Griechenland untersagt nach Waldbränden vorläufig die Jagd
Athen (AFP) — Nach der Zerstörung von 200.000 Hektar Wald durch verheerende Brände im Sommer hat ein Verwaltungsgericht in Griechenland vorläufig die Jagd im ganzen Land untersagt. Das Verbot gelte zunächst bis zum 21. November, hieß es aus Justizkreisen. An dem Tag solle der Staatsrat, das höchste Verwaltungsgericht des Landes, eine endgültige Entscheidung treffen.
Die Justiz war aktiv geworden, nachdem eine griechische Umweltschutzorganisation Ende August beim Staatsrat Einspruch gegen die Entscheidung des Landwirtschaftsministeriums eingelegt hatte, die Jagd – wie jedes Jahr – von August bis Ende Februar zu erlauben. Der Nichtregierungsorganisation zufolge benötigt die griechische Fauna nach der Vernichtung hunderter Tierarten durch die Feuer besonderen Schutz, um sich zu erholen.
Durch die Brände kamen 67 Menschen ums Leben, fast 200.000 Hektar Land wurden vernichtet. Die Feuer wüteten vor allem auf der Halbinsel Peloponnes und auf der Insel Euböa.
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