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Condor-Crew verweigert Passagier auf Kreta die Mitreise
Eine recht besonnene Crew hat gestern in Heraklion richtig reagiert und einen Passagier aus der Maschine entfernt, der sich nicht an die Regeln halten wollte.
Flugnummer DE1553 sollte gestern, am 19.10.2009 pünktlich um 20:10h in Heraklion (HER) starten um noch rechtzeitig vor Flughafenschließung um 23h in Düsseldorf (DUS) zu landen. Beim Bording der Passagiere fiel allerdings ein Passagier negativ auf, da er sich noch intensiv mit seinem Handy beschäftigte, obwohl er mehrfach von der Crew darum gebeten wurde, das Gerät auszuschalten. Die verbale Auseinandersetzung mit dem zusätzlich herbeigerufenen Kapitän dauerte überraschend lange und konnte von einem Großteil der Passagiere in den vorderen und mittleren Sitzreihen verfolgt werden. Ganz offensichtlich, sah der Mann es nicht ein, den mehrfachen Aufforderungen und Verwarnungen der Crew Folge zu leisten. Für einen kurzen Moment schien sich die Situation zu beruhigen, bis der Herr während des Rollens zur Startbahn wieder sein Handy bediente. Ein engagierter und zu jedem Zeitpunkt freundlicher Steward versuchte noch ein letztes Mal eindringlich an die Vernunft des Passagiers zu appellieren.
Spätestens dann war jedem in der Nähe klar, dass dieser Passagier partout den Anweisungen der Verantwortlichen (Crew und Kapitän) nicht Folge leisten wollte oder konnte und deshalb eine Gefahr für die reibungslose Weiterreise Aller bestand.
Folgerichtig meldete der Steward kurz vor Erreichen der Startposition die Situation ins Cockpit und die Maschine kehrte sofort um. Die Passagiere wurden gebeten, ruhig auf ihren Sitzplätzen zu bleiben. Tankwagen (es musste nochmal nachgetankt werden) und Treppe waren schnell da, allerdings vergingen doch so einige Minuten bis das Sicherheitspersonal eintraf. In dieser nervigen Situation agierte die Crew ruhig und bestimmt, so dass weitere Eskalationen im Flugzeug ausblieben. Ohne weitere Diskussionen ging der Passagier natürlich nicht von Bord, die Entscheidung war aber längst gefallen und nicht mehr umkehrbar.
Nach dem Tanken war der Slot für die Boeing 757-300 für den Weg nach Hause entfallen, sodass man auf eine neue Startzeit hoffte, die einen reibungslosen Flug nach Düsseldorf erlaubt, denn dort schließt der Flughafen um 23h. Das klappte zum Glück alles ohne weitere Komplikationen und mit akzeptabler Verspätung erreichten Alle bis auf den Einen den Rhein-Ruhr-Flughafen in Lohausen.
Wie die deutsche Urlauberseele so ist, wurde die Entspannung der eher seltenen Situation mit reichlich kostenpflichtigen Getränken rund um die Sitzreihe 24 begossen. -
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