-
AutorBeiträge
-
Griechenland bangt um EM-Start
Der Fußball-Weltverband Fifa hat am Montag den griechischen Verband HFF wegen unerlaubter Einflussnahme politischer Entscheidungsträger in Verbandsangelegenheiten suspendiert.
Damit kann der vom deutschen Trainer Otto Rehhagel trainierte Europameister voraussichtlich nicht an der im September beginnenden Qualifikation für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz teilnehmen. Hintergrund der Entscheidung des Fifa-Dringlichkeitskomitees ist das nicht eingehaltene Versprechen der griechischen Regierung, ihr Sportgesetz den Fifa-Statuten anzupassen.
Vorwurf der Einmischung
Im September 2005 war die HFF vom Fifa-Exekutivkomitee angewiesen worden, bei der griechischen Regierung bis zum 15. Juli dieses Jahres die Änderung der nationalen Sportgesetzgebung zu erwirken. Dieses Versprechen habe die Regierung trotz wiederholter Warnungen der Fifa nicht eingelöst, teilte die Fifa mit. Der kürzlich vorgelegte Entwurf für ein neues Gesetz sei „ganz im Gegenteil ein neuerlicher Versuch, sich in Fußball- Angelegenheiten einzumischen“.
Der griechische Verband und seine Vereine, Spieler und Offizielle sind nach dem Fifa-Beschluss bis auf Weiteres von allen internationalen Aktivitäten wie Länderspielen oder der Ernennung von Offiziellen für internationale Aufgaben ausgeschlossen. EM-Titelverteidiger Griechenland war zusammen mit Ungarn, Norwegen, der Türkei, Moldawien, Malta und Bosnien-Herzegowina in die Gruppe C der EM-Qualifikation gelost worden.
Griechische Klubs drohten mit Klage – Gesetz wird geändert
Zwei griechischen Fußballvereine riefen die politische Führung des Landes zur Lösung des Streits mit der FIFA auf.
"Löst das Problem mit der FIFA jetzt – hier und jetzt", forderte der Besitzer von Panathinaikos, Ioannis Vardinogiannis, am Mittwoch im griechischen Fernsehen von Regierung und HFF-Vorstand.
Die zwei größten Vereine des Landes kündigten ansonsten rechtliche Schritte gegen alle Verantwortlichen an. Sollte die Suspendierung der griechischen Klubs von internationalen Wettbewerben wie Champions League und UEFA-Cup aufrechterhalten werden, droht ihnen nach Presseschätzungen ein Verlust von rund 26 Millionen Euro. "Jetzt muss etwas geschehen", sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter in Berlin. "Es wird den Vereinen und den Fans wehtun, wenn sie nicht im Europacup spielen dürfen."
Im griechischen Parlament geht am Donnerstag eine dreitägige Debatte über das umstrittene neue Sportgesetz weiter, das nach Ansicht des Weltverbandes FIFA unerlaubte Interventionen der Regierung in Athen in die inneren Angelegenheiten des griechischen Fußballverbandes ermöglicht. Diese betreffen hauptsächlich das System, mit dem der Vorstand des griechischen Fußballverbandes gewählt wird. Aus diesem Grund hatte die FIFA am Montag den griechischen Fußball bis auf weiteres suspendiert.
Der griechische Sportminister Giorgos Orfanos zeigte sich indes erneut zuversichtlich. "Wir haben Kontakt mit der FIFA aufgenommen. Wir werden das Problem am Donnerstag lösen", versicherte Orfanos. Wie er im griechischen Fernsehen weiter sagte, habe er das umstrittene Gesetz bereits so geändert, dass es weitgehend den Vorstellungen der FIFA entspreche. Die Änderungen wollte er am Donnerstag dem zuständigen Parlamentsausschuss präsentieren.
Unklar war am Mittwochabend, welche Haltung der griechische Fußballverband einnehmen wird. Präsident Giorgos Gagatsis hatte das Gesetz bereits als "Missgeburt" bezeichnet und betonte am Mittwoch: "So wie es heute noch ist, löst es das Problem nicht." Sollte die Suspendierung nicht aufgehoben werden, droht auch dem von Otto Rehhagel trainierten Europameister Griechenland das Aus für die Qualifikation zur EM 2008.
>>]www.tirol.com/sport/fussball/international/40504/index.do]>> Quelle[/url]
Griechenland schickt neues Gesetz an die FIFA
Papier ist bekanntlich geduldig, aber zumindest ist es an der richtigen Stelle gelandet. Die Regierung Griechenlands hat das im Eilverfahren geänderte Sportgesetz am Donnerstag dem Fußball-Weltverband FIFA vorgelegt.
Ein Sprecher von Sportminister George Orfanos sagte, dass ein entsprechendes Schreiben an FIFA-Präsident Joseph S. Blatter gesendet wurde.
Mit der Gesetzes-Neufassung, die vom griechischen Verband HFF gefordert wurde und vom Parlament am Dienstag verabschiedet werden soll, reagierte die Regierung auf die Suspendierung des HFF durch die FIFA. Mit der geänderten Gesetzgebung soll eine Aufhebung des Ausschlusses erreicht werden. Das Sportministerium ließ aber offen, ob der Inhalt des neuen Gesetzes die Forderungen des Weltverbands erfülle. Den nächsten Schritt müsse die FIFA machen, sagte der Sprecher.
"Wir haben noch nichts vorliegen, die Situation ist unverändert", sagte am Donnerstagabend indes UEFA-Präsident Lennart Johansson, der gleichzeitig Chef der WM-Organisationskommission im Weltverband ist.
FC Larisa könnte erstes "Opfer" werden
Blatter hatte für die Verabschiedung des Gesetzes ein Ende der Suspendierung in Aussicht gestellt. Der Ausschluss des Europameisters von allen internationalen Wettbewerben war von der FIFA am Montag ausgesprochen worden. Aus Sicht des Weltverbands war die Autonomie der Liga, der Schiedsrichter und des Disziplinarwesens nicht garantiert.
Sollte die Suspendierung tatsächlich aufgehoben werden, könnte der FC Larisa am 15. Juli in der dritten Runde des UI-Cups ins Geschehen eingreifen. Andernfalls müsste der Verein als erster Klub die Konsequenzen aus dem Disput tragen. Die Nationalmannschaft bestreitet ihr nächstes Testspiel erst am 16. August gegen England.
FIFA hebt Suspendierung gegen Griechenland auf
Das Dringlichkeitskomitee des Fussball-Weltverbandes (FIFA) hat die Suspendierung des griechischen Fussball-Verbandes (HFF) aufgehoben.
Grund für diesen Beschluss sei die Entscheidung des griechischen Parlaments gewesen, das eine Änderung des nationalen Sportgesetzes verabschiedet hatte, um es in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der FIFA- und der entsprechenden UEFA-Statuten zu bringen.
Damit kann Europameister Griechenland an der Qualifikation zur EM 2008 teilnehmen. Der Ausschluss des Europameisters von allen internationalen Wettbewerben war von der FIFA am 3. Juli ausgesprochen worden. Aus Sicht des Weltverbands war die Autonomie der Liga, der Schiedsrichter und des Disziplinarwesens nicht garantiert.
>>]www.nachrichten.ch/detail/246722.htm]>> Quelle[/url]
-
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
