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als Antwort auf: … auf ein Neues – Folge 2 #28987
1821 begann der Aufstand der Griechen gegen die Besatzung auf dem Peleponess.
1827 war ja die Seeschlacht bei Navarino (Südwestpeleponess). Die europäischen Verbündeten zerstörten die türkische Flotte. Man kann Schiffe heute noch, bei klarem Wetter, auf dem Meeresgrund sehen.als Antwort auf: Neue Streiks in Griechenland #28279Diverse Streiks gegen Sparprogramm in Griechenland geplant
Die griechischen Gewerkschaften machen mobil gegen das Sparprogramm zur Rettung des Landes von dem Bankrott. Die Müllabfuhr hat die Arbeit bereits niedergelegt. Am Dienstag und Mittwoch wollen auch die Beamten in den Streik treten.
Am Mittwoch will sich auch die Gewerkschaft der privaten Wirtschaft GSEE anschliessen. Die Fluglotsen wollen dann den griechischen Luftraum für 24 Stunden komplett schliessen.
Griechenland will bis 2013 im Budget 30 Milliarden Euro einsparen. Darauf verständigte sich die griechische Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Budgetdefizit soll bis 2014 von derzeit 13,6 auf 3,0 Prozent reduziert werden.
IWF, EU-Kommission und EZB wollen mit 110 Milliarden Euro den Griechen unter die Arme greifen. Dies allerdings nur, wenn Experten der drei Institutionen alle drei Monate die Einhaltung der Sparversprechen prüfen können.
Die Gewerkschaften rechneten aus, dass mit den Sparmassnahmen der Regierung vor allem die Staatsbediensteten zwischen 20 bis 30 Prozent ihres Einkommens
als Antwort auf: Das zig Milliarden Euro schwere Rettungspaket für Griechen steht #28020Euro-Länder und IWF retten Griechenland vor Schuldenkollaps
Die Finanzminister der Euro-Zone haben das milliardenschwere Hilfspaket für Griechenland auf den Weg gebracht. Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker gab nach einer Sondersitzung in Brüssel bekannt, dass die Minister die Hilfen aktiviert hätten.
Giorgos Papakonstantinou zum Sparprogramm "Wir haben entschieden, die Kredite für Griechenland zu aktivieren." Das hoch verschuldete Land soll in den kommenden drei Jahren 110 Milliarden Euro an Notkrediten erhalten. Im Gegenzug muss die Regierung in Athen einen drakonischen Sparplan im Umfang von 30 Milliarden Euro umsetzen.
Die Finanzminister der Eurogruppe einigten sich nach mehr als dreistündigen Beratungen in Brüssel auf das Hilfspaket. Die Euro-Länder tragen nach Angaben von EU-Diplomaten 80 Milliarden Euro, der Internationale Währungsfonds (IWF) schiesst weitere 30 Milliarden Euro zu.
Griechenland will bis 2013 bei den Staatsausgaben 30 Milliarden Euro einsparen. Darauf verständigte sich die griechische Regierung mit dem IWF, der EU-Kommission und der EZB.
Wie der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou in Athen weiter erläuterte, soll das Haushaltsdefizit bis 2014 von derzeit 13,6 auf 3 Prozent des Bruttoinlandprodukts reduziert werden. Damit würde das hoch verschuldete Land die von der EU erlaubte Schuldengrenze für seinen Haushalt einhalten.
Finanziert werden soll das Programm über drastische Kürzungen der Sonderzahlungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Auch die Beamtenpensionen sollen gesenkt werden. Das Mindestalter für den Renteneintritt wird auf 60 Jahre angehoben.
IWF, EU-Kommission und EZB wollen die Sparanstrengungen Athens alle drei Monate überprüfen. Nur dann werde das Programm fortgesetzt, sagte der Minister. "Wir haben das Programm akzeptiert", fügte er hinzu. Die Verhandlungen seien am Samstagabend beendet worden.
