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Schuldenkrise: Griechenland hofft auf Steuerreform
Die griechische Regierung hofft in der Schuldenkrise des Landes auch auf eine Steuerreform, die ab 2011 für steigende Einnahmen sorgen soll. Das Gesetz sei entscheidend, um die öffentlichen Finanzen in den Griff zu bekommen, sagte Finanzminister Giorgos Papakonstantinou am Freitag.
HB ATHEN. "Die große Hoffnung unserer Steuerreform ist, die Basis zu verbreitern", sagte Papakonstantinou. Steuerhinterziehung ist ein großes Problem in Griechenland. Mehr als fünf Mio. Griechen meldeten ein Jahreseinkommen von weniger als 12 000 Euro und lediglich 3000 eines von mehr als 200 000 Euro pro Jahr.
Mit Standard & Poor’s hat am Mittwoch die zweite Ratingagentur binnen einer Woche die Bonitätsbewertung Griechenlands herabgestuft. Grund zur Sorge ist das ausufernde Haushaltsdefizit, das mit 12,7 Prozent so hoch ist wie in keinem anderen Land der Euro-Zone. Vertreter der dritten Agentur Moody’s waren vor wenigen Tagen in das südeuropäische Land gereist. Die Agentur werde in den kommenden Wochen über eine Herabstufung Griechenlands entscheiden, sagte Papakonstantinou.
Die schlechteren Noten treibt die Renditen für griechische Staatsanleihen nach oben. Der Aufschlag auf deutsche Staatsanleihen, die Maßstab für die Euro-Zone sind, stieg am Freitag auf über 265 Basispunkte. Ein hochrangiger Vertreter des Finanzministeriums sagte, Griechenland wolle in diesem Jahr seinen Finanzbedarf für 2010 nicht mehr vorfinanzieren. Erst vor wenigen Tagen hatte das Land eine Anleihe im Volumen von zwei Mrd. Euro bei mehreren Banken platziert.
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