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      Die griechischen Behörden haben am Montag auf einer Insel in der Ägäis einen Fall von Vogelgrippe bestätigt. Es war aber zunächst nicht klar, ob es sich um die für den Menschen gefährliche Variante handelte. Der Fall trat auf einem Bauernhof auf der Insel Oinouses in der Nähe der türkischen Küste auf. Das Virus vom Typ H5 sei in einem von neun untersuchten Truthähnen entdeckt worden, erklärte Landwirtschaftsminister Evangelos Basiakos. Ob die potenziell tödliche Variante H5N1 auf der Farm vorhanden sei, werde noch untersucht, sagte er. Mit einem Ergebnis werde in etwa einer Woche gerechnet.
      Der Besitzer des Bauernhofs, auf dem 20 Vögel waren, hatte die Veterinärbehörden alarmiert, nachdem sich einige der Tiere seltsam verhalten hatten und andere verendet waren. Der Hof wurde unter Quarantäne gestellt. Er sollte auch desinfiziert werden. Außerdem wurden zwei Personen auf dem Gehöft vorsichtshalber für eine Woche unter Beobachtung gestellt.
      Die Behörden ordneten ferner an, dass keine Geflügelprodukte mehr die Insel Oinouses verlassen dürfen. Die Bauern wurden angewiesen, ihr Geflügel in den Ställen zu lassen. Die EU-Kommission in Brüssel teilte am Abend mit, sie bereite Ausfuhrbeschränkungen für Oinouses und die nahe gelegene Insel Chios vor.
      Die Gesundheitsbehörden in Griechenland und der restlichen EU sind wegen des Auftretens von ersten Fälle der Vogelgrippe in der gefährlichen Variante H5N1 in Rumänien und der Türkei in größter Alarmbereitschaft.

      (c) ap 171005

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      Mit Griechenland hat erstmals ein Mitgliedsland der Europäischen Union (EU) einen Fall von Vogelgrippe bestätigt.
      "Das Veterinärinstitut hat uns darüber informiert, dass eine von neun Geflügelproben positiv auf Vogelgrippe-Antikörper (H5) getestet worden ist", teilte das Landwirtschaftsministerium in Athen am Montag mit. Der Virus sei auf der Insel Chios in der Ost-Ägäis bei einem Truthahn festgestellt worden. Chios liegt nur wenige Kilometer von den Grenzen der Türkei entfernt, wo vor wenigen Tagen ebenso wie in Rumänien der auch für Menschen gefährliche Virusstrang H5N1 nachgewiesen worden war. Das Thema Vogelgrippe beschäftigt am Dienstag auch den EU-Ministerrat in Luxemburg. Für Unruhe sorgten unterdessen auch Berichte über ein mysteriöses Vogelsterben im EU-Anwärterstaat Kroatien. Erste Untersuchungen deuteten jedoch nicht auf die Vogelgrippe hin.
      Die EU-Kommission erklärte, weitere Tests sollten ergeben, um welchen Strang des Vogelgrippe-Virus es sich in Griechenland handele. Man sei in ständigem Kontakt mit den griechischen Behörden. Verbraucherkommissar Markos Kyprianou will den Ministern über die Ausbreitung der Krankheit und die Schutzmaßnahmen berichten.
      Nach griechischen Angaben stammt der infizierte Truthahn von einer kleinen privaten Geflügelfarm mit etwa 20 Tieren. Weitere Tests sollten nun zunächst "die Korrektheit der Analyse" klären, erklärte das Landwirtschaftsministerium.
      Zunächst bestehe auch keine Notwendigkeit, andere Tiere zu töten. "Es hat keine Anweisung gegeben, andere Vögel in der Region zu töten", sagte ein Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei aber jeglicher Transport von Vögeln und Eiern untersagt worden, Fahrzeuge müssten stehen gelassen werden, die Bewegungsfreiheit der Bewohner sei eingeschränkt worden. Eine endgültige Bestätigung der Ergebnisse solle von einem Speziallabor im nordgriechischen Thessaloniki nach der Durchführung von Spezial-Tests kommen. Ein Notfallplan der Regierung für einen solchen Fall sei aktiviert worden. Die USA äußerten die Einschätzung, dass kein Land auf eine weltweite Vogelgrippen-Epidemie ausreichend vorbereitet sei. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erklärte indes, es gebe keinen Grund zur Panik. Deutschland sei gut vorbereitet. In Asien sind bislang 60 Menschen an der Vogelgrippe gestorben.
      Experten warnen davor, dass sich das Virus verändern könnte und dann wie ein normales Grippe-Virus von Mensch zu Mensch weitergegeben würde. Dann könnten sich Millionen Personen anstecken.
      Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekräftigte, Zentrum des Kampfes gegen die Infektion müsse Südostasien sein. Sie warnte vor allem europäische Staaten davor, ihre Kräfte auf Schutzmaßnahmen in den eigenen Ländern zu konzentrieren und darüber die Unterstützung südostasiatischer Staaten zu vernachlässigen. Die Vogelgrippe müsse an ihrem Ursprung bekämpft werden, "und der ist hier", sagte WHO-Sprecher Peter Cordingley in der philippinischen Hauptstadt Manila.
      Wie nervös die Menschen in Europa inzwischen sind, zeigte sich derweil in Kroatien. "Bislang haben die Menschen tote Vögel überhaupt nicht bemerkt, aber jetzt sehen sie sie überall und alarmieren die Polizei", sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums. Er reagierte damit auf einen Zeitungsbericht, wonach zehn bei Zagreb gefundene tote Stare in einem tiermedizinischen Institut untersucht werden. Die Vögel hätten keine äußeren Verletzungen gehabt, deshalb hätten die Menschen auf die Vogelgrippe getippt, berichtete das Blatt. Tatsächlich gebe es aber keine Fälle von Vogelgrippe in Kroatien, sagte ein Ministeriums-Sprecher. Kroatien liegt wie Serbien auf einer der Hauptrouten für Zugvögel aus Europa auf dem Weg nach Afrika.

