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Streik: Benzin in Griechenland wird knapp
Athen (dpa) – Die Streiks gegen das radikale Sparprogramm der griechischen Regierung zeigen Wirkung: Benzin und andere Treibstoffe wurden nach vier Tagen Streik der Zollbeamten knapp. Bleifreies Benzin hatte nur jede zweite Tankstelle in Athen noch vorrätig. Auf einigen Inseln gab es gar kein Benzin mehr. Vor den noch offenen Tankstellen bildeten sich lange Warteschlangen. Zudem traten die Taxifahrer in einen 24-stündigen Streik. Die Versorgungsengpässe könnten in den nächsten Tagen schlimmer werden.
Griechische Zöllner streiken – Benzin wird knapp
In Griechenland wird wegen des Streiks von Zollbeamten gegen das Sparprogramm der Regierung der Treibstoff rar. Einige Inseln sitzen bereits völlig auf dem Trockenen. Einzig auf Kreta gibt’s wieder Sprit.
In Griechenland ist der Sprit ausgegangen. Ein Streik der Zöllner hat große Teile des krisengeschüttelten Landes von Treibstofflieferungen abgeschnitten. Am Freitag wurden nur 300 der 1300 Tankstellen in der Hauptstadt Athen zum Tanken geöffnet. Einige Inseln saßen bereits völlig auf dem Trockenen. Die Regierung beantragte eine einstweilige Verfügung gegen das Vorgehen der Gewerkschaft der Zollbeamten. Ein Gericht soll am Samstag entscheiden, ob der Streik legal oder illegal ist.
Mit ihrem Ausstand protestieren die Zollbeamten seit Tagen gegen das radikale Sparprogramm, mit dem die griechische Regierung den immensen Schuldenberg des Landes abbauen will. Die massiven Proteste sollen noch ausgeweitet werden: Am 24. Februar wollen Gewerkschaften mit einem landesweiten Streik das gesamte öffentliche Leben lahmlegen.
Die Zollbeamten wollen noch bis kommenden Mittwoch weiter streiken. "In ein paar Tagen werden wir überhaupt kein Benzin mehr haben und alles wird lahmliegen", sagte ein Sprecher der Tankwarte Griechenlands im Rundfunk. Vor den noch offenen Tankstellen bildeten sich vor dem Wochenende bereits lange Warteschlangen. Zugleich traten am Freitag die Taxifahrer in einen 24 Stunden langen Streik.
"Wir können weder exportieren noch importieren und müssen noch zusätzlich Lagergebühren zahlen", protestierten Vertreter der Händler im Fernsehen. Die Wirtschaft des Landes stehe "am Rande des Abgrunds", erklärten sie. Unterdessen bröckelte der Streik: Zollbeamte auf der Insel Kreta, die politisch den regierenden Sozialisten nahestehen, beendeten den Streik und belieferten die fünftgrößte Mittelmeerinsel mit Treibstoffen.
Wegen seiner enormen Schulden und Defizite hat die EU Griechenland vergangenen Dienstag in beispielloser Weise unter Aufsicht gestellt. Die Gewerkschaften wenden sich mit den Streiks gegen die Sparmaßnahmen der sozialistischen Regierung, die die Verschuldung des Landes massiv senken muss. Das Defizit als Anteil des Bruttosozialproduktes (BIP) muss von knapp 13 Prozent bis zum Jahresende um mindestens vier Prozentpunkte gedrückt werden. Anderenfalls sollen weitere Kürzungen und Einsparungen von Brüssel verordnet werden.
Die EU plädiert für höhere Steuereinnahmen und Einsparungen bei Renten und Sozialabgaben. Athen hat bislang Lohnkürzungen von fast zehn Prozent für alle Staatsangestellten beschlossen. Die Steuern auf Tabak, Spirituosen und Treibstoff wurden drastisch erhöht.
Gericht erklärt Streik der Zöllner illegal
Ein Athener Gericht hat am Samstag den Streik der Zollbediensteten für illegal erklärt, der seit Dienstag zu einer Benzinknappheit in Griechenland geführt hat. Die Regierung äußerte daraufhin die Erwartung, dass die Zöllner am Sonntag wieder den Dienst aufnehmen. Die wollten wegen des harten Sparkurses zur Haushaltssanierung eigentlich bis Mittwoch im Ausstand bleiben. Die Streikleitung will am Sonntag über das weitere Vorgehen beraten. Am Freitag hatten bereits Zollbedienstete in Nordgriechenland und auf Kreta die Arbeit wieder aufgenommen.
Streik der Zollbeamten in Griechenland beendet
Athen (dpa) – Tankstellen in Griechenland dürften bald wieder Sprit haben: Ein Gericht erklärte heute den Streik der griechischen Zollbeamten für illegal. Zuvor hatte die sozialistische Regierung eine einstweilige Verfügung beantragt. Der Streik drohte große Teile des krisengeschüttelten Landes noch stärker zu belasten. In der Hauptstadt Athen hatten heute nur wenige Tankstellen zum Tanken geöffnet. Einige Inseln saßen bereits völlig auf dem Trockenen. Die Zollbeamten hatten fünf Tage lang gestreikt.
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