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      Papademos wird neuer Regierungschef
      Der ehemalige Vize-Präsident der EZB, Lucas Papademos, ist neuer Ministerpräsident von Griechenland. Er folgt auf Giorgos Papandreou.
      Nach viertägigen Koalitionsverhandlungen haben sich die Führer der grossen griechischen Parteien auf Lukas Papademos als neuen Ministerpräsidenten geeinigt. Der frühere Vizepräsident der Europäischen Zentralbank soll bis zu den Neuwahlen Ende Februar kommenden Jahres eine Übergangsregierung führen und die Auszahlung der nächsten Tranche des Rettungspakets in Höhe von 130 Milliarden Euro sicherstellen. Papademos wird einer Koalitionsregierung aus Sozialisten und Konservativen vorstehen. Er folgt auf Giorgos Papandreou, der das Amt des Ministerpräsidenten nach der Hälfte seiner vierjährigen Amtszeit aufgibt.
      Der 64-Jährige traf heute Vormittag am Amtssitz von Staatschef Karolos Papoulias ein, wo die Führer der politischen Parteien über die Bildung einer Übergangsregierung berieten. Der bisherige Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte am Mittwoch offiziell seinen Rücktritt erklärt.
      Verhandlungen stockten
      Papandreou hatte angekündigt, nach der Einigung auf eine Koalitionsregierung sein Amt aufzugeben. Seit Sonntag gerieten die Verhandlungen zwischen Papandreou und Samaras immer wieder ins Stocken.
      An den von Staatspräsident Karolos Papoulias initiierten Gesprächen am Donnerstag nahm auch der Vorsitzende der rechtsgerichteten Partei LAOS, Giorgos Karatzaferis, teil. Am Mittwoch war er entrüstet aus der Sitzung gestürmt und hatte den führenden Parteichefs «Tricksereien» vorgeworfen.
      Verschuldung ohne Hilfe bald auf 200 Prozent
      Die Schulden Griechenlands dürften in den nächsten Jahren völlig aus dem Ruder laufen. Wenn die Hilfe für Athen nicht greife, werde die gesamtstaatliche Verschuldung 2012 und 2013 jeweils knapp 200 Prozent des Bruttoinlandprodukts erreichen, warnte die EU-Kommission am Donnerstag in ihrer Herbstprognose.
      Das wäre mehr als das Dreifache der in der EU erlaubten Grenze von höchstens 60 Prozent der Wirtschaftsleistung. Für das laufende Jahr wird die griechische Verschuldung auf knapp 163 Prozent geschätzt.
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      Diktiana

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        Erzbischof vereidigt neue griechische Regierung

        In Griechenland hat am Freitag die Vereidigung der neuen Regierung unter dem ehemaligen Vize-Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Lucas Papademos, begonnen.

        Die Zeremonie unter Leitung des Erzbischofs von Athen und Oberhaupts der Kirche Griechenlands, Ieronymos, begann um 15.00 Uhr MEZ im Amtssitz von Staatschef Karolos Papoulias. Die Übergangsregierung soll das Land nach dem Rücktritt des bisherigen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou aus der chronischen Finanzkrise herausführen und für vorgezogene Neuwahlen sorgen.

        Der bisherige Finanzminister Evangelos Venizelos von der sozialdemokratischen PASOK behält sein Amt. Das Aussenministerium übernimmt der frühere EU-Umweltkommissar Stavros Dimas, Vize-Vorsitzender der konservativen Nea Dimokratia (ND). Sein Parteifreund Dimitris Avramopoulos, ehemaliger Bürgermeister von Athen, wird Verteidigungsminister.

        Erstmals seit dem Ende der Militärdiktatur 1974 ist an der neuen Regierung der nationalen Einheit eine rechtsnationalistischen Partei beteiligt: Makis Voridis von der LAOS-Partei wird das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr leiten.

        Er stammt aus der Jugendorganisation der Militärjunta und stand lange dem rechtsextremen Front National von Jean-Marie Le Pen in Frankreich nahe. Voridis‘ Parteifreund Adonis Georgiadis, unter anderem Mitherausgeber eines antisemitischen Pamphlets, wird Staatssekretär für Entwicklung und die Handelsmarine.

        Insgesamt umfasst die neue Regierung 17 Mitglieder, 14 davon gehören der PASOK an.

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