Ansicht von 2 Beiträgen – 1 bis 2 (von insgesamt 2)

  • Autor

    Beiträge

  • Diktiana

    Teilnehmer
      Beitragsanzahl: 1535

      Die «Liste der Schande»

      Es ist ein radikaler Schritt: Die griechische Regierung hat eine Liste mit den grössten Steuersündern ins Web gestellt. Insgesamt schulden sie dem Staat fast 15 Milliarden Euro.
      Um seinen riesigen Schuldenberg begleichen zu können, erhöht die griechische Regierung den Druck auf Steuersünder. Seit gestern ist im Internet eine Liste (auf Griechisch) mit den Personen veröffentlicht, die dem Staat eine grosse Summe schulden. Ganze 4152 Namen sind aufgelistet – dazu gehören gemäss der Nachrichtenagentur dpa auch prominente Musiker und Geschäftsleute. Knapp 15 Milliarden Euro schulden diese dem griechischen Staat. Der griechische Finanzminister sprach in diesem Zusammenhang von «einer Liste der Schande».

      Die griechische Regierung hatte die Liste bereits im November des letzten Jahres zusammengestellt und die betroffenen Personen darauf aufmerksam gemacht, die Schuld innert zehn Tagen zu begleichen. Weil dieses Druckmittel offenbar nicht ausreichte, hat sich die Regierung in Absprache mit der Datenschutzbehörde nun für eine Veröffentlichung der Liste entschlossen.

      Ob die Regierung diese immense Summe jemals zu sehen bekommen wird, ist jedoch mehr als fraglich. Experten erklärten gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass der Staat im besten Fall einen Fünftel davon kassieren könne. Denn viele der aufgelisteten Personen seien bereits im Gefängnis oder nach dem Bankrott ihres Unternehmens ohnehin pleite.

      Die Zeit drängt

      Griechenland ist dringend auf das Geld angewiesen. Das Land sitzt derzeit auf einem Schuldenberg von 352 Milliarden Euro. Ein neues Rettungspaket über 130 Milliarden Euro ist bereits auf dem Weg. Noch muss aber Finanzminister Evangelos Venizelos muss mit seinen Kollegen in der EU über die neuen Konditionen verhandeln, damit sein Land die zusätzliche Hilfe erhält.
      >> Quelle und weiterlesen

      Diktiana

      Teilnehmer
        Beitragsanzahl: 1535

        Griechenlands prominente Steuerhinterzieher

        Die griechische Regierung hat eine Liste von Steuersündern im Internet veröffentlicht. Darunter finden sich prominente Musiker, Sportler und Geschäftsleute.
        Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hat gestern Abend die grössten privaten Steuersünder im Internet publik gemacht. Von einer «Liste der Schande» sprach er in einer Pressekonferenz. Am Pranger stehen 4152 Namen. Darunter sind auch bekannte Musiker, Unternehmer und Geschäftsleute zu finden. Politiker sucht man jedoch vergeblich.

        Der Treuhänder Nikos Kassimatis aus Thessaloniki steht mit 952 Millionen Euro Steuerschulden ganz zuoberst auf Venizelos’ Liste. Kassimatis ist in Griechenland kein Unbekannter. Eine Verwicklung in einen Skandal um eine illegale Mehrwertsteuerabwicklung brachte ihn ins Gefängnis. In 66 weiteren Fällen wird noch gegen ihn ermittelt. So soll er auch Steuerbeamte bestochen haben, damit diese Steuerbussen gegenüber Unternehmen zurücknehmen.

        Der Steuerberater war zudem ein enger Mitarbeiter von Panagiotis Psomiadis, dem suspendierten Präfekten von Thessaloniki. Auch gegen Psomiadis steht wegen illegaler Machenschaften ein Urteil des Obersten Gerichtshofs aus.

        Ein Finanzjongleur

        Eine weitere Person auf der publizierten Liste des griechischen Finanzministeriums ist der amerikanisch-griechische Geschäftsmann George Koskotas. 2,4 Millionen Euro soll er noch nicht bezahlt haben. Koskotas war in den 80er Jahren Verwaltungsratspräsident der Bank of Crete und Besitzer von mehreren Zeitungen, Radiostationen und des Fussballvereins Olympiakos Piräus.

        Dem Finanzinstitut Bank of Crete unterschlug Koskotas damals über 100 Millionen Euro, wofür er später ins Gefängnis musste. Der Finanzskandal reichte 1989 bis in die höchsten Regierungskreise, zahlreiche Minister mussten in der Folge zurücktreten.

        Ein Fussballpräsident

        Die Welt des Sports und der Musik steht beim griechischen Staat ebenso in der Kreide, etwa mit dem ehemaligen Basketballspieler von Aris Thessaloniki, Michalis Misounof. Auch Giorgos Batatoudis, der ehemalige Präsident und Grossaktionär des Fussballvereins PAOK, aus Thessaloniki hat noch offene Rechnungen in der Höhe von 2,5 Millionen Euro zu begleichen. Dem Fussballverein hinterliess er Schulden in Millionenhöhe.
        >> Quelle und Rest

      Ansicht von 2 Beiträgen – 1 bis 2 (von insgesamt 2)
      • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
      Nach oben