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Homer hat in seiner Odyssee von Knossos als Hauptstadt Kretas und Sitz des
Königs Minos erzählt, doch erst Ende des 19. Jahr-hunderts (nach den auf-sehenerregenden Grabungen des Troja-Entdeckers Schlie-mann) erwachte das Inter-esse der Archäologie
an den alten, sagenumwobenen Kul-turen der Minoer.
Heinrich Schliemann wollte sich übrigens selbst auf die Suche nach Knossos machen, war jedoch nicht bereit, den seiner Meinung nach zu hohen Kaufpreis für das Gelände zu zahlen. So kam es, dass erst einige Jahre später der vermögende Brite Arthur Evans das Glück hatte, quasi vor den Toren Heraklions das bedeutendste Baudenkmal der Frühge-schichte zu entdecken. 30 Jahre dauerten die Ausgrabungen, bei denen Sir Arthur - ganz im Gegensatz zu seinen um möglichst authentische Ergebnisse be-mühten wissenschaftlichen Kollegen - mit viel Fantasie den Palast nach seinen eigenen Vorstellungen und Gedanken rekonstruierte. |
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