Die Höhe der Unterstützung, die im Gegenzug zum griechischen Sanierungsprogramm von den Euro-Partnern und dem IWF zur Verfügung gestellt werde, solle am Sonntagabend in Brüssel bekanntgegeben werden. Am Nachmittag treffen sich dort die Finanzminister der Euro-Länder zu einer Sondersitzung.
als Antwort auf: Neue Streiks in Griechenland #28019Die Wut der Griechen auf die Regierung entlädt sich in Gewalt
Bei Massenprotesten gegen die harten Sparpläne der griechischen Regierung ist es in Athen zu Ausschreitungen gekommen. Demonstranten und Polizei lieferten sich heftige Strassenkämpfe.
Bei Ausschreitungen während Protesten gegen das Sparprogramm der griechischen Regierung sind am Samstag neun Menschen verletzt worden. Vermummte Jugendliche bewarfen in Athen Polizisten mit Molotow-Cocktails und Steinen. An den von den Gewerkschaften organisierten Demonstrationen in mehreren Städten beteiligten sich Tausende. Allein in Athen gingen laut Polizei 17’000 Menschen auf die Strasse. Die Gewerkschaften riefen für Mittwoch zu einem landesweiten Streik auf.
Die Demonstranten in der Hauptstadt zogen vor die Büros der EU und weiter zur US-Botschaft. Schwarz gekleidete Randalierer scherten aus dem Protestzug aus und setzten das Fahrzeug eines Fernsehsenders in Brand, warfen Schaufenster ein und errichteten Barrikaden aus brennenden Mülleimern. Der frühere Parlamentspräsident Apostolos Kaklamanis wurde inmitten einer Gruppe Fussgänger mit Plastikflaschen beworfen. Sieben Polizisten und zwei Demonstranten wurden verletzt, es gab mindestens neun Festnahmen. Auch in Saloniki kam es am Rande einer Demonstration von mehr als 5000 Menschen zu kleineren Ausschreitungen zwischen Anarchisten und Sicherheitskräften.
Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte seine Landsleute am Freitag auf neuerliche Einschnitte eingestimmt und erklärt, es gehe darum, Griechenland vor dem Bankrott zu bewahren. Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) verhandeln derzeit mit der griechischen Regierung über Beistandskredite. Die Verhandlungen sollen bis Sonntag abgeschlossen sein.
Regierung will indirekte Steuern erhöhen
Das Kabinett in Athen soll am Sonntagmorgen über die geplanten Massnahmen abstimmen, gegen Mittag will Papandreou sie bekanntgeben und anschliessend zur Sondersitzung der Euro-Finanzminister nach Brüssel fliegen. Dem Vernehmen nach müssen sich Beamte sowie Rentner und Pensionäre auf weitere Kürzungen einstellen. Ausserdem sollen indirekte Steuern wie die Mehrwertsteuer noch einmal erhöht werden.
Die geplanten Massnahmen seien tödlich, sagte einer der Demonstranten am Samstag, Nikos Diamantopoulos. «Wie werden die Menschen morgen leben, wie werden sie überleben?» Virginia Kalapotharakou, die in Piräus auf die Strasse ging, warf der Regierung «sehr rückschrittliche» Massnahmen vor. Damit gingen alle hart erkämpften Erfolge der vergangenen Jahre verloren.
als Antwort auf: Die hilflosen Retter der Griechen #29693Magazin: IWF rechnet mit zehn Jahre Dauer der Griechenland-Krise
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass die Bewältigung der Griechenland-Krise bis zu zehn Jahre in Anspruch nehmen wird. Das berichtete das deutsche Magazin "Der Spiegel".
