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Anonym
Februar 2, 2008 um 11:30 a.m. UhrBeitragsanzahl: 5352Nach Sexskandal in Griechenland: Karamanlis regiert weiter
Athen. sda/dpa/baz. Der konservative griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis will trotz nur noch hauchdünner Mehrheit im Parlament im Zuge eines Sexskandals weiter regieren. Zuletzt war spekuliert worden, Karamanlis könnte Neuwahlen proklamieren.
«Die Regierung verfügt über ein frisches und starkes Mandat vom Volk. Wir setzen unsere Arbeit fort», sagte der Premier am Freitag im Fernsehen. Wegen eines Sex- und Erpressungsskandals eines Abgeordneten hat Karamanlis nur noch eine Mehrheit von 151 der 300 Parlamentarier.
Der Abgeordnete der regierenden Nea Dimokratia (ND), Kostas Koukodimos, hatte wegen der Verwicklung in den Skandal am Donnerstag seinen Austritt aus der Fraktion der Konservativen bekanntgegeben. Koukodimos teilte mit, er wolle so lange fraktionslos bleiben, bis seine Unschuld bewiesen sei.
Hintergrund ist des Skandals der Selbstmordversuch des früheren Generalsekretärs im griechischen Kulturministerium, Christos Zachopoulos. Der 53-Jährige, ein enger Freund von Karamanlis, hatte sich Ende Dezember aus dem vierten Stock seiner Wohnung im Zentrum Athens gestürzt und schwer verletzt überlebt.
Die Ermittlungen ergaben, dass Zachopoulos mit einem Sex-Video erpresst worden war, auf dem er mit seiner Sekretärin zu sehen war. Als er die Zahlung von 200 000 Euro verweigerte, wurde das Video an den Ministerpräsidenten geschickt. Dieser forderte daraufhin den Rücktritt seines Freundes und Mitarbeiters.
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