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Griechenland kann Schuldenschnitt nicht mehr abwenden
Das vor einem Jahr lancierte Rettungspaket ist bei den Märkten durchgefallen. Die einzige Option für Griechenland ist der Schuldenschnitt.Mit welchen Gefühlen blicken die Portugiesen heute nach Griechenland? Genau ein Jahr nach dem 110-Milliarden-Euro-Hilfspaket für die Griechen ist jetzt auch das portugiesische Pendant im Umfang von 78 Milliarden fertig geschnürt. Man kann nur hoffen, dass die erste Jahresbilanz im Falle Portugals entschieden günstiger ausfallen wird.
Die der Griechenland-Hilfe zugrunde liegende Konzeption hat nämlich Schiffbruch erlitten. Die von den Euroländern, der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfonds bereitgestellten Gelder, von denen bisher rund die Hälfte ausbezahlt worden ist, sollten den Refinanzierungsbedarf des Landes für eine gewisse Zeit decken. In dieser Phase hätte die Athener Regierung – erstens – mit drastischen Sparmassnahmen und höheren Steuereinnahmen das Fundament für eine Sanierung des Staatshaushalts legen und – zweitens – mit Reformen, Liberalisierung und Eindämmung der Bürokratie die Wirtschaft zu neuem Wachstum erwecken sollen.
Griechen bleiben ausgesperrt
Bis Mitte 2012, so der Marschplan, sollte das Vertrauen der Privatanleger in die Erneuerungsfähigkeit Griechenlands so weit wieder hergestellt sein, dass die Regierung die benötigten Mittel zur Hälfte am Markt aufnehmen kann. Doch davon sind die Griechen heute weiter denn je entfernt. Die Renditen für griechische Staatsanleihen – mit sage und schreibe rund 25 Prozent für zweijährige Papiere (siehe Grafik) – sprechen eine deutliche Sprache: Für die Märkte ist die Zahlungsunfähigkeit des Landes eine ausgemachte Sache. Offen ist nur noch, ob alle Beteiligten ihren Beitrag dazu leisten, dass die griechische Insolvenz in geordneten Bahnen abläuft, oder ob diese in einen unkontrolliert…….
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