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Griechische Regierung bereitet sich auf neue Verhandlungen vor
Das Finanzministerium erklärte am Montag, die Ankunft der Missionsleiter von Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank und der EU würde für Freitag erwartet.
Die Experten auf technischer Ebene sollten ihre Arbeit am (morgigen) Dienstag aufnehmen. «Dies ist ein kritischer Zeitpunkt für die griechische Wirtschaft, die Verhandlungen sind sehr schwierig», sagte Regierungssprecher Pantelis Kapsis.
«Es versteht sich, dass es erneuten Druck (der Schuldeninspektoren) geben wird, die Strukturreformen zu beschleunigen.» Trotz der Schwierigkeiten sei man aber optimistisch hinsichtlich des Ergebnisses der Verhandlungen, sagte der Sprecher.
Teilnahme an IWF-Vorstandssitzung
Das Experten-Team muss die Umsetzung der Reformen prüfen und analysieren, ob die bisher geplante Hilfe von 130 Milliarden Euro aus den Euro-Staaten und ein Verzicht von 100 Milliarden Euro seitens der Banken und Fonds zur Sicherung der griechischen Schuldentragfähigkeit ausreichen.
Nach Mitteilung des griechischen Finanzministeriums machten sich am Montag zwei ranghohe Verhandlungsführer auf den Weg nach Washington. Der Leiter der Agentur für Staatsschuldenmanagement, Petros Christodoulou, und der Hauptwirtschaftsberater George Zanias werden am Mittwoch an der Vorstandssitzung des IWF teilnehmen, das nach Mitteilung des Athener Finanzministeriums über Griechenland beraten wird.
S&P: Griechenland in Kürze pleite
Nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor’s steht Griechenland kurz vor einer Pleite. Wegen der hohen Verschuldung werde dies «sehr bald» geschehen, sagte der Leiter des Länderbereichs Europa, Moritz Krämer, am Montag Bloomberg TV. Eine ungeordnete Zahlungsunfähigkeit werde Auswirkungen auf andere Länder haben, deshalb versuche die Politik, dies zu verhindern. «Das Spiel ist noch nicht zu Ende», sagte Krämer.
Die Gespräche über die Gläubiger-Beteiligung stecken in einer Sackgasse und gefährden die Rettung Griechenlands. Die Regierung in Athen muss innerhalb von wenigen Tagen eine Einigung vorweisen, um nicht Ende März vor der Pleite zu stehen, wenn 14,5 Milliarden Euro an Anleihen fällig werden.
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