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Chaos nach Streiks – stundenlang kein Strom
Athen. sda/dpa/baz. Steckengebliebene Fahrstühle und chaotische Verkehrsverhältnisse: Wegen eines Streiks der Angestellten der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) ist in Griechenland am Mittwoch vielerorts der Strom ausgefallen.
Wie das griechische Radio berichtete, besetzten Gewerkschaftsmitglieder die Hälfte der Kohle- und Wasserkraftwerke des Landes und stoppten deren Betrieb. Die Stromunterbrechungen dauerten zwischen zwei und vier Stunden.
Weil die Arbeiter die Streiks nicht angekündigt hatten, blieben nach Angaben der Feuerwehr dutzende Menschen in Fahrstühlen stecken. Wegen des Ausfalls von Ampeln kam es im Süden Athens zu chaotischen Verkehrsverhältnissen und Staus. Betroffen waren auch die Insel Kreta sowie Gebiete in Mittel- und Nordgriechenland.
Streiks und Stromausfälle in Griechenland
Die wichtigsten Energieunternehmen haben die Versorgung eingeschränkt, Arbeiter und Angestellte protestieren gegen die Pensionsreform
Athen – Ein seit vier Tagen anhaltender Streik in Griechenland hat zu Stromausfällen geführt. Das wichtigste Energieunternehmen schränkte am Donnerstag die Versorgung weiter ein. Die Angestellten und Arbeiter aus anderen Branchen protestieren gegen eine Pensionsreform, die am Donnerstag dem Parlament vorgestellt wurde.
Die Stromausfälle dauerten jeweils etwa zwei Stunden und betrafen fast 50 Gebiete im ganzen Land, darunter Teile Athens. Die Behörden baten die Bevölkerung, Strom zu sparen, und warnten davor, Aufzüge zu benutzen. Das Energieunternehmen produzierte etwa 40 Prozent weniger Strom als sonst.
Bankangestellte riefen am Donnerstag einen Streik von 24 Stunden aus. Bei der Zentralbank legte ein Ausstand den Zahlungsverkehr lahm und führte zur Schließung der Börse.
Reform des Pensionssystems
Ministerpräsident Konstantinos Karamanlis hatte am Mittwoch eine Reform des Pensionssystems angekündigt. Er bezeichnete das derzeitige System als chaotisch. Es drohe, in den nächsten Jahren zusammenzubrechen. Im Dezember vergangenen Jahres und im Februar kam es aus Protest gegen die Rentenreform bereits zu Generalstreiks, die das öffentliche Leben einschränkten. Die Gewerkschaften befürchten niedrigere Alterseinkünfte und höhere Renteneintrittsalter. (APA/AP)
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