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Parthenon-Fries muss sein
Athen lässt London "keine Entschuldigung mehr" gelten, wenn es um die Rückgabe der Elgin Marbles gehtAthen – Was zwischen Deutschland und Ägypten die Nofretete-Büste als Zankapfel herhalten muss, besorgen zwischen Großbritannien und Griechenland die "Elgin Marbles": Teile des Athener Parthenon-Frieses und anderer Denkmäler der Akropolis, die Lord Elgin, der damalige britische Botschafter in Konstantinopel, Anfang des 19. Jahrhunderts demontieren und nach England bringen ließ. Athen fordert seit mehr als einem Vierteljahrhundert die Rückgabe der Antiken, die im British Museum ausgestellt sind.
Und Griechenland erhöht den Druck: Das British Museum hatte immer argumentiert, in Athen gebe es keinen geeigneten Aufbewahrungsplatz für die Friesteile – mit dem Bau des neuen Akropolis-Museums ist das aus Athener Sicht jedoch hinfällig. "Die Bedingungen sind reif. Es ist die Pflicht von uns allen, unsere Kräfte zu diesem Zweck zu bündeln", sagte Ministerpräsident Kostas Karamanlis nach einem Besuch des neuen Akropolis-Museums unterhalb des Wahrzeichens Athens. Mit der für 2008 vorgesehenen offiziellen Eröffnung dieses neuen Museums gebe es "keine Entschuldigung mehr". Auch die letzten Argumente der Rückgabe-Verweigerer seien mit dem Bau des neuen Museums "zunichte gemacht" worden. (APA/dpa/red)
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