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als Antwort auf: Experten empfehlen den Staatsbankrott #29221
EU/IWF-Gespräche in Athen wegen Aschewolke frühestens Mittwoch
Die Aschewolke verzögert auch die Gespräche über das Milliarden-Hilfspaket für das hochverschuldete Griechenland. Die in Athen geplanten Gespräche zwischen der Regierung und Gesandten von EU und IWF sollen nun falls möglich ab Mittwoch stattfinden.
Dies erklärte das griechische Finanzministerium am Sonntag. Griechenland hatte die Gespräche veranlasst, um Details des von der Euro-Zone anvisierten Hilfspaketes über 45 Mrd. Euro zu klären.Die Euro-Zone will Griechenland mit einer Kombination aus Notkrediten und Geld des Internationalen Währungsfonds (IWF) in dem Fall unter die Arme greifen, sollte sich das Land nicht mehr selbst am Kapitalmarkt refinanzieren können.
als Antwort auf: Experten empfehlen den Staatsbankrott #29107Wie die Euro-Finanzminister ein zweites Griechenland verhindern wollen
Die Euroländer wollen drohenden Staatspleiten effektiver vorbeugen. Ein ständiger Krisen-Mechanismus soll dabei helfen.
Am Freitag verständigten sich die Finanzminister der 16 Euroländer beim informellen Treffen in Madrid auf die Schaffung eines «ständigen Krisen-Mechanismus». «Wir hatten eine vorläufige Diskussion über die Stärkung der Haushaltsüberwachung in der Eurozone», sagte der Eurogruppen- Vorsitzende und luxemburgische Regierungschef, Jean-Claude Juncker, nach der Sitzung. «Wir haben eine Einigung erreicht, dass wir einen ständigen Krisenmechanismus schaffen müssen.»
EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn hatte den Mechanismus am Mittwoch ins Gespräch gebracht, um Schuldenkrisen wie in Griechenland zu verhindern. Details will die EU-Kommission am 12. Mai präsentieren. Für Nicht-Euro-Länder existiert bereits ein Notfallfonds. Er ist mit 50 Milliarden Euro im Jahr dotiert.
Rehn hielt fest, die wichtigste Lehre aus der Krise Griechenlands sei, dass die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit und die Haushaltsüberwachung in der Eurozone und der Europäischen Union verbessert werden müsse.
Mahnung an zahlreiche Staaten
Dabei richtete er eine ernste Mahnung an jene EU-Staaten, die gegen den Stabilitätspakt verstossen. Bei 20 der 27 EU-Länder liegt das Haushaltsdefizit derzeit über der Grenze von drei Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Rehn sagte, die betroffenen Länder hätten zu optimistische Wachstumsannahmen für ihre Haushaltsplanungen 2011 und 2012.
Zuvor hatte Rehn gefordert, «Wiederholungstäter» müssten bei Verstössen gegen den Stabilitätspakt schärfer bestraft werden. Zwar gebe es klare Regeln, aber diese würden «nicht unbedingt» von allen Ländern eingehalten.
Zwar bleibe das Defizitverfahren das Kernstück des Pakts. Dort sind bisher auch Massnahmen vorgesehen, wie mit Haushaltssündern umzugehen ist. «Wir müssen aber noch stärkere, abschreckende Massnahmen finden», sagte Rehn. Zum Beispiel könnten Kohäsionsbeiträge ausgesetzt werden.
Vorbereitung der Hilfe für Griechenland
In Madrid zeichnete sich ab, dass die weltweite Finanzkrise und das griechische Schuldendrama letztlich für einen gewaltigen Umbau der vor 11 Jahren gestarteten Währungsunion sorgen werden. Die Milliardenhilfe für Griechenland bildet dabei erst den Anfang.
Die Vorbereitung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verliefen positiv, sagte Juncker. Einen Hilfsantrag aus Athen gebe es noch nicht. Allerdings trifft die griechische Regierung laut Ministerpräsident Giorgos Papandreou «alle nötigen Vorbereitungen», falls die Euroländer und der IWF das Ruder übernehmen.