Der IWF wolle in Griechenland tätig sein, bis die wirtschaftlichen Reformen Früchte trügen, berichtete der "Spiegel" vorab ohne Angabe von Quellen. Die Organisation wolle für das erste, auf drei Jahre angelegte Hilfsprogramm 27 Milliarden Euro bereitstellen, hiess es weiter. Davon sollten im ersten Jahr bis zu 15 Milliarden Euro ausgezahlt werden.
Die Zustimmung Deutschlands zu dem Rettungspaket ist dem "Spiegel" zufolge erst nach erheblichem Druck der US-Regierung zustande gekommen. Die Deutschen müssten ihren Widerstand schleunigst aufgeben, habe US-Finanzminister Timothy Geithner vergangenes Wochenende beim Treffen der G-7-Finanzminister in Washington von Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen verlangt.
Das Problem Griechenland gehöre umgehend vom Tisch bevor die Krise auf andere Staaten überspringe, habe er gefordert. Das sei vor allem die Aufgabe Deutschlands als führende Wirtschaftsmacht Europas.
Die Euro-Zone schnürt derzeit gemeinsam mit dem IWF ein milliardenschweres Kreditpaket, um der von der Zahlungsunfähigkeit bedrohten Regierung in Athen unter die Arme zu greifen. Deutschland würde sich daran in diesem Jahr nach bisherigen Angaben mit mindestens 8,4 Milliarden Euro beteiligen.
als Antwort auf: Die hilflosen Retter der Griechen #29322Griechenland-Hilfe deutlich höher als befürchtet
Die Hilfe für Griechenland muss offenbar drastisch aufgestockt werden. Es ist die Rede von bis zu 120 Milliarden Euro. Die deutsche Bundesregierung will die Zahl nicht bestätigen.
Der Konsolidierungsbedarf liege in einer Grössenordnung von am Ende wohl zwischen 100 und 120 Milliarden Euro, sagten Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin und SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann nach einem Treffen mit den Chefs des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank, Dominique Strauss-Kahn und Jean-Claude Trichet.
Trittin sagte, die 45 Milliarden Euro, von denen bis jetzt die Rede war, seien nur der Anfang. Es sei bewusst nachgefragt worden, wie es zu einer derart dramatischen Entwicklung habe kommen können. Die Antwort sei ziemlich eindeutig gewesen: Das Zögern und Zaudern der Europäischen Union habe die Krise verstärkt, vertieft und den Konsolidierungsbedarf in diese Höhe getrieben.
Deutschland muss 20 Prozent zahlen
«120 Milliarden Konsolidierungsbedarf bedeutet, dass zwei Drittel durch die EU aufgebracht werden müssen, davon 20 Prozent von Deutschland», fügte Trittin hinzu. Das wären 16 Milliarden Euro.
Es sei notwendig, finanzielle Hilfen in dieser Grössenordnung in absoluter Transparenz und unter Beteiligung des Bundestages auf den Weg zu bringen, sagte Trittin. Griechenland solle nach diesem Modell faktisch drei Jahre vom Markt genommen werden. Das sei notwendig für die Restrukturierung dort.
Regierung will Gesetzentwurf am Montag zu beschliessen
Die Bundesregierung will schnell über Finanzhilfen für Griechenland entscheiden und setzt die Opposition unter Druck. Falls die ultima-ratio-Situation eintrete, strebe die Regierung an, den entsprechenden Gesetzentwurf am Montag zu beschliessen, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble in Berlin. Bei den Fraktionen werde dafür geworben, bereits am 7. Mai zum Abschluss der Gesetzgebung zu kommen.
Weder Schäuble noch die Chefs des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank, Dominique Strauss-Kahn und Jean-Claude Trichet, bestätigten die Angaben der Opposition, es bestehe ein Konsolidierungsbedarf für Griechenland von 120 Milliarden Euro in drei Jahren. Dies sei noch offen, erklärten sie.
