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      Auto-Crash bei Anoghia endet mit schlimmen Verletzungen und möglicher Vendetta

      06. April 2006 – Nach einem Zusammenstoß zweier Pkw nachmittags gegen 14 Uhr kam es zwischen den beiden Fahrern – einer aus Anogia und einer aus dem Nachbarort Zoniania, zu einem Handgemenge, wobei der Fahrer von Zoniania schließlich sein Gewehr aus dem Auto nahm und von seinem Wagen aus auf den anderen fahrer schoss. Die Gewehrkugeln trafen einen 25-jährigen Mann, der versucht hatte, die beiden Streithähne zu trennen und außerdem noch einen 16-jährigen Schüler. Die beiden Verletzten wurden ins Venizelos Krankenhaus gebracht, während der Schütze die Unfallstelle verließ und verschwand.

      Vor dem Hospital warteten bereits Dutzende von verängstigsten und besorgten Leuten, als der karnakenagen eintraf. Die Sanitäter informierten die Familie des Schülers, dass der Junge noch Glück gehabt habe, da die Kugel nur Millimeter an seinem rechten Lungenflügel vorbeigegangen sei. Der Zustand des anderen Angeschossenen sei jedoch äußerst kritisch, da er am Kopf getroffen wurde. Die Ärzte sagten, daß er 10 Einheiten Blut benötige, woraufhin sich alle Anwesenden (alles Freunde oder Verwandte des Verletzten) sofort für eine Blustspende anboten.

      Der Bürgermeister von Anogia, Nikos Xylouris versuchte unterdessen, die Familie zu trösten. Später am Nachmittag erklärten die Klinik-Ärzte, dass der 25-jährige "klinisch tot" sei. Sie fragten die Familie, ob sie lebenswichtige Organe ihres Sohnes spenden würden.

      Unterdessen flüchtete der Schütze zu Fuß, da er seinen Wagen nicht mehr benutzen konnte. Aber einige Oberschüler, welche die Schüsse mitbekommen hatten, liefen ihm nach. Sie stellten ihn wenig später, nahmen ihm das Gewehr ab und begannen, auf ihn einzuschlagen. Zwei Polizisten, die gerade diesem Moment dazu kamen, beendeten das geschehen und nahmen den Schützen in Haft.

      Heute am 7. April waren die Schulen in Anoghia zu und werden auch für eine Woche geschlossen bleiben, da auch viele Kinder aus Zoniana dort zum Unterricht gehen. Polizei- und Armeepersonal patrouillieren in Anogia und Zoniana, weil befürchtet wird, dass zwischen den Familien der Opfer und des Schützen eine Vendetta beginnen könnte.

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        Hallo Herbert,
        wie bereits am 05.04. von mir erwähnt, hören wir aus dieser Gegend laufend von solchen und ähnlichen Taten.
        Eine Vendetta halte ich in keinem Fall für ausgeschlossen, sondern eher für mehr als wahrscheinlich.
        L.G.
        harulla

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          Letzte Info:

          Die griechische Tageszeitung Patris titelt heute "ΕΝΑ ΘΑΥΜΑ ΣΩΖΕΙ ΤΟΝ ΑΝΕΣΤΟ !" und berichtet heute über das (Oster)-Wunder, die Auferstehung von Anogia.

          Denn das schwer verletzte Opfer ist am Karsamstag aus dem Koma erwacht, reagiert bereits auf seine Umwelt und kann voraussichtlich bald die Intensivstation verlassen. Die Ärzte sind vorsichtig zuversichtlich, die akute Lebensgefahr scheint gebannt zu sein.

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            Das habe ich heute auch auf CreteTV online gelesen.
            http://www.cretetv.gr/
            Da kann man nur hoffen, die Genesung macht Fortschritte und es gibt keinen Grund mehr fuer eine Vendetta.
            Silvia

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