-
AutorBeiträge
-
Ostern 2007, Fest der Ökumene
Bischof Frangiskos Papamanolis wünscht sich gemeinsames Osterfest mit der Orthodoxie
SYROS, Griechenland, 3. April 2007 (ZENIT.org).- Der griechisch-katholische Bischof Frangiskos Papamanolis ist sehr froh darüber, dass das Osterfest in diesem Jahr in Ost und West auf denselben Tag fällt. So hätten die Kirchen Gelegenheit, die Auferstehung Jesu gemeinsam zu begehen.
Der Hirte von Syros erklärte gegenüber ZENIT, dass die katholische Gemeinde in Griechenland das österliche Triduum normalerweise zeitgleich mit der orthodoxen Kirche feiere. „Ostern an unterschiedlichen Tagen zu feiern, das schafft nicht nur soziale Probleme, sondern bringt für uns auch pastorale Probleme mit sich.“
Durch die Gregorianische Kalenderreform des Jahres 1582 wurden die Ungenauigkeiten des julianischen Kalenders durch die Auslassung von zehn Tagen ausgeglichen. Unmittelbar auf den 4. Oktober folgte damals im Westen der 15. Oktober.
Dass das Osterfest unlöslich mit dem jüdischen Passah verbunden ist, das wurde auf dem ersten Konzil von Nicäa (325) nachhaltig bekräftigt. Dadurch ist es an den Sonntag gebunden, der auf den ersten Vollmond nach der Frühlingstag- und nachtgleiche folgt.
Der Vorsitzende der griechisch-katholischen Bischofskonferenz betonte, dass es ihm und den Gläubigen großen Schmerz bereite, Ostern an einem anderen Tag feiern zu müssen als Rom. „Noch mehr Kummer macht es uns, dass wir in Griechenland Ostern nicht gemeinsam feiern können, weil es dort viele gemischte Familien gibt.“
Bischof Frangisko Papamanolis, der für die Diözesen Syros, Santorini und Kreta zuständig ist, wünscht sich einen gemeinsamen Ostertermin, damit die westliche und die östlich-orthodoxe Christenheit immer gemeinsam Ostern feiern könne.
Im kommenden Jahr feiern die Katholiken Ostern am 28. März und die Orthodoxen am 23. April. Der nächste gemeinsame Ostertermin ist der 4. April 2010.
-
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
