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      Unbekanntes Leben am Meeresboden westlich von Kreta entdeckt

      In Salzablagerungen am Boden des Mittelmeers, wo eigentlich nichts leben und wachsen dürfte, haben Forscher jetzt erneut Hinweise auf eine komplexe Gemeinschaft verschiedenster Bakterienarten entdeckt.

      Ein Wissenschaftler-Team aus sechs europäischen Ländern um Paul van der Wielen von der Universität Groningen (RUG) hat DNA-Moleküle von Mikroorganismen in Wasserproben gefunden, die aus einem so genannten "Brine-Becken" stammen.

      Dies sind Senken am Meeresboden in bis zu 4000 Metern Tiefe, in denen hoher Druck und eine extreme Salzkonzentration herrschen, während Sauerstoff vollständig fehlt. Als das Meer vor rund sechs Millionen Jahren vorübergehend austrocknete, entstanden dort hochkonzentrierte Salzablagerungen mit viel höherer Dichte als normales Meerwasser – wodurch sie sich nicht mit diesem vermischen, sondern als getrennte Flüssigkeitsschicht am Grund liegen bleiben.

      "Bakterien können unter vielen Umweltbedingungen leben, auch äußerst ungewöhnlichen", erklärt Mikrobiologe Professor Kenneth Nigel Timmis von der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig und Mitautor des in "Science" (Ausgabe 7. Jan. 05) veröffentlichten Fachartikels.

      "Aber an dem untersuchten Standort westlich von Kreta hätten wir sie dennoch nicht vermutet. Es gehört sicher zu den extremsten Umgebungen, die wir kennen. Dort herrscht eine derartige Überkonzentration von Magnesiumchlorid, dass das Meerwasser mit diesem Salz fast gesättigt ist – eigentlich für jede Form von Leben tödlich", sagt Timmis.

      Den kompletten Artikel gibt es unter:

      http://www.expeditionzone.com/start_hi.cfm?story=4371&business=&club=&member=

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        …spannend fand ich die letzten Sätze des Artikels:

        "Ähnlich fremdartige Kleinstorganismen mit der Fähigkeit, unter unglaublichen Umweltbedingungen zu überleben, egal ob im Weltall, in heißen Vulkanschloten am Meeresgrund, im ewigen Eis, in Schwefel- und Salzlösungen, unterirdischen Seen oder tief im Erdinneren wurden in den letzten Jahren bereits mehrfach entdeckt.

        Sie werden ob ihrer extremophilen Vorlieben und hohen Spezialisierung auf eine für andere Lebensformen tödliche Umgebung gerne "Extremos" genannt und zählen als Archaebakterien zu den ursprünglichsten Lebensformen auf unserem Planeten – möglicherweise sogar auch auf anderen Planeten, die man nach bisherigem Wissen als "unbelebt" einstufte."

        Da kann man ins Grübeln geraten über die Zerbrechlichkeit des hoch entwickelten menschlichen Organismus und die Zähigkeit und Widerstandsfähigkeit sogen. primitiver Lebensformen.

        Passend dazu zwei nicht mehr ganz so neue Artikel:

        Neue Eiszeit durch Salz aus dem Mittelmeer http://www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0210/25_eiszeit.htm

        Ein Meer verschwindet: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,2009461,FF.html

        Was wird dann aus Kreta?? ??? :'(

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