonym
April 3, 2008 um 1:59 p.m. UhrBeitragsanzahl: 5352NATO führt keine Beitrittsgespräche mit Mazedonien
BUKAREST (AP)–Die NATO hat auf ihrem Gipfel in Bukarest beschlossen, vorerst keine Beitrittsgespräche mit Mazedonien zu führen. Die ursprünglich geplante Einladung an die Regierung in Skopje scheiterte am Veto Griechenlands.
Die Teilnehmer des Gipfels vereinbarten jedoch, dass Mazedonien die Mitgliedschaft in Aussicht gestellt werde, sobald der Namensstreit mit Griechenland gelöst sei, teilte der lettische Präsident Valdis Zatlers am Donnerstag mit. Die Regierung in Athen verlangt, dass die frühere jugoslawische Republik auf die Bezeichnung Mazedonien im Staatsnamen verzichtet. Griechenland befürchtet, das Nachbarland könnte aus seinem Namen territoriale Ansprüche auf die nordgriechische Region Makedonien ableiten.
Griechenland zur Wiederaufnahme von Verhandlungen mit Skopje bereit
Griechenland sei bereit die Verhandlungen mit Skopje wieder aufzunehmen, dies erklärte gestern Premierminister Kostas Karamanlis von Bukarest aus.
Karamanlis setzte sich für den Beitritt der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien (FYROM) zur NATO ein, jedoch müsse zuerst – so der Premier- die Namensfrage im gegenseitigen Einvernehmen mit Griechenland gelöst werden.
Der Premierminister erklärte außerdem, dass das griechische Veto nicht zur Destabilisierung der Balkanregion führen werde und die Beziehungen Griechenlands mit den USA würden dadurch auch nicht negativ beeinflusst.
Abschließend verwies Karamanlis darauf, dass Griechenland keine zusätzlichen Truppen nach Afghanistan senden werde jedoch werde die intensivere Teilnahme am Wiederaufbau des Landes untersucht.
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