      (c) REUTERS 171005

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      K.M.

        Beitragsanzahl: 5352

        Ja Käpten,
        sie haben es vorhin in den Medien gebracht. Allerdings wurde nicht genannt um welche Insel es sich handelt.
        Ich weiß das in der Nähe von Igoumenitsa große Überwinterungsplätze von Vögeln sind, da dort sehr viel Süßwasser vorhanden ist. Wir kennen das Gebiet und dachten schon das es dort aufgetreten sei, aber zum Glück haben wir hier im Forum super Informanten. Danke dafür.
        L.G.
        harulla

          Beitragsanzahl: 108

          gibt es eigentlich auch auf kreta überwinterungsplätze bzw. machen zugvögel dort in der regel halt?????

          vg
          katharina

            Beitragsanzahl: 105

            kritikati wrote: gibt es eigentlich auch auf kreta überwinterungsplätze bzw. machen zugvögel dort in der regel halt?????
            vg
            katharina

            Ja, die gibt es. Wenngleich ein Teil der wichtigen Rastplätze unterdessen dem Mammon geopfert wurde. Zugebaute Strände und Feuchtgebiete – ein Trauerspiel. Überwinterungen gibt es auch, aber nur ein sehr geringer Teil der Zugvögel bliebt im Winter dort. Wichtige Rastplätze für Zugvögel gibt es noch im äußersten Osten, bspw. bei Xerokambos.

            K.M.

            Teilnehmer
              Beitragsanzahl: 127

              sorry,

              hab dein Thema nicht gelesen und ein Neues angefangen zur Vogelgrippe.

              JanoschLE

              Ich habe den Beitrag mal hier rüberkopiert und das andere Posting gelöscht. – Herbert –

              Erster Fall der Vogelgrippe in Griechenland

              Griechenland / Athen. Nun hat die Vogelgrippe auch Griechenland erreicht: In einer Geflügelfarm bei Oinousses auf der Insel Chios wurde bei einer Pute das gefährliche H5 Virus identifiziert. Unklar ist noch, ob es sich bei dem Virus um die Variante H5N1 handelt, die auch für den Menschen gefährlich ist.
              Die gesamte Umgebung der Geflügelfarm wurde unterdessen unter Quarantäne gestellt. Verboten ist der Zutritt sowohl für Menschen als auch für Fahrzeuge oder Tiere.
              Nach einer Sondersitzung im Gesundheitsministerium hieß es, dass sich auf Chios bisher höchstwahrscheinlich noch keine Menschen mit dem Virus infiziert haben.

              aus: Griechenland Zeitung (18.10.2005)

              JanoschLE

                Beitragsanzahl: 3194

                Griechenland beschließt Exportverbot für drei Inseln
                Europa im Bann der Vogelgrippe
                 

                Athen/Luxemburg. (rs/wot) Nach dem ersten Vogelgrippefall in Griechenland hat das Landwirtschaftsministerium am Dienstag Geflügelexporte von drei Inseln in der Ägäis verboten. Die Ausfuhr von lebenden Vögeln und Geflügelprodukten sei in Zusammenarbeit mit EU-Vertretern untersagt worden, sagte Landwirtschaftsminister Evangelos Bassiakos in Athen.

