WARNSCHÜSSE ODER ABSICHT?
Mordprozess gegen Polizisten in Griechenland
Amfissa (apn) Mit zweitägiger Verspätung hat in Griechenland der Prozess gegen zwei Polizisten wegen des Todes eines 15-jährigen Jungen begonnen. Die Verhandlung findet aus Sicherheitsgründen in der Kleinstadt Amfissa, rund 200 Kilometer westlich von Athen, statt. Den Angeklagten werden Mord beziehungsweise Beihilfe zum Mord zur Last gelegt. Der Jugendliche, Alexandros Grigoropoulos, war im Dezember 2008 während eines Polizeieinsatzes von einer Kugel tödlich getroffen worden.
Der Vorfall löste landesweite Unruhen aus. Eigentlich sollte die Hauptverhandlung bereits am Mittwoch beginnen, wurde aber auf Freitag vertagt, weil einer der Verteidiger nicht anreisen konnte.
Die beiden angeklagten Polizisten weisen den Mordvorwurf zurück. Nach ihrer Darstellung wurde Grigoropoulos von einem Querschläger getroffen, als die Polizei am 6. Dezember 2008 Warnschüsse abgab, um gewalttätige Krawalle anarchistischer Demonstranten zu stoppen. (AP)
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