Trichet betonte, es sei wichtig, dass die Entscheidung für die Hilfen «extrem schnell» getroffen werde. Strauss-Kahn bekräftigte, jeder Tag, der verloren gehe, verschlechtere die Situation in der gesamten Europäischen Union und könne weitere Konsequenzen haben. Er sei aber zuversichtlich, die griechische Krise könne gelöst werden.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will vor weiteren Entscheidungen zur Finanzkrise Griechenlands die Ergebnisse der direkten Verhandlungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit dem Land über ein Sanierungsprogramm abwarten.
Keine Lohnkürzungen in Griechenland
Griechenland wies derweil Forderungen der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach einer Lohnkürzung im Kampf gegen die Schuldenkrise zurückgewiesen.
Arbeitsminister Andreas Loverdos teilte nach einem Treffen mit Vertretern des griechischen Industrieverbandes in Athen mit, dass weder «weder der Staat noch die Sozialpartner» die vorgeschlagenen Kürzungen akzeptierten. Streichungen des 13. und des 14. Monatsgehalt im privaten Sektor hätten einen «desaströsen Effekt» auf das kränkelnde Rentensystem des Landes, sagte Loverdos.
Zum Abbau seiner horrenden Schulden hat die Regierung drakonische Sparmassnahmen angekündigt. Die Gewerkschaften kündigten für Mittwoch kommender Woche einen Generalstreik an.
als Antwort auf: Die hilflosen Retter der Griechen #29223Griechenland neu mit Ramsch-Status
Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit des Landes auf Junk herabgestuft. Die Regierung erklärt, sie könne bereits jetzt kein Geld mehr aufnehmen.
Viel Historie, viel Schulden: Griechenland gilt auf den Finanzmärkten nicht mehr als kreditwürdig.
Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, hält Befürchtungen vor einem Zahlungsausfall Griechenlands oder anderer hochverschuldeter Euro-Länder für unbegründet. «Für mich ist es ausgeschlossen», dass Griechenland oder ein anderes Euro-Land ihre Schulden nicht mehr bedienen, sagte Trichet am Dienstag bei einer Podiumsveranstaltung in Chicago. Er äusserte sich auf die Frage eines Teilnehmers nach den Auswirkungen einer griechischen Staatspleite auf die europäische Gemeinschaftswährung. Zum Stand der Vorbereitungen für ein Hilfspaket der Euro-Länder für Athen wollte sich Trichet nicht äußen.Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf die Stufe« Junk» (Ramsch) herabgestuft. Die Analysten der Ratingagentur zweifeln an der Fähigkeit des Landes, die zur Sanierung des Staatshaushaltes nötigen Reformen zu implementieren. Damit steigt der Druck auf das vom Staatsbankrott bedrohte Land noch weiter an. Wie die Standard & Poor’s mitteilt setzte sie die Kreditwürdigkeit Griechenlands von BB+ auf BBB- herab. Das bedeutet, dass Griechenland nach Einschätzung der Agentur die Kreditwürdigkeit verloren hat. Auch den Ausblick stuft S&P mit «negativ» ein. Das bedeutet, die Analysten könnten das Rating gar nochmals senken.
Die griechische Regierung kann nach eigenen Angaben bereits kein Geld mehr auf den internationalen Finanzmärkten aufnehmen. Die in Aussicht gestellten Nothilfen der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds müssten daher bis zum 19. Mai bereit stehen, sagte Finanzminister Giorgos Papakonstantinou am Dienstag vor Abgeordneten seiner Sozialistischen Partei. Wegen der Unmöglichkeit, weiter Zugang zu den Märkten zu haben, müsse «die Prozedur bis zu diesem Datum beendet, bestätigt und unterschrieben sein», hob er hervor.
