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      Romanpreis der Académie Française für Vassilis Alexakis
      Preis mit 7500 Euro dotiert

      © Die Berliner Literaturkritik, 26.10.07

      PARIS (BLK) – Der aus Griechenland stammende Schriftsteller und Zeichner Vassilis Alexakis hat für sein Werk „Ap. J.-C.“ den diesjährigen Romanpreis der Académie Française erhalten. Alexakis habe sich im zweiten Wahlgang mit zwölf gegen elf Stimmen gegen Christophe Donner und Jean Pérol durchgesetzt, teilte die Institution am Donnerstag (25. Oktober 2007) in Paris mit. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert. 2006 hatte der US-Amerikaner Jonathan Littell für sein Werk „Les Bienveillantes“ die Auszeichnung erhalten.

      In dem gerade erschienenen Werk „Ap. J.-C.“ geht Alexakis weit in die Geschichte seiner Heimat und der europäischen Kultur zurück, um Facetten der modernen Gesellschaft aufzuzeigen. Ein Student recherchiert im Auftrag einer alten Dame über die Mönche von Athos. Die Recherche führt über die Zeit des ersten Klosters auf dem Berg Athos vor 1000 Jahren weit zurück bis in die Antike. Der Student entdeckt, dass die Christianisierung mit Bluttaten und Zerstörungen des Kulturerbes verbunden war. Er lernt bei der Recherche aber auch zahlreiche interessante Persönlichkeiten kennen und entdeckt Einfluss und Privilegien der reichen aktuellen Elite des Landes.

      Alexakis wurde am 25. Dezember 1943 geboren und kam 1961 als Student nach Frankreich. 1967 erlebte er in Griechenland den Staatsstreich der Militärs. Seitdem lebt er abwechselnd in Paris und in seiner Heimat. Alexakis schreibt auf Griechisch und Französisch und setzt sich in seinen Romanen mit beiden Kulturen auseinander. Sein erstes Werk „Le Sandwich“ erschien 1974. 1995 erhielt Alexakis für „La Langue Maternelle“ (Die Muttersprache) den französischen Médicis-Preis. (dpa/wip)

      Literaturangaben:
      ALEXAKIS, VASSILIS: Das Rätsel von Delphi. Roman. Aus dem Griechischen von Dimitris Depountis. Rotpunktverlag, Zürich 2001. 353 S., 20 €.

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