                Unweit von Moskau ist unterdessen der erste Verdachtsfall auf Vogelgrippe im europäischen Teil Russlands aufgetreten. Die EU-Außenminister zeigten sich angesichts der zunehmenden Ausbreitung der Vogelgrippe besorgt und forderten eine "koordinierte internationale Reaktion".

                Von dem griechischen Exportverbot sind die Inseln Chios und Psara sowie Oinouses betroffen, wo am Montag ein Vogelgrippefall bestätigt worden war. Ob es sich bei dem entdeckten Virus um die potenziell tödliche Variante H5N1 handelt, wird derzeit noch untersucht. Ein Ergebnis soll in etwa einer Woche vorliegen.

                http://www.wienerzeitung.at/

                  Beitragsanzahl: 3194

                  Aufregung auf Oinousses nach Vogelgrippe

                  Ärzte: "Ruhe bewahren"

                  Athen – Einen Tag nach dem Auftauchen der Vogelgrippe herrschte am Dienstag auf der 600 Seelen zählenden kleinen griechischen Ostägäisinsel Oinousses helle Aufregung: Mehr als ein Dutzend Journalisten versuchten jeden Einwohner zu interviewen. Zentrale Person war Dimitrios Komninaris, ein Mann in den 70ern.


                  Die Ostägäisinsel Oinousses.
                  Foto: dpa

                  "Ich habe meine Pflicht getan und den Zwischenfall gemeldet. Mehr kann ich nicht tun," meinte Komninaris im griechischen Fernsehen. Am Vortag waren in einem Athener Labor Antikörper des Vogelgrippe-Virus H5 in einer Probe eines verendeten Truthans dieses Bauern festgestellt worden. Ärzte riefen alle Menschen, aber vor allem die Medien auf, Ruhe zu bewahren. "Es ist sinnlos Hysterie zu verbreiten," meinte ein Arzt im Fernsehen.

                  "Ich habe Kinder und Enkeln und habe verantwortungsvoll gehandelt. Der Rest ist Sache der Wissenschaftler", sagte Komninaris. Er äußerte den Verdacht, dass andere Leute möglicherweise "um keinen Ärger zu haben" ähnliche Zwischenfälle gar nicht melden. Auf der Insel waren am Morgen Ärzte eingetroffen, die Komninaris und seine Familie in den kommenden Tagen beobachten werden.

                  "Plötzlich kennt ganz Griechenland unsere Insel," sagte ein Frau im Rundfunk. Oinousses ist eine arme Kleininsel, deren Einwohner in ihrer Mehrheit pensionierte Seeleute und Kapitäne sind. Die Insel war bislang selbst für viele Griechen weitgehend unbekannt. Sie liegt zwischen der größeren Insel Chios und dem türkischen Festland. Erreichen kann man sie nur mit einem kleinen Schiff, dass täglich von Chios aus startet. Neben einigen kleinen Pensionen gibt kaum Unterbringungsmöglichkeiten für Touristen. Viele Reeder und Kapitäne haben allerdings Sommervillen auf der Insel.

                  Das Motto lautet jetzt "warten und bangen," berichtete ein griechischer Privat-Fernsehsender. Das Test-Ergebnis auf den auch für Menschen gefährlichen Subtyps H5N1 werde am kommenden Montag oder Dienstag vorliegen, sagte der Direktor des Speziallabors der Hafenstadt Thessaloniki, Giorgos Georgiadis, einem griechischen Radiosender.

                  In den anderen Regionen Griechenlands reagierten die Menschen nervös. Es gab einen Ansturm in den Apotheken, um sich gegen Grippe impfen zu lassen. Dabei entstand Knappheit. Dies führte das Gesundheitsministerium dazu, eine Verordnung auszugeben, wonach Impfungen gegen Grippe nur mit einem Rezept gegeben werden dürfen. In Griechenland ist es üblich, dass Apotheker ohne Rezept ihre Kunden gegen Grippe impfen. "Die meisten Leute haben keine Ahnung und glauben, die vorhandenen Impfungen können gegen die Vogelgrippe schützen", sagte die Apothekerin Ioanna Kimpbezi im Fernsehen. "Selbst wenn ich Impfungen hätte, würde ich sie nicht geben. Wichtig ist jetzt, dass wir Ältere oder Herzkranke und nicht jeden impfen."

                  Takis Tsafos, dpa

                  http://www.merkur-online.de

                  Teilnehmer
                    Beitragsanzahl: 127

                    Vogelgrippe sorgt weiter für Beunruhigung

                    Griechenland / Athen. Auf der Insel Inousses bei Chios traf heute Morgen Gesundheitsminister Nikitas Kaklamanis ein. Dort war Anfang der Woche eine Pute entdeckt worden, die den Virus der Vogelgrippe in sich trug. Kaklamanis wies darauf hin, dass der Vorfall kein Problem für die öffentliche Gesundheit darstelle.