Zinsen von bis zu 15 Prozent
Es ist das erste Mal, dass Athen erklärt, tatsächlich keine neuen Kredite mehr aufnehmen zu können. Die Kosten für die Schulden Griechenlands stiegen am Dienstag weiter auf immer neue Rekordwerte: Investoren verlangten für zehnjährige griechische Staatsanleihen eine Rendite von 9,622 Prozent. Deutschland muss für seine als sicher geltenden Papiere gerade einmal rund drei Prozent zahlen. Noch teurer waren am Dienstag zweijährige Staatsanleihen aus Griechenland, deren Rendite auf 14,96 Prozent stieg – nach 12,96 Prozent am Vortag.
Auch die Preise für Kreditversicherungen, sogenannte Credit Default Swaps (CDS), auf griechische Staatsschulden erreichten neue Rekordwerte: Sie stiegen am Dienstag auf 764 Basispunkte. Das bedeutet, dass Anleiheninhaber pro Jahr bis 2015 764’000 Dollar zahlen müssen, um zehn Millionen Dollar Anleihen gegen einen Ausfall abzusichern. Die Entwicklung zog auch die internationalen Börsen in Mitleidenschaft. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag rund 2 Prozent tiefer geschlossen. Der SMI stand zum Schluss bei 6’667,74 Punkten.
Auch Portugal herabgestuft
Die Ratingagentur Standard & Poor’s hatgleichentags auch die Kreditwürdigkeit Portugals heruntergesetzt. Hintergrund seien wachsende Zweifel an der Fähigkeit des Landes, mit seiner enormen Schuldenlast fertig zu werden. Der Ausblick sei negativ. Auch die schwachen Konjunkturaussichten hätten zu der Entscheidung beigetragen, Portugals Langzeit-Rating um zwei Stufen auf «A-« von bisher «A&» zu senken. Damit ist das Euro-Land noch vier Stufen vom spekulativen «Ramsch- Status» entfernt. Die europäischen Aktienmärkte gaben nach der Ankündigung weiter nach.
In Griechenland sind die Staatsschulden aus dem Ruder gelaufen. Nach Angaben der EU belief sich das Staatsdefizit des südosteuropäischen Landes 2009 auf 13,6 Prozent der Wirtschaftsleistung, deutlich über der Schuldengrenze im Stabilitätspakt von 3,0 Prozent. Papakonstantinou gestand am Dienstag zudem ein, dass eine erneute Korrektur der griechischen Neuverschuldung im vergangenen Jahr notwendig sein könnte. Das Defizit könnte über 14 Prozent liegen, sagte er. Die europäische Statistikbehörde Eurostat hatte die Zahl erst am Donnerstag zum dritten Mal auf den jetzigen Wert korrigiert.
Geld von der EU und vom IWF
Griechenland hatte die Staaten der Euro-Zone am Freitag um Milliardenhilfen gebeten. Ein zuvor vereinbarter Hilfsmechanismus sieht vor, dass das Land dieses Jahr bis zu 30 Milliarden Euro Notkredite von den Euro-Ländern erhalten kann. Deutschland würde dazu bis zu 8,4 Milliarden Euro beitragen. Weitere bis zu 15 Milliarden Euro könnten vom Internationalen Währungsfonds (IWF) kommen.
als Antwort auf: Die hilflosen Retter der Griechen #29109Griechenlands Zinskosten explodieren
Innert einem Tag sind die Zinssätze für griechische Schulden nochmals um 3 Prozent angestiegen. Was bedeutet die Entwicklung solcher Marktsätze?
Neuer Rekord bei Risikoprämie für griechische Staatsanleihen
Die Verschuldungslage in Griechenland verschlimmert sich täglich weiter. Innert eines Tages sind die Zinskosten für die in Anleihen verbrieften Schulden mit einer Laufzeit von zwei Jahren um 3 Prozent auf 13,5 Prozent angestiegen. Noch Ende März lag der Zinssatz für diese Verschuldung bei 5,2 Prozent. Damit hat sich der Zinssatz seither mehr als verdoppelt.Wie dramatisch hoch der Zinssatz ist, zeigt auch ein Vergleich zu anderen Ländern. Der entsprechende Satz für die gleiche Zeitdauer der Staatsschuld liegt in der Schweiz bei einem halben Prozent und in Deutschland bei knapp einem Prozent. Die hohen Zinsen machen griechische Staatsanleihen für Anleger allerdings nicht zu interessanten Investitionen. Wer schon bei Sätzen von 10 Prozent an ein Schnäppchen geglaubt hat, musste bereits heftige Verluste verbuchen. Denn höhere Zinssätze sind nur die andere Seite von sinkenden Kursen der Anleihen.
«Haircut» für die Investoren
Kommt dazu, dass immer mehr auch ein sogenannter «Haircut» für die Investoren in griechische Anleihen diskutiert wird. Das bedeutet, dass sich die Besitzer der Anleihen – vor allem Banken – einen Teil des Nominalwerts ans Bein streichen müssen. Damit soll verhindert werden, dass nicht nur die Steuerzahler der westeuropäischen Länder mit dem Hilfspaket für Griechenland Risiken eingehen.
Eine Besonderheit der Zinssätze der griechischen Staatsanleihen ist, dass sie für längere Fristen tiefer liegen als für kürzere. Für 30-jährige Anleihen muss Griechenland bloss etwa 7,4 Prozent bezahlen, für einjährige rund 12 Prozent. Gewöhnlich und bei praktisch allen Anleihen anderer Länder ist die Lage umgekehrt. Denn Investoren müssen ansonsten umso höher entschädigt werden, je länger sie ihr Geld in solche Anleihen binden.
Diese Irregularität bedeutet, dass auf den Märkten damit gerechnet wird, dass in Griechenland vor allem in der nächsten Zeit – in den nächsten ein bis zwei Jahren – die grössten Gefahren drohen, bis zu einem Staatsbankrott.
als Antwort auf: Die hilflosen Retter der Griechen #28985"Neue Odyssee": Griechenland beantragt Finanzhilfe bei EU und IWF
Das hoch verschuldete Griechenland greift zum finanziellen Rettungsring: Die Regierung beantragt Finanzhilfe bei der EU und beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Der Entscheid führte zu Demonstrationen in mehreren griechischen Städten.
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"Ich habe die entsprechende Anweisung an das Finanzministerium gegeben", sagte der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou in einer emotionalen Fernsehansprache an das griechische Volk.Die Griechen erwarte eine "neue Odyssee", sagte Papandreou von der kleinen Mittelmeerinsel Megisti (Kastelorizo) aus. "Unsere Partner werden das Nötige tun, um uns einen sicheren Hafen zu bieten, wo wir unser Schiff wieder seetüchtig machen können."
Die Hoffnung, die internationalen Märkte würden positiv auf das griechische Sparprogramm und den Hilfsplan der EU reagieren, habe sich nicht erfüllt. Griechenland laufe Gefahr, dass wegen der Spekulanten alle Sparanstrengungen zunichte gemacht werden. Aus diesem Grund sei Athen gezwungen, jetzt zu handeln.
In Athen und in Thessaloniki haben mehrere hundert Menschen gegen diese Entscheidung demonstriert. In Athen kam es zu kurzen Zusammenstössen mit der Polizei, als die Sicherheitskräfte ein Vordringen der Protestierenden auf die Vertretung der EU-Kommission verhinderten. Auf den Transparenten prangten Forderungen wie ‚IWF go home‘ und ‚Der Kapitalismus soll für die Krise zahlen‘.
Griechenland muss bis zum 19. Mai rund elf Milliarden Euro aufwerfen, um einen Teil seiner Schulden zu bedienen. Die Euro-Länder wollen Athen mit bis zu 30 Mrd. Euro im ersten Jahr unter die Arme greifen. Davon würde allein Deutschland bis zu 8,4 Mrd. Euro übernehmen. Der IWF könnte zusätzlich bis zu 15 Mrd. Euro beisteuern.
Die EU-Kommission will den Antrag Griechenlands so rasch wie möglich prüfen, sagte der Sprecher von Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel. "Es steht alles bereit, um die Stabilität des Euro-Raums zu bewahren und Griechenland zu helfen."
Der Hilfsantrag Griechenlands muss von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und IWF geprüft werden. Der Schuldenberg Griechenland wuchs auf 273 Mrd. Euro – das sind 115 Prozent des Bruttoinlandprodukts und liegt weit über dem von der EU erlaubten Gesamtschuldenstand von 60 Prozent.
als Antwort auf: Die hilflosen Retter der Griechen #28844Athen kann nicht mehr
Das hoch verschuldete Griechenland wird noch am heute Finanzhilfe beantragen. Das verlautet aus griechischen Regierungskreisen.
Regierungschef Giorgos Papandreou werde «in der kommenden Stunde» bei EU und Internationalem Währungsfonds um Hilfe bitten, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Freitagvormittag aus griechischen Regierungskreisen. Athen hatte in den vergangenen Tagen mit der Europäischen Union und dem IWF über mögliche Hilfen in Höhe von bis zu 45 Milliarden Euro allein für dieses Jahr verhandelt.
als Antwort auf: Die hilflosen Retter der Griechen #28682«Griechenland ist ein Fass ohne Boden»
In Deutschland wächst die Sorge, dass man zur Rettung der Helenen noch viel mehr zahlen muss, als ursprünglich angenommen. Und auch beim IWF wachsen die Bedenken.
IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn hat die Schuldenkrise in Griechenland als ernstes Problem bezeichnet. Es gebe keine «Silberkugel», um die Angelegenheit «auf die einfache Weise» zu erledigen, sagte er am Donnerstag zu Reportern in Washington. Die Verhandlungen zwischen Athen und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hätten gerade erst begonnen und würden noch einige Zeit brauchen, sagte er weiter. Zugleich wies er Berichte zurück, der IWF plane eine Umstrukturierung der griechischen Schulden, bei der Gläubiger Abschläge hinnehmen müssten. Diese Sorge hat in den vergangenen Tagen die Finanzmärkte beunruhigt.
Neben der Griechenland-Krise stehen Konsequenzen aus der Bankenkrise und den milliardenteuren Rettungsaktionen im Mittelpunkt des G-20-Finanzministertreffens, das der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank am Wochenende in Washington vorausgeht. Die Minister und Notenbankchefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer wollen am (heutigen) Freitag unter anderem über strengere Spielregeln für die Finanzmärkte und über Möglichkeiten beraten, wie die Branche an den Kosten künftiger Krisen beteiligt werden kann.
130 Milliarden Euro nötig?
Deutschland muss einem Bericht zufolge eventuell weit mehr Finanzhilfen an Griechenland zahlen als bisher angenommen. Laut «Bild»-Zeitung erklärte der FDP-Abgeordnete Frank Schäffler, die Kredithöhe könne mehr als doppelt so hoch ausfallen wie erwartet. «Es ist wahrscheinlich, dass Deutschland bis Ende 2012 über 30 Milliarden Euro Kredite bereitstellen muss», sagte Schäffler der Zeitung zufolge. «Danach könnte es noch mehr werden. Griechenland ist ein Fass ohne Boden.»
Schäffler beruft sich demnach auf einen Refinanzierungsbedarf des Landes von knapp 130 Milliarden Euro bis 2012. FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms forderte Griechenland auf, im Fall eines Staatsbankrotts in erster Linie Hilfe beim Internationalen Währungsfonds (IWF) und nicht bei den anderen Mitgliedern der Eurogruppe zu suchen.
als Antwort auf: Die hilflosen Retter der Griechen #28013Griechisches Defizit nach oben korrigiert
Die Schuldenkrise Griechenlands ist schwerer als bisher bekannt: Die EU-Statistikbehörde Eurostat korrigierte das öffentliche Defizit Griechenlands für das Jahr 2009 auf 13,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) nach oben.
Die Regierung in Athen hatte die Neuverschuldung zuletzt mit 12,9 Prozent angegeben. Es ist bereits die dritte Korrektur des griechischen Defizits innerhalb eines Jahres. Es könnte aber auch noch höher liegen: Wegen noch nicht bekannter Daten aus der Sozialversicherung könnte der Wert nochmals um bis zu 0,5 Prozentpunkte steigen, berichteten die Statistiker am Donnerstag.
Ende 2009 hatte die neugewählte griechische Regierung die Vorhersage für das Staatsdefizit auf 12,7 Prozent des BIP verdoppelt. Später besserte Athen die Zahl auf 12,9 Prozent nach.
Am Rand der Staatspleite
Die Gesamtschulden Griechenlands liegen bei rund 300 Milliarden Euro. Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben Griechenland für dieses Jahr Hilfen in Höhe von bis zu 45 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Mit der nun nach oben korrigierten Neuverschuldung wird immer wahrscheinlicher, dass Griechenland diese Kredite in Anspruch nehmen muss. Die neuesten Zahlen belegen, dass das Land sich an den Rand der Staatspleite manövriert hat. 2009 beliefen sich die Schulden des Euro-Landes auf 273 Milliarden Euro und damit auf 115 Prozent des Bruttoinlandprodukts.
Die griechische Regierung hat bereits angekündigt, dass sie dennoch an den bestehenden Sparzielen festhalten will. Sie will in diesem Jahr das Defizit mit einem drastischen Sparprogramm auf 8,7 Prozent senken. Dafür wären nach den neuesten Daten noch stärkere Anstrengungen erforderlich.
Fast nur Defizitsünder
Das höchste Defizit in der Euro-Zone wies im vergangenen Jahr Irland auf mit 14,3 Prozent des BIP. Im gesamten Währungsgebiet lag die Neuverschuldung bei 6,3 Prozent – mehr als doppelt so hoch wie die erlaubte Obergrenze nach dem Stabilitäts- und Wachstumspakt. Im Vorjahr waren es noch 2,0 Prozent.
Die milliardenschweren Konjunkturprogramme und Bankenrettungspakete sowie die massiven Einnahmeausfälle durch die Wirtschaftskrise trieben die Schulden in fast allen Ländern nach oben.
Derzeit stecken schon 20 der 27 EU-Staaten in Sanktionsverfahren wegen übermässiger Defizite. Die EU-Kommission räumt ihnen wegen der Krise allerdings mehrere Jahre statt nur ein Jahr Zeit ein, die Staatsfinanzen zu sanieren.
als Antwort auf: Wandern um Agia Galini #29108Hallo Eirene
Natürlich lässt sich um Agia Galini auch wandern. Ich bin z.B. unter anderem an die Agios Georgios Bucht gelaufen (ca. 6 km.). Für viele Orte braucht man halt ein Fahrzeug, oder den Bus.
Hier noch Agia Galini von oben.Liebe Grüsse
Udoals Antwort auf: Du bist Deutsche/r, wenn … #29311Lieber Jochen
Leider ist im Moment diese Einladung aus geographischen Gründen nicht annehmbar für mich. Aber Kamilari wäre schon ein geeigneter Ort für mich. War ja auch schon ein paar mal da. Vielleicht klappt es ja einmal (ohne Rauchen beim Essen). Obwohl ich ja auch ab und zu Pfeife rauche.
Liebe Grüsse
Udoals Antwort auf: Du bist Deutsche/r, wenn … #29096Jochen wrote: …………
………… du als Raucher beim Essen Rücksicht auf Nichtraucher nimmst.Aber Jochen
Diese Haltung habe ich bei Besuch in Deutschland öfters vermisst!
[smiley=cry.gif]Liebe Grüsse
Udo -
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