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      Der Tsipouro ist beliebter als der Ouzo und soll nun geschützt werden.

      Athen – Für manche Griechen beginnt der Tag nicht mit einem „elliniko“, einem frisch aufgebrühten Kaffee, sondern mit einem Gläschen Tsipouro. Viele schwören auf den hochprozentigen Schnaps. Die Freunde des Tsipouro sagen ihm heilende Kräfte nach, versprechen sich von ihm ein starkes Herz und ein langes Leben.

      Mehr noch als der Ouzo ist der Tsipouro Griechenlands Nationalschnaps. Aber während Ouzo, wie auch die Feta, der griechische Schafs- oder Ziegenkäse, geschützte Bezeichnungen sind und nur in Griechenland hergestellt werden dürfen, kann jeder Tsipouro produzieren. So findet man in den Spirituosenabteilungen mancher europäischer Supermärkte Tsipouro aus Spanien oder Frankreich. Echte Griechen halten diesen „Fusel“ allerdings für ungenießbar. Jetzt wollen die Griechen bei der EU-Kommission dafür kämpfen, dass solche Nachahmungen vom Markt verschwinden: „Uns geht es darum, den Tsipouro als ein Produkt schützen zu lassen, das ausschließlich in Griechenland hergestellt werden darf“, sagt der griechische Europa-Abgeordnete Jannis Glavakis.

      Auf dem griechischen Markt haben die Imitate ohnehin keine Chance. In vielen Dörfern vor allem Nordgriechenlands, aber auch auf manchen Inseln, stellen die Weinbauern den Nationalschnaps in zum Teil altertümlichen Destillen selbst her, nach Rezepten, die von Generation zu Generation weitervererbt werden. Nach der Weinernte werden die Traubenrückstände – Schalen, Stängel und Kerne – zweimal destilliert. Als besonders geeignet gelten die weißen Rebsorten Roditis und Athiri. Sein besonderes, unverwechselbares Aroma bekommt jeder Tsipouro durch die „geheime“ Gewürzmischung, die nach der ersten Destillation hinzugefügt wird. Man verwendet Anissamen, Fenchel und andere Kräuter.

      Wer in einem Dorf im nordgriechischen Epirus, Makedonien und Thrakien oder auf Kreta eine griechische Familie besucht, wird häufig selbst am Morgen mit einem Tsipouro begrüßt. Den Schnaps unter Hinweis auf die frühe Stunde abzulehnen gilt als kaum wieder gutzu- machender Affront.

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        Nicht vergessen werden sollte hier aber auch der eigentliche "National-Schnaps" auf Kreta, der Tsikoudia. Das ist die wohl reinste Variante, da er wie die italienischen Grappi nur aus den Tresterrückständen ohne "geheime" Gewürze gebrannt wird. Wer die Möglichkeit hat da einmal dabei zu sein, Ende Oktober–Anfang November, sollte das unbedingt miterleben. Kretische Lebensfreude pur.

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          kretafritz wrote: Nicht vergessen werden sollte hier aber auch der eigentliche "National-Schnaps" auf Kreta, der Tsikoudia. Das ist die wohl reinste Variante, da er wie die italienischen Grappi nur aus den Tresterrückständen ohne "geheime" Gewürze gebrannt wird. Wer die Möglichkeit hat da einmal dabei zu sein, Ende Oktober–Anfang November, sollte das unbedingt miterleben. Kretische Lebensfreude pur.

          Wir waren auch mal dabei, Tsikoudia noch warm aus der Destille, schmeckt noch besser als kalt
          ;D Für viele allerdings nur als Raki bekannt, leider, denn das ist eigentlich eher eine Touribezeichnung viell. weil leichter auszusprechen.
          Und das gute am Tsikoudia ist das er von Dorf zu Dorf anders schmeckt, da hat man(n) oder frau beim Genuss viel zu diskutieren 😀

            Beitragsanzahl: 57

            Wer die Möglichkeit hat da einmal dabei zu sein, Ende Oktober–Anfang November, sollte das unbedingt miterleben. Kretische Lebensfreude pur.

            Da kann ich Kreta-Fritz nur zustimmen….wir haben es erlebt und es wird uns ein unvergessliches Erlebnis sein. Wir wurden miteingebunden, es wurde gegrillt und wir durften mehr als einmal den "Frischgebrannten" probieren und zwar wie CARSTEN sagt- noch warm. Holla….sag ich euch da nur. Wir bekamen sogar einen 1,5 Liter Flasche mit auf den Heimweg nach Deutschland und Yanni sagte uns, dass wir jeden Morgen ein Schlückchen über den Winter hinweg nehmen sollten und wir würden garantiert keine Erkältung bekommen…..tja, hätt ich mal auf den Mann gehört!

            Gruß
            Nicky

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