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      Griechenland will Flüchtlingslager in Patras auflösen

      Athen. Seit über zehn Jahren hausen tausende illegale Einwanderer unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem Slum am Rand der westgriechischen Stadt Patras. Jetzt will das griechische Innenministerium dem Elend ein Ende machen, das derzeit besonders die Kinder im Lager betrifft.

      Griechenland will sein Flüchtlingslager in Patras auflösen. Die Flüchtlinge, überwiegend Afghanen, die illegal aus der Türkei nach Griechenland kamen und von Patras als blinde Passagiere nach Italien überzusetzen hoffen, sollen in einer Kaserne untergebracht, verpflegt und medizinisch betreut werden.

      Das kündigte Innenminister Prokopis Pavlopoulos bei einem Besuch in dem Slum an. Das Elendsviertel werde bis Ende Mai geschlossen. Der Minister zeigte sich erschüttert angesichts der skandalösen Zustände im Lager, über die nicht nur griechische Zeitungen, sondern auch ausländische Medien berichtet hatten.

      Keine Sanitäranlagen

      Sanitäre Einrichtungen gibt es so gut wie gar nicht. Viele Bewohner des Lagers, das aus hunderten selbstgezimmerten Verschlägen und Hütten besteht, sind krank. Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen” hat zwar im Lager ein Sanitätszelt aufgebaut, wo aber nur eine ambulante Versorgung möglich ist.

      Besonders bedrückend ist das Schicksal der 150 bis 200 unbegleiteten Kinder in dem Slum. Manche von ihnen sind erst zehn oder zwölf Jahre alt. Niemand weiß wo sie herkommen oder wo sie hinwollen. Sie sollen jetzt in ein besonderes Aufnahmelager für Minderjährige bei Amfilochia in Westgriechenland gebracht und dort betreut werden.

      Die Unterbringung der Flüchtlinge in der Kaserne werde nur eine Übergangslösung sein, sagte der Minister. Geplant sei die Errichtung eines modernen Auffanglagers in der Ortschaft Drepano.

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