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      Sensationsfund in Griechenland:
      Wissenschaftler fühlen Neandertaler auf den Zahn

      ATHEN, 11. Februar (RIA Novosti). Die Untersuchung des in Griechenland gefundenen Zahnes eines Neandertalers hat Wissenschaftler zu wichtigen Erkenntnissen in Bezug auf den ausgestorbenen Verwandten des modernen Menschen gebracht. Das geht aus einer Pressemitteilung des griechischen Kulturministeriums hervor.

      Ein Forscherteam vom Max-Plank-Institut (Leipzig) hat in Gemeinschaft mit griechischen Paläoanthropologen den Zahn untersucht, der in einer Höhle im Süden der Insel Peloponnes entdeckt worden war.

      Der Strontiumgehalt in dem etwa 40 000 Jahre alten Zahn und die Strontiumverteilung am Fundort haben ergeben, dass der betreffende Neandertaler recht weit von dem Ort starb, wo er geboren worden und aufgewachsen war. Es handelt sich um eine Entfernung von 20 Kilometer. "Die Analyseergebnisse, die vor kurzem in ‚Journal of Archaeological Science‘ veröffentlicht wurden, können zur Lösung einer der zentralen Fragen der Paläoanthropologie – des Bewegungsraums der Neandertaler – beitragen", behauptet die Archäologin Eleni Panagopoulou.

      Ihr zufolge hielten sich die Neandertaler nach Meinung einiger Forscher ihr ganzes Leben lang an einem Ort auf, während andere Wissenschaftler auf die Fähigkeit dieser Menschenart zu dauernden Nomadenzügen verweisen. Die jüngste Studie zeugt davon, dass die Neandertaler recht mobil waren sowie ihre Siedlungsnetze größer und komplizierter waren, als bisher angenommen.

      Diese Entdeckung kann auch ein weiteres bewegendes Problem der Paläoanthropologie mehr ins Rampenlicht rücken.

      Bekanntlich hatten die Neandertaler in Europa über Jahrtausende neben der modernen Menschenart gelebt und starben dann aus. Wenn der Bewegungsraum der Neandertaler endgültig nachgewiesen wird, kann dies Aufschluss über mögliche Kontakte der Neandertaler mit der modernen Menschenart geben und darüber, inwieweit "der Konkurrenzkampf" mit dem Homo Sapiens das Aussterben der Neandertaler beeinflusst hat.

      Die Neandertaler lebten in der Zeit vom 230. bis zum 24. Jahrtausend vor n. Z.. Sie gelten als recht nahe Verwandte des heutigen Menschen, mit denen sie im Evolutionsverlauf vor rund einer halben Million Jahren auseinander gingen.

      Nach Vermutung der Wissenschaftler waren die Neandertaler mittelgroß (aus heutiger Sicht), muskulös und robust. Sie konnten wahrscheinlich sprechen, waren Jäger und Sammler. In ihren Siedlungen wurden Arbeits- und Musikinstrumente sowie primitive Waffen entdeckt.

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