Ansicht von 1 Beitrag (von insgesamt 1)

  • Autor

    Beiträge

  • Anonym

      Beitragsanzahl: 5352

      Wie brutal war die deutsche Wehrmacht in Griechenland?

      Eine neue Antwort des Verteidigungsministeriums
      Kleine Anfragen sind ein probates Mittel der Opposition im Bundestag, die Regierung unter Druck zu setzen. Das Bundesverteidigungsministerium hat jetzt eine solche Frage der Linkspartei beantwortet – und dabei überraschend wenig gesagt. Obwohl es um eine brisante geschichtspolitische Frage geht: Relativiert tatsächlich eine Einrichtung der Bundeswehr die Verbrechen der NS-Zeit?

      Gegenstand der Linkspartei-Anfrage sind die Verbrechen deutscher Truppen in Griechenland 1941 bis 1944. Unbestritten ist, dass die deutsche Operationen auf dem Balkan (Deckname "Unternehmen Marita") ab dem 6. April 1941 ein Angriffskrieg waren und zu einer äußerst brutalen Besetzung führten.

      Ein leitender Historiker beim Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr in Potsdam (MGFA) in Potsdam hielt es für sinnvoll, hier im Sinne wissenschaftlicher Forschung zu differenzieren. In einer zweieinhalbseitigen internen Stellungnahme für die Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine frühere, im Kern ähnliche Anfrage der Linkspartei schrieb er zur Rolle deutscher Gebirgstruppen während der Besetzung Griechenlands: "Es bleibt eine unrühmliche Liste von Übergriffen und brutalen Aktionen, an denen auch die Gebirgsjäger beteiligt gewesen sind." Dann fuhr das Papier des Potsdamer Historikers jedoch fort: "Es war Teil eines fast unübersichtlichen Bürgerkrieges, bei dem die kommunistischen Andarten (griechische Bezeichnung für einen Partisanen; d. Red.) den Widerstand gegen die italienisch-deutsche Besatzungsmacht gleichzeitig als Klassenkampf führten."

      >> weiterlesen

    Ansicht von 1 Beitrag (von insgesamt 1)
    • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
    Nach oben