Zentral

Apolichnos

Das verlassene Dorf

In nicht einmal allen Karten verzeichnet, entdeckten wir dieses verlassene Dorf per Zufall auf einer Fahrt über das zum Teil abenteuerliche Netz von unbefestigten Pisten zwischen Zaros und Mires. Zahlreiche Kegelberge zwischen denen sich die staubigen Wege hindurch schlängeln erschwerten die Orientierung, so dass wir uns nur grob nach dem Sonnenstand richten konnten. Nur aus dem Augenwinkel erkannten wir an einer Wegespinne plötzlich ein Stückchen Betonpiste, die hinter der nächsten Biegung dann in Asphalt überging. Und dort sah man auch schon die ersten Ruinen von Apolichnos. Oberhalb des kleinen Parkplatzes vor der dem Heiligen Georgios geweihten Kirche (» Seite 2) ragen die Natursteinmauern des vor Jahren verlassenen Dorfes aus dem üppigen Grün des Hanges hervor.

Eine doch merkwürdige Atmosphäre herrscht zwischen den noch erstaunlich gut erhaltenen Mauern des nur etwa 5 km nördlich von Mires und etwa in der Mitte zwischen Galia und Roufas gelegenen Ortes. Einzelne Graffiti und Reste einfacher Matratzenlager in einigen Gebäuden zeugen zudem von einer Nutzung als „Unterschlupf“ vor nicht all zu langer Zeit. Nur ein „Katzensprung“ ist es von hier aus über die gut zu befahrene Asphaltstraße nach Ag. Antonios und weiter hinunter nach Mires. Unterhalb des Dorfes befindet sich im Schatten der großen Bäume rings um den Platz das kleine Kirchlein des Heiligen Georgios:

Auf der Suche nach Apolichnos …

Leserbeitrag und Update (2006):

Zwischen Mires und Zaros liegt das kleine Dorf Roufas. Bevor man den Ort erreicht, zweigt linker Hand eine Schotterpiste ab. Diese Höhlen bestehen aus hintereinander angereihten Räumen. Der Innenausbau gestaltet sich mit Durchreichen und Sitzbänken sehr modern. Wir fanden eine Feuerstelle,  Knochenreste und div. Gebrauchsgegenstände (Matratze, Stuhl). achdem wir die Sache genügend in Augenschein genommen hatten, fuhren wir weiter und stießen auf den Wegweiser nach Apolichnos, wo wir wieder auf eine Asphaltstrasse kamen.

Apolichnos angekommen war dieser Ort gar nicht mehr so einsam wie von Herbert beschrieben. Es standen 2 Pickups auf der Strasse und am Eingang des Dorfes auf der rechten Seite war ein Haus neu verputzt. An dem Haus darunter war der Eingangsbereich mit Fußbodenfliesen neu ausgelegt.

Wir machten trotzdem einen Rundgang bei dem unsere Schuhe wegen des anhaltenden Regens am Morgen total mit Lehm verschmiert wurden. Auf dem Rückweg nahmen wir dann die feste Strasse, die uns am Hospital von Mires vorbeiführte.“

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