Athen hatte in einem Schreiben darauf gepocht, in die Beratungen über die Bedingungen des Euro-Hilfspaketes einbezogen zu werden. Eine Delegation der EU-Kommission, des IWF und der Europäischen Zentralbank (EZB) werde ab Montag zwei Wochen lang mit der griechischen Regierung das gemeinsame Programm vorbereiten, sagte Rehn.
Das informelle Treffen der EU-Finanzminister ging am Freitagnachmittag weiter. Unter anderem sollten Möglichkeiten erörtert werden, mit denen die Banken an den Kosten der Finanzkrise beteiligt werden könnten.
als Antwort auf: Kreta-Flug #28274Schweizer Luftraum wird geschlossen
Wegen der Aschewolke aus Island: Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat in Koordination mit der Schweizer Flugsicherung Skyguide entschieden, sämtliche Flüge im Schweizer Luftraum aus Sicherheitsgründen zu untersagen.
Das Bazl hat um 15.30 Uhr mit einem so genannten NOTAM (Notice to Airmen) über die Verkehrsrestriktionen informiert. Das Flugverbot gilt vorläufig bis 9 Uhr morgen Samstag. Im Verlaufe der Nacht wird das Bazl auf Grund der dann vorliegenden Informationen über das weitere Vorgehen entscheiden. Es ist aus jetziger Sicht mit einer Verlängerung des Flugverbotes zu rechnen.
Während der Dauer der Luftraumsperre sind sämtliche Flüge im Schweizer Luftraum verboten. Ausgenommen davon sind nur Rettungsflüge. Das BAZL beobachtet die Wetterlage laufend und wird darüber informieren, wenn der Schweizer Luftraum wieder freigegeben werden kann. Nach Einschätzung von Meteo Schweiz wird die Aschenwolke aus Island gegen Mitternacht den Schweizer Luftraum erreichen. Ausgenommen vom Flugverbot sind ausschliesslich Such- und Rettungsflüge.
Am meisten gefährdet sind die Triebwerke
Am 14. April 2010 brach in Island unter dem Eyjafjallajökull-Gletscher ein Vulkan aus. Die Asche wurde kilometerhoch in die Atmosphäre geschleudert und behinderte in der Folge den Flugverkehr in weiten Teilen Nordwesteuropas. Die Vulkanasche besteht aus zerriebenem Gestein, kleinen Lavastückchen und Kristallen. Da Vulkanasche hoch aufsteigt, stellt sie eine grosse Gefahr für den Luftverkehr dar.
Durchfliegt ein Flugzeug die Aschewolke, so können die Partikel zu Beschädigungen der Flugzeuglackierungen und der Fenster führen. Am meisten gefährdet sind die Triebwerke: Die Vulkanasche wird darin sehr stark erhitzt und kann die Turbinen beschädigen. Aschepartikel können auch die Geschwindigkeitssensoren des Flugzeuges verkleben und den Funkverkehr beinträchtigen.
als Antwort auf: 39 Prozent mehr Griechenland-Buchungen #28273Naja, ob das eine Aktion ist, die dem Land aus der Krise hilft, bei dem insgesamt massiven Rückgang der Urlauber?
Das zeigt insgesamt nur, dass deutsche Urlauber mit diesen lastminute Buchungen zu sparen versuchen. Diese Buchungen sind nur ein kleiner Teil des Ganzen.
Griechenland leidet unter dem Rückgang des Tourismus.:'(
als Antwort auf: Experten empfehlen den Staatsbankrott #28679Griechischer Rettungsplan wirkt
Die Einigung der Eurogruppe auf die Einzelheiten des Rettungsschirms für Griechenland zeigen positive Wirkung.Die Kosten für griechische Staatsanleihen sind am Montagmorgen gesunken. Die Differenz der Risikoaufschläge gegenüber deutschen Bundesanleihen verminderte sich um 45 Basispunkte auf 3,5 Prozentpunkte. Damit kommt Athen wieder billiger an Geld, um seine enorme Staatsverschuldung zu finanzieren.
Die Finanzminister der Eurostaaten hatten sich am Sonntag in einer Telefonkonferenz auf die Modalitäten für die Griechenlandhilfe geeinigt. Die Euro-Partner sind bereit, Athen in diesem Jahr Kredite in Höhe von 30 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, zu einem Zins von etwa fünf Prozent. Ergänzt wird das Paket mit 10 Milliarden vom Internationalen Währungsfonds (IWF).