                    Trotz dieser Erklärung sind weite Teile der griechischen Bevölkerung angesichts der sich weltweit ausbreitenden Vogelgrippe deutlich beunruhigt. Die Arztpraxen des staatlichen Versicherungsträgers IKA erlebten am Dienstag einen regelrechten Ansturm auf Schutzimpfungen. Zehn tote Tauben im Athener Vorort Ampelokypous hatten für eine weitere Nachfrage nach wirksamen Mitteln gegen die Grippe gesorgt. Ampullen für Schutzimpfungen sowie das gegen eine Grippe wirksame Medikament Tamiflu sind im öffentlichen Handel so gut wie vergriffen.

                    aus Griechenland-Zeitung

                    JanoschLE

                      Beitragsanzahl: 105

                      »EU – Vorerst keine Bestätigung für Vogelgrippe in Griechenland=
                      Brüssel, 20. Okt (Reuters) – Der Verdacht auf Vogelgrippe in
                      Griechenland hat sich bei einem ersten Test im EU-Labor nicht
                      bestätigt.
                      Eine Kommissionssprecherin sagte am Donnerstag in Brüssel,
                      der Test sei negativ ausgefallen. "Wir sind derzeit nicht in der
                      Lage, das Auftreten der Vogelgrippe in Griechenland zu
                      bestätigen", sagte sie. Allerdings habe die Kommission um
                      weitere Tests gebeten. Alle Vorsichtsmaßnahmen blieben vorerst
                      in Kraft, bis endgültige Klarheit bestehe. Die griechische
                      Regierung hatte zuvor das Auftreten der Krankheit auf einer
                      Ägäis-Insel bestätigt.

                      (c) Reuters 201005

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                      K.M.

                      Teilnehmer
                        Beitragsanzahl: 127

                        Vogelgrippe: Verdächtiger Truthahn aus dem Labor verschwunden

                        Griechenland / Athen. Die Vogelgrippe hält Griechenland weiter in Atem. Für Schlagzeilen sorgte heute die Tatsache, dass ein Truthahn, der wahrscheinlich mit dem H5-Grippevirus infiziert war, offenbar spurlos in einem Labor verschwunden ist. Die Staatsanwaltschaft Thessaloniki leitete daraufhin eine Untersuchung ein. Auf der Insel Oinousses, wo der erkrankte Truthahn gehalten worden war, treffen heute zwei Experten der EU ein, die sich vor Ort ein Bild machen wollen. Gestern war bereits Gesundheitsminister Nikitas Kaklamanis auf die Insel gereist. Als Signal dafür, dass die Vorfälle auf Oinousses keine Gefahr für den Menschen darstellen, verspeiste der Minister zum Mittagessen eine Portion Hühnchen.

                        © Griechenland Zeitung

                        JanoschLE

                          Beitragsanzahl: 105

                          Vogelgrippe-Verdacht in Griechenland bestätigt sich nicht
                          Letzte Tests des Vogels von der Insel Oinusses negativ

                          Athen, 29. Oktober (AFP) – Der Vogelgrippe-Verdacht in Griechenland
                          hat sich nicht bestätigt. Wie das griechische
                          Landwirtschaftsministerium am Samstag mitteilte, wurde bei einem
                          auf der Ägais-Insel Oinusses verendeten Vogel kein Virus des auch
                          für den Menschen gefährlichen Typs H5N1 entdeckt. Die Behörden
                          hätten daraufhin sämtliche restriktiven Maßnahmen aufgehoben.
                          Griechenland hatte am 17. Oktober gemeldet, der Vogel habe das
                          H5-Virus in sich getragen. Die griechische Regierung hatte
                          daraufhin den Verkauf von Geflügel aus der Region untersagt.

                          Da das beauftragte griechische Labor von der EU nicht anerkannt
                          war, wurden Proben in ein EU-Labor im britischen Weybridge
                          geschickt. Am 20. Oktober hatte die EU bereits angekündigt, dass
                          vorläufige Tests nicht einmal auf das H5-Virus schließen ließen.
                          Trotzdem hatten zahlreiche Länder weltweit ihren Geflügel-Impoort
                          aus Griechenland stoppen lassen. Auf dem griechischen Markt fiel
                          der Absatz von Geflügel um bis zu 70 Prozent.

                          (c) afp 291005 18:35 MESZ

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                          vg
                          K.M.

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