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      «Es brennt an allen Ecken»

      BAK-Basel-Chef Urs Müller rechnet mit einer weiteren Eskalation der Schuldenkrise im Euroraum und empfiehlt den südeuropäischen Ländern das schwedische Krisenmanagement aus den 90er-Jahren.
      Griechenland geht ins dritte Rezessionsjahr ohne Aussicht auf Besserung, in anderen Ländern Südeuropas sind die Perspektiven ebenfalls düster. Wie lange sind die Menschen dort noch bereit, solche Rosskuren mitzumachen?
      Von einer Bereitschaft kann kaum noch die Rede sein. Es vergeht ja kaum ein Tag in Griechenland, an dem nicht gestreikt wird. Und nicht nur dort, sondern auch in Italien und Spanien sind die Regierungen von einer Woge der Unzufriedenheit weggespült worden. Viele Menschen stehen unter dem Eindruck, dass diejenigen, die den Schlamassel angerichtet haben, heute weniger bluten müssen als die meisten anderen. Dieses Gefühl dämpft die Opferbereitschaft der Leute enorm. Eine der spannendsten Fragen für das kommende Jahr wird sein, ob die Technokratenregierung von Mario Monti in Italien diese Widerstände in der Bevölkerung überwinden kann.

      Wie könnte dieser Anpassungsprozess gestaltet werden, damit er für die Menschen akzeptabler und erträglicher wird?
      Erst mal ist festzuhalten, dass kein Weg an dieser Anpassung vorbeiführt. Nachdem die Länder Südeuropas über viele Jahre mehr ausgegeben als eingenommen haben, stehen sie jetzt vor einer längeren Periode mit umgekehrten Vorzeichen. Dabei sollten sich die Verantwortlichen den früheren schwedischen Ministerpräsidenten Göran Persson zum Vorbild nehmen, der sein Land in den Neunzigerjahren aus einer schweren Krise herausführte. Persson hatte seinen Landsleuten stets reinen Wein eingeschenkt und die von ihm als notwendig erachteten Reformen unbeirrt und glaubwürdig durchgezogen.
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