Seit Montag beraten Experten von EU-Kommission, Eurogruppe und IWF über weitere Einzelheiten des Rettungsprogramms. Insbesondere soll geklärt werden, wie viel Geld Athen tatsächlich benötigt. Bevor die Unterstützung fliesst, muss Griechenland die Hilfe beantragen und die Eurogruppe muss zu der Überzeugung kommen, dass ohne Eingreifen die Stabilität der Einheitswährung in Gefahr geriete. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich auf ihrem Gipfel am 25. März auf die Grundzüge des Rettungsschirms geeinigt. Dennoch waren die Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen weiter gestiegen.
als Antwort auf: Experten empfehlen den Staatsbankrott #28490Finanzminister der Euro-Länder schnüren Hilfspaket für Griechenland
Die Euro-Länder wollen dem dramatisch verschuldeten Griechenland notfalls mit bis zu 30 Milliarden Euro unter die Arme greifen. Zusätzlich sind Finanzspritzen des Internationalen Währungsfonds (IWF) geplant.
Im ersten Jahr kann das Land somit auf Hilfen von insgesamt 45 Milliarden Euro zugreifen. "Das ist ein Schritt zur Klärung, auf den die Märkte warten", sagte der Vorsitzende der Euro-Finanzminister, Jean-Claude Juncker, in Brüssel.
Die unter starkem Druck stehende Regierung in Griechenland begrüsste den Schritt der Euro-Partner. Sie betonte jedoch, sie wolle derzeit nicht von dem Paket Gebrauch machen.
Alle Euro-Länder wollen sich an den möglichen Nothilfen für Athen beteiligen. Massgeblich dafür ist der Anteil der Länder am Kapital der Europäischen Zentralbank (EZB). Damit ist klar, dass Deutschland im Ernstfall die höchste Summe beisteuern müsste.
Deutschland ist bisher mit knapp 19 Prozent am EZB-Kapital beteiligt. Allerdings halten nicht nur die Nationalbanken der 16 Euro-Länder EZB-Anteile, sondern auch die weiteren 11 EU-Länder.
Unter den 16 Euro-Ländern kommt Deutschland rein rechnerisch auf eine Quote von 27 Prozent. Nach diesem Schema käme Berlin auf bis zu acht Milliarden Euro bilaterale Griechenland-Hilfe, erklärten Experten.
Die Finanzminister der Eurozone einigten sich bei einer kurzfristig angesetzten Videokonferenz auch auf die Zinssätze. Für einen Drei-Jahres-Kredit seien rund fünf Prozent Zinsen fällig. Alle Eurostaaten werden diesen Zins in Rechnung stellen, der etwas höher liegt als der vom IWF. Die Bedingungen für die Folgejahre sind noch offen.
"Der heutige Beschluss ist von besonderer Bedeutung (sowohl) für Griechenland als auch für die EU", sagte der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou im staatlichen Fernsehen.
Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich Ende März auf einen Notfallplan für Griechenland geeinigt, wichtige Details wie den Betrag oder Zinsen aber offen gelassen. Sie hatten damals bereits festgelegt, dass die Euro-Staaten rund zwei Drittel der Last tragen sollen, auf den IWF entfiele dann das restliche Drittel.
als Antwort auf: Experten empfehlen den Staatsbankrott #28271Finanzminister der Euro-Länder zurren Griechenland-Notplan fest
Die Finanzminister der 16 Euro-Länder haben bei einer Krisenkonferenz den Rettungsplan für Griechenland endgültig beraten. Die Minister liessen sich für ihre Verhandlungen über milliardenschwere Notfallhilfen kurzfristig per Video zusammenschalten.
Bereits Ende zurückliegender Woche hatten sich Experten der Euro- Länder dem Vernehmen nach auf Regelungen des Nothilfeplans verständigt, darunter Zinshöhe und Kreditumfang.Die Finanzminister wollten diese Ergebnisse politisch besiegeln, berichteten EU-Diplomaten. Es gehe um Kredithilfen von 20 bis 25 Milliarden Euro.
