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Griechenland präsentiert neues Rettungs-Szenario
Die Angst vor einer griechischen Staatspleite wächst weiter. Die Regierung kündigt nun ein Szenario an, dass den Griechen rund zwei Milliarden Euro in die Staatskasse spülen soll.
Mit einer neuen Immobiliensteuer sollen bis Jahresende rund zwei Milliarden Euro in die griechische Staatskasse fliessen. Ministerpräsident Giorgos Papandreou bezeichnete am Sonntag Szenarien zum Austritt aus der Euro-Zone als unseriös.
Ein solcher Schritt würde zu einem Dominoeffekt führen, der als letzte Konsequenz den Zusammenbruch der Währungsgemeinschaft als Folge hätte, sagte Papandreou nach einer Kabinettssitzung in Thessaloniki.
«Der Euro ist wichtig, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern auch für Europas politischen Zusammenhalt.» Er kündigte einen «Titanenkampf» gegen einen drohenden Bankrott an. Dafür müssten seine Landsleute weitere Opfer bringen.
Im Ausland mehrten sich zuletzt Stimmen, die den Ausschluss Griechenlands aus der Währungsgemeinschaft fordern. Am Sonntag brachte mit dem deutschen Vizekanzler Philipp Rösler erstmals ein Mitglied der Regierung in Berlin eine Staatspleite Griechenlands ins Gespräch.
Dagegen sagte der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos nach der Sitzung der Regierung, sein Land werde alles tun, um seine Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern zu erfüllen. «Die Lage ist kritisch», sagte er.
Steuer pro Quadratmeter Wohnfläche
Die Immobiliensteuer werde für zunächst zwei Jahre gelten. Gemäss Venizelos müssen die Griechen pro Quadratmeter Wohnfläche von 0,50 Euro in ärmeren Wohngebieten bis zu zehn Euro in den vornehmsten Stadtviertel bezahlen. Im Durchschnitt seien 4 Euro Abgabe pro Quadratmeter fällig.
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