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      Athen erwartet noch stärkeren Wirtschaftseinbruch

      Griechenland gerät immer tiefer in die Rezession.

      Finanzminister Evangelos Venizelos sagte am Samstag, die griechische Wirtschaft werde noch mehr schrumpfen, als bisher angenommen.

      "Die Prognose war im Mai minus 3,8 Prozent. Jetzt übertreffen wir die (minus) fünf Prozent", erklärte er vor griechischen Unternehmern bei einer Messe-Eröffnung in der Hafenstadt Thessaloniki. Damit würden auch die Prognosen der EU unterboten.

      Hintergrund der neuen Vorhersagen seien die Sparpolitik der Regierung, aber auch psychologische Gründe, erläuterte Venizelos. Viele Menschen zögen ihr Geld von den Banken ab und investierten es nicht. Investitionen seien aber dringend notwendig. "Wir brauchen jetzt einen Sprung nach vorne", sagte Venizelos.

      Minister appelliert an seine Landsleute

      Der Minister rief seine Landsleute auf, die Hilfen der anderen Europäer anzuerkennen und sich anzustrengen, um die Finanzkrise zu überwinden. Griechenland bekomme eine "noch nie da gewesene" Hilfe von insgesamt 219 Milliarden Euro. "Es ist sehr wichtig diese Hilfe zu ehren, denn es sind die Steuerzahler vieler anderer EU-Staaten, die dafür bezahlen oder bürgen müssen."

      Für Griechenland seien die nächsten zwei Monate von entscheidender Bedeutung. Alle angestrebten Reformen müssten in die Tat umgesetzt werden: "Jeder Tag, der vergeht, zählt bis Ende Oktober wie ein Jahr. Wir müssen bis dahin das Puzzle (der Reform der griechischen Wirtschaft) zusammengesetzt haben", sagte der Minister.

      Venizelos warf ausserdem einigen Medien vor, abermals Gerüchte in die Welt gesetzt zu haben, Griechenland werde noch an diesem Wochenende pleite gehen.

      Griechenland erfüllt Auflagen nicht

      Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte nach einem Treffen der Finanzminister der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) in Marseille, Griechenland habe die Voraussetzungen für die Auszahlung der nächsten Hilfstranche von bisher nicht erfüllt.

      Derzeit ringt die Regierung in Athen mit den anderen Euro-Ländern und dem IWF um die Auszahlung der sechsten Tranche von acht Milliarden Euro aus dem ersten Hilfspaket. Ab Oktober soll der provisorische Euro-Rettungsschirm EFSF das Land mit einem zweiten Rettungspaket von weiteren rund 110 Milliarden Euro über Wasser halten.

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