Dabei soll es sich um kombinierte Gelder der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) handeln – zu einem Zinssatz von rund fünf Prozent. Das wäre wesentlich niedriger als die derzeit an den Märkten verlangten Sätze.
Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou äusserte sich noch vor dem Ministertreffen optimistisch. Er verglich den EU- Notfallmechanismus mit einer Waffe, mit der notfalls geschossen werden könne.
"Der Revolver ist jetzt geladen", sagte er der Athener Zeitung "To Vima". Papandreou wirft Spekulanten vor, die Stimmung gegen Griechenland aufgeheizt und damit auch den Euro geschwächt zu haben.
In der vergangenen Woche waren die Risikoaufschläge für griechische Anleihen auf Rekordhöhe gestiegen. Die Ratingagentur Fitch stufte die Kreditwürdigkeit des Landes dramatisch herab. Die Turbulenzen belasten seit längerem den Euro-Kurs.
Um den Rettungsplan in Gang zu setzen, muss das mit 300 Milliarden Euro verschuldete Griechenland um Geld bitten. Das ist bisher noch nicht geschehen. Am Dienstag sollen neue Staatspapiere in Milliardenumfang ausgegeben werden.
als Antwort auf: Olivenöl von ALDI aus Kreta #28840Naja und was ist Olivenöl aus Sitia???
Im neusten Heft der Stiftung Warentest schneiden das Olivenöl (Kloster Toplou/Sitia) mit befriedigend ab. Das Olivenöl vom Aldi Süd (Cucina/Castel del Monte aus Süditalien) aber mit gut ab.
Die Stiftung Warentest schrieb auch schon, das KRETA Schwierigkeiten mit der Qualität habe, wegen des warmen Klimas (Lagerung).herzlichst
Udoals Antwort auf: Experten empfehlen den Staatsbankrott #28008Euro-Länder verhandeln am Sonntag über Griechenland-Plan
Die Finanzminister des Eurogebiets werden am Sonntag in einer Videokonferenz über letzte Details der Griechenland-Nothilfe beraten. Das berichteten EU-Diplomaten in Brüssel. Die Konferenz solle um 14.00 Uhr beginnen.
Der spanische EU-Ratsvorsitz drängt laut Presseberichten zufolge auf eine rasche Einigung über die Bedingungen des Rettungsplans für Griechenland. Dem Vernehmen nach soll eine Lösung gefunden werden, bevor die Finanzmärkte am Montag wieder öffnen.Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten Ende März beschlossen, dem hoch verschuldeten Land notfalls unter die Arme zu greifen – debattiert werden Kredite von Euro-Ländern und des Internationalen Währungsfonds in der Grössenordnung von 20 bis 25 Milliarden Euro.
Die Schuldenkrise Griechenlands hatte sich in den vergangenen Tagen dramatisch zugespitzt, so waren die Risikoprämien für Staatsanleihen wieder angestiegen.
als Antwort auf: Generalstreik am Mittwoch in ganz Griechenland #28234In Krise wollen Griechen deutsches Geld wegen Nazi-Besatzung
Mit einem Generalstreik haben die Griechen gegen die drastischen Sparpläne der Regierung protestiert. Gleichzeitig überrascht der griechische Vize-Premier mit seltsamen Forderungen an Deutschland.
Im Streit über EU-Finanzhilfen für das hochverschuldete Griechenland hat Vize-Ministerpräsident Theodoros Pangalos am Mittwoch die deutsche Regierung scharf angegriffen. Griechenland sei nie für die Folgen der nationalsozialistischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg entschädigt worden, erklärte Pangalos am Tag des Generalstreiks gemäss Meldungen von Nachrichtenagenturen.
«Sie haben das griechische Gold weggenommen, das bei der griechischen Zentralbank lag, sie haben das griechische Geld weggenommen und es nie zurückgezahlt.» Deutschland müsse das Geld nicht unbedingt zurückzahlen, aber «sie sollten sich wenigstens bedanken». Er machte jedoch klar, dass Deutschland Griechenland helfen müsse.
Deutschland stehe Kritik an Griechenland nicht zu, weil die Nationalsozialisten die Wirtschaft Griechenlands ruiniert und überdies Tausende Menschen ermordet hätten, sagte der griechische Vize-Premier weiter.
Berlin wehrt sich gegen Vorwürfe
Deutschlands Regierung wies die Äusserungen vehement zurück. Das Aussenministerium verwies auf ein Wiedergutmachungsabkommen aus dem Jahr 1960, nachdem die Bundesrepublik Zahlungen von damals 115 Millionen D-Mark (knapp 59 Millionen Euro) geleistet hat. Zudem hätten auch griechische NS-Zwangsarbeiter Geld aus der deutschen Stiftung «Erinnerung, Verantwortung und Zukunft» erhalten.
Der deutsche Regierungssprecher Ulrich Wilhelm riet der griechischen Regierung dazu, keine Themen zu vermengen, «die überhaupt nichts miteinander zu tun haben». Dies sei «überhaupt nicht hilfreich». Er sagte, die aktuellen Probleme liessen sich nur in Griechenland selbst lösen. Dazu seien eine «entschlossene Konsolidierung» und zusätzliche Reformschritte nötig.
Unter Aufsicht
Griechenland steht unter hohem internationalem Druck, seine Finanzen in Ordnung zu bringen. Es hat Schulden in Höhe von fast 300 Milliarden Euro. Die EU-Kommission hat die griechischen Staatsfinanzen unter ihre ständige Aufsicht gestellt.
als Antwort auf: Kommentar zu Griechenland #27960«Griechenland ist der letzte Staat des real existierenden Sozialismus»
Griechenland steht vor dem Ruin, heute liegt das Land wegen eines Generalstreiks lahm. «Wir Griechen sind selbst schuld», sagt der berühmte griechische Krimiautor Petros Markaris.
Petros Markaris ist der bekannteste Schriftsteller Griechenlands. Seine Krimireihe um den Athener Kommissar Kostas Charitos erscheinen im Zürcher Diogenes Verlag.
Das Interview in voller Länge
In der «Welt» gibt der Bestsellerautor ein grosses Interview. Dabei geht er mit seinem Land hart ins Gericht. Sowohl mit der Regierung als auch mit jenen, die heute auf der Strasse stehen: Alle hätten von der Verschwendungssucht profitiert. So auch die Bauern. «Die haben zehn Jahre lang hohe Subventionen zur Modernisierung ihrer Höfe bekommen. Und was haben sie damit gemacht? Sie haben sich Häuser und Jeeps gekauft. Wenn Sie heute durch die Dörfer fahren, sehen Sie die Bauern im Kafenion sitzen, und auf den Äckern arbeiten Migranten.»
Das System vom Geben und Nehmen ist stark verzweigt: «Nehmen tun die Ärzte, Anwälte, Architekten, die oft nur 2000 Euro Steuern entrichten, aber drei Häuser ihr Eigen nennen. Da kommt der Fiskus ins Spiel. Niemand kommt zu einem derart niedrigen Steuersatz, wenn er nicht dem Steuerbeamten einen Fakelo, einem mit Geld gefüllten Umschlag, zugesteckt hat. Das heisst, dass ausgerechnet die Beamten, die gegenwärtig in Athen gegen die Sparmassnahmen und für höheres Gehalt streiken, über erhebliche Nebeneinkünfte verfügen. Dasselbe gilt für die Bauverwaltung und andere Behörden.»
«Keine demokratischen Parteien im europäischen Sinn»
Die heutige Misere nahm 1981 mit dem Beitritt zum EWR ihren Anfang, als die Subventionen aus Brüssel zu fliessen begannen und plötzlich viel Geld zum Verteilen zur Verfügung stand. Den Ursprung der Komplizenherrschaft ortet Markaris aber viel früher: im Jahr 1831, als der damalige Präsident Ioannis Kapodistrias ermordet wurde, weil er ein modernes Staatswesen errichten und die Privilegien der Grossgrundbesitzer und Warlords radikal beschneiden wollte. Bis heute gebe es in Griechenland keine demokratischen Parteien im europäischen Sinn, sondern nur Klientelverbände. «Griechenland ist der letzte Staat des real existierenden Sozialismus in Europa. Nicht, was das System, aber was die Mentalität und die politischen Strukturen angeht.»Ein Interesse, etwas an der Situation zu ändern, habe kaum jemand: «Jede Familie hat einen Enkel oder Neffen, der über die Partei zu Geld, Kontakten und Ansehen gekommen ist. Der wird dann zum Vorbild oder Türöffner, ganz wie Sie wollen.» Allerdings sieht er einen kleinen Hoffnungsschimmer: «Es gibt eine kleine, jedoch sehr aktive Minderheit. Kleinunternehmer, Händler, Intellektuelle, die seit Jahren dagegen angehen und jetzt buchstäblich gegen den Ruin ankämpfen. Die sind verzweifelt, bekommen kaum noch Kredite, denken jetzt offen darüber nach, ob sie das Land nicht verlassen sollten. Doch eines ist neu: Sie bekommen erstmals eine Stimme. Auch die Medien versuchen nicht mehr, die Lage schönzureden. Erstmals werden die Krise und ihre Ursache deutlich benannt.» Um dann zum Schluss zu kommen: «Diese Krise ist unsere letzte Chance. Wenn wir die verspielen…»
als Antwort auf: Generalstreik am Mittwoch in ganz Griechenland #27961Streiks in Griechenland – alle Flüge gestrichen
Auch die Fähren zu den griechischen Inseln und die Eisenbahn werden bestreikt. Die U-Bahnen und viele Buslinien in Athen und Thessaloniki fahren ebenfalls nicht. Geschlossen blieben auch alle staatlichen Behörden, die meisten Schulen und die Universitäten.
Die Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern behandeln nur Notfälle. Im Radio und Fernsehen gab es keine Nachrichtensendungen, da auch die Journalisten für 24 Stunden die Arbeit niederlegen. Der Streik richtet sich gegen das schmerzhafte Sparprogramm der Regierung, die damit gegen die massive Staatsverschuldung ankämpft.
Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte auf die Streikankündigung mit dem Hinweis reagiert, er habe zwar "Verständnis dafür", es gebe aber einfach "kein Geld".
Das harte Sparprogramm der sozialistischen Regierung sieht unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte vor. Griechenland schuldet fast 300 Milliarden Euro.
Die EU-Kommission hat die griechischen Staatsfinanzen unter ihre ständige Aufsicht gestellt. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuern in den kommenden Wochen gilt als sicher. Drastisch erhöht wurden bereits die Steuern auf Tabak, Spirituosen und Treibstoffe.
als Antwort auf: Altsteinzeitliche Seefahrer erreichten Kreta #28939Na, geflogen sind die Homo Erectus Siedler vor weit über 100 000 Jahren wahrscheinlich nicht nach Kreta.
Aber schon vor Jahrhundertausenden mussten unsere Vorfahren bei der Besiedlung der Kontinente immer wieder Gewässer überqueren. Vorstellbar dass sie dabei auch Boote für weitere Strecken bauen konnten. Werkzeuge konnten sie ja benutzen.
Den Neanderthalern sprach man lange Zeit auch jede Kultur ab, bis man in spanischen Höhlen, Reste von über 60 000 Jahren alten Neanderthalern, aber auch Farben, Schmuck und Utensilien für Bestattungsrituale fand – und das einer Zeit zuzurechnend, lange bevor der Homo Sapiens Europa besiedelte. Lange ist man davon ausgegangen, das die Neanderthaler vom Homo sapiens gelernt haben.Wir können immer nur das beweisen was noch erhalten ist und was gefunden wird. Die Archäologie muss sich jedes Jahr korrigieren.
So warten noch viele Erkenntnisse über die Vergangenheit auf uns.In diesem Sinne herzliche Grüsse
Udoals Antwort auf: direkte Strandlage #29473Herakles ist also nicht bi, aber was ist er?
[smiley=hmmm.gif] [smiley=hmmm.gif] [smiley=hmmm.gif]als Antwort auf: Was und wo? #28231Hallo Sonja
Das ist ja kleiner als eine Briefmarke, aber auch ohne Zacken. [smiley=rose.gif]
Liebe Grüsse
Udo -
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