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      Griechenland kann den Schuldensumpf nicht trockenlegen
      Lage «katastrophal»

      Die Zahlen sprechen dafür, dass die 2010 im Gegenzug für ein hartes Sparprogramm ausgehandelten Kredite über 110 Milliarden Euro den griechischen Schuldensumpf nicht trockenlegen konnten: Griechenland hat 340 Milliarden Euro Schulden, das entspricht etwa seiner Wirtschaftsleistung von anderthalb Jahren.

      Das Staatsdefizit war 2010 mit 10,5 Prozent höher als angenommen. Athen muss derzeit 14 beziehungsweise 20 Prozent Zinsen auf seine Anleihen mit Laufzeiten von zehn und zwei Jahren zahlen: Eine baldige Rückkehr an die Finanzmärkte scheint ausgeschlossen. Die Lage Griechenlands sei «katastrophal», sagt eine mit den Diskussionen vertraute Quelle.

      Unzufriedenheit auf allen Seiten

      Juncker sprach nun davon, dass Griechenlands Sanierungsprogramm angepasst werden solle. Das kann heissen: Längere Laufzeiten der Hilfen und ein Aufschub bei den Vorgaben zur Haushaltssanierung. Aber auch weitere Einsparungen, die besonders die Bevölkerung treffen würden.

      Von einer Umschuldung, die gemäss Financial Times Online von Deutschland ins Spiel gebracht wurde, wollen Juncker und EU-Kommission nichts wissen: «Denn der Effekt auf das Land und den ganzen Euro-Raum wären extrem negativ», sagte der Sprecher von Währungskommissar Olli Rehn.

      Nicht nur Deutschland ist skeptisch. Offenbar ist man auch beim IWF unzufrieden, vor allem mit den geplanten Privatisierungen und der Eintreibung von Steuern – also mit der Einnahmenseite. Griechenland selber sei auch nicht glücklich mit dem Hilfspaket und in EU-Kreisen gebe es Zweifel, dass Athen die Bedingungen für die nächste Kredittranche erfüllen könne, schreibt Financial Times Online.

      Teurer Bankrott für EU-Länder

      Etwa mit Beginn des Treffens berichtete «Spiegel Online» sogar, Griechenland erwäge angesichts einen Austritt aus der Euro-Zone. «Dadurch wurde die Bedeutung des Treffens extrem hochgejazzt», sagte ein EU-Diplomat. Der Euro verlor aufgrund der Story umgehend an Wert, denn politisch wie finanziell birgt ein solcher Schritt grosse Gefahren für Europa und Griechenland, dessen Schulden sich mit einer neuen, schwachen Währung sogar verdoppeln könnten.

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