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Anonym
Juli 12, 2008 um 7:39 a.m. UhrBeitragsanzahl: 5352Totalverweigerer in Athen bereits zum 15. Mal verurteilt. Kriegsgegnern wird das Leben schwergemacht. Kaum Anerkennung von Gewissensgründen. Gespräch mit Nikolas Kominis
Nikolas Kominis ist Sekretär im Vorstand von Amnesty International Griechenland
Zum wiederholten Male ist Anfang Juli in Griechenland ein Totalverweigerer verurteilt worden. Warum tritt Lazaros Petromelidis seinen Ersatzdienst nicht an?Petromelidis hat den Wehrdienst aus Gewissensgründen zu einer Zeit verweigert, als das gesetzlich noch gar nicht möglich war. Erst 1998 ist diese Möglichkeit geschaffen worden, und alle, die zuvor verweigert hatten, wurden amnestiert. Da wollte Petromelidis den Ersatzdienst antreten. Beim Militär hätte der Vater eines minderjährigen Kindes nur viereinhalb Monate dienen müssen. Sein Ersatzdienst hätte über 30 Monate gedauert. Das hat er verweigert, und so fing seine Misere an. Jedes Jahr wird er wegen Desertion erneut vor Gericht gezerrt. Mittlerweile ist er zum 15. Mal verurteilt worden: Dieses Mal zu drei Jahren Gefängnis und nur das Einlegen von Berufung in Verbindung mit einer Kaution in Höhe von 7000 Euro könnte ihn vor der Haftstrafe